Kreisliga Nord: Es geht wieder los nach der Winterpause
Kreisliga Nord: Es geht wieder los nach der Winterpause
Kreisliga Nord, Nachholspiele
Sonntag, 15.03.2026
15 Uhr: SV TuS/DJK Grafenwöhr (3) – VfB Rothenstadt (9)
Am Sonntagnachmittag steht für den SV TuS/DJK Grafenwöhr das erste Pflichtspiel nach der Winterpause auf dem Programm. Dabei empfängt der aktuelle Tabellendritte den VfB Rothenstadt – und geht klar als Favorit in die Begegnung. Die Ausgangslage vor der Partie ist eindeutig: Während Grafenwöhr im oberen Tabellendrittel um den Anschluss an die Spitze kämpft, befindet sich Rothenstadt im unteren Tabellenbereich und richtet den Blick vor allem auf den Klassenerhalt. Trainer Turan Bafra macht vor dem Spiel deutlich, welche Erwartungen man im Lager der Gastgeber hat. „Alles andere als ein Heimsieg wäre für uns schon eine Enttäuschung“, sagt der Coach. Die Vorbereitung sei – wie bei vielen Mannschaften – von Höhen und Tiefen geprägt gewesen. Dennoch zeigt sich Bafra insgesamt zufrieden. In den Testspielen gelangen seiner Mannschaft zwei Siege, zwei weitere Begegnungen gingen verloren. „Nichtsdestotrotz: Wir haben ein Heimspiel und werden alles dafür tun, die Punkte zu holen“, betont der Grafenwöhrer Trainer. Der Großteil des Kaders steht zur Verfügung, lediglich hinter dem Einsatz von Timo Bachmeier steht noch ein Fragezeichen.
Beim VfB Rothenstadt hingegen verlief die Winterpause deutlich turbulenter. Mehrere Spieler haben den Verein verlassen, wodurch der Kader spürbar geschrumpft ist. Auch auf der Trainerposition gab es eine Veränderung: Bis zur Sommerpause steht nun Roland Lang an der Seitenlinie. Danach kehrt er wieder zu seinem Heimatverein, dem TSV Erbendorf, zurück. Lang blickt mit realistischen Erwartungen auf die Partie in Grafenwöhr. Die Vorbereitung sei schwierig gewesen, auch die Testspiele habe seine Mannschaft allesamt verloren. „Schlechte Vorbereitung. Sehr kleiner Kader. Wir sind krasser Außenseiter in Grafenwöhr“, fasst der Coach die Situation zusammen. Ein Punktgewinn wäre aus seiner Sicht bereits eine große Überraschung. In der Tabelle besitzt der VfB derzeit noch einen Vorsprung von neun Punkten auf den ersten Relegationsplatz. Diesen Abstand möchte man möglichst verteidigen, um am Ende den Klassenerhalt zu sichern. (Hinspiel 4:2)
15 Uhr: SC Eschenbach (12) – TSV Eslarn (4)
Für den SC Eschenbach beginnt am Sonntag eine entscheidende Phase der Saison in der Kreisliga Nord Oberpfalz. Im Nachholspiel empfangen die Gastgeber den TSV Eslarn – und benötigen dringend Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Die Ausgangslage für die Eschenbacher ist klar: Fünf Punkte beträgt derzeit der Rückstand auf den ersten Nicht-Relegationsplatz. Um den direkten Ligaverbleib noch zu schaffen, muss der SCE in den verbleibenden Partien möglichst konstant punkten. Trainer Muhammet Dal blickt trotz der schwierigen Situation optimistisch auf die Begegnung. Die Vorbereitung sei insgesamt ordentlich verlaufen. Ein besonderer Höhepunkt war dabei das Trainingslager in Prag, das der Mannschaft zusätzliche Impulse geben sollte. „Es ist ein ungemein wichtiges Nachholspiel. Für uns ist eigentlich jedes Spiel bis zum Saisonende wichtig und wir wollen zu Hause unbedingt gewinnen“, betont Dal. Personell kann der SCE weitgehend aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Josef Gradl und Manuel Schmidt steht der Kader zur Verfügung. Zudem könnte ein Neuzugang erstmals im Aufgebot stehen: Der künftige Trainer Benjamin Scheidler, der den Verein zur neuen Saison übernehmen wird, wird die Mannschaft vom Rußweiher voraussichtlich bereits jetzt als Spieler unterstützen.
Mit dem TSV Eslarn reist allerdings ein starker Gegner nach Eschenbach. Die Gäste gehörten bereits vor der Winterpause zu den formstärkeren Teams der Liga und stehen nicht ohne Grund im vorderen Tabellendrittel. Trainer Peter Rackl zeigte sich mit der Vorbereitung seiner Mannschaft ebenfalls zufrieden, auch wenn das Wetter den Trainingsplan zeitweise durcheinanderbrachte. Bereits Anfang Januar startete das Team mit individuellen Laufeinheiten, ehe man später auf den Platz zurückkehren konnte. Als besonderes Highlight bezeichnete Rackl das Trainingslager im tschechischen Pilsen am vergangenen Wochenende. Dieses habe nicht nur sportlich Fortschritte gebracht, sondern auch das Mannschaftsgefüge weiter gestärkt. Entsprechend selbstbewusst reist Eslarn nach Eschenbach. „Alles andere als drei Punkte wären eine Enttäuschung, wenn wir vorne noch einmal oben ranschnuppern möchten“, erklärt Rackl. Positiv sei zudem, dass der Kader nahezu komplett zur Verfügung steht. Auch einige Langzeitverletzte sind inzwischen zurückgekehrt, darunter Sandro Pregler, der in dieser Saison bislang noch kein Punktspiel bestreiten konnte. (Hinspiel 2:2)
15 Uhr: ASV Haidenaab (10) – FC Vorbach (11.)
Für beide Mannschaften steht dabei weit mehr als nur ein gewöhnliches Punktspiel auf dem Programm. Trotz der freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Vereinen müssen diese für 90 Minuten beiseitegelegt werden, denn im Kampf um den Klassenerhalt zählt für beide Teams jeder Zähler. Die Ausgangslage vor der Partie ist angespannt. Der Abstand zu den hinteren Tabellenrängen beträgt nur wenige Punkte, sodass sowohl die Gastgeber als auch die Gäste dringend punkten müssen. Der Sieger könnte im Tabellenkeller etwas aufatmen, während der Verlierer weiterhin unter Druck stehen würde.
Die Vorbereitung verlief für die Gastgeber aus Oberfranken alles andere als optimal. Trainer Michael Kaufmann berichtet von schwierigen Bedingungen durch die Witterung. Erst Anfang März konnte seine Mannschaft erstmals wieder auf dem Rasen trainieren. Zuvor waren lediglich Laufeinheiten und Training in der Halle möglich. Zusätzlich plagen den Kader derzeit einige personelle Sorgen. Mehrere Spieler sind erkrankt oder angeschlagen, weshalb ihr Einsatz zum Auftakt noch ungewiss ist. Kaufmann selbst wird am Sonntag nicht an der Seitenlinie stehen können. Trotz dieser Umstände blickt der Trainer mit Zuversicht auf die Begegnung. In der vergangenen Trainingswoche wurde noch einmal intensiv gearbeitet, um möglichst gut vorbereitet in die Partie zu gehen. Für die Mannschaft ist es vor allem wichtig, im direkten Vergleich mit dem Tabellennachbarn nicht den Kürzeren zu ziehen. Ein Sieg zum Auftakt wäre aus Sicht der Gastgeber besonders wertvoll. Mindestens aber möchte man nach dem Spiel weiterhin vor Vorbach in der Tabelle stehen.
Auch beim FC Vorbach wurde die Winterpause intensiv genutzt. Unter der Leitung des neuen Trainers Markus Tusek arbeitete das Team konzentriert an Fitness und Spielabläufen. Der Übungsleiter zeigte sich mit Trainingsbeteiligung und Einstellung seiner Mannschaft zufrieden. Die Testspiele hätten wichtige Erkenntnisse geliefert, auch wenn der Kader dabei selten vollständig zur Verfügung stand. Tusek sieht seine Mannschaft dennoch gut gerüstet für die anstehenden Aufgaben. Besonders hebt er den starken Teamgeist innerhalb der Mannschaft hervor. Gleichzeitig weiß er um die Schwierigkeit der Aufgabe in Haidenaab. Der Gegner sei besser, als es die aktuelle Tabellenposition vermuten lasse. Vor allem die individuellen Stärken einzelner Spieler müsse seine Mannschaft in den Griff bekommen.
Die Gäste reisen daher mit Respekt, aber auch mit klaren Zielen an. Mindestens einen Punkt möchte Vorbach aus der Partie mitnehmen. Wer letztlich auflaufen kann, wird sich jedoch erst kurzfristig entscheiden, da auch beim FC Vorbach einige Personalfragen noch offen sind.
15 Uhr: SV Kohlberg/Röthenbach (14) – SV 08 Auerbach (1)
Zum Auftakt nach der Winterpause kommt es zu einem scheinbar klaren Duell: Der Tabellenletzte TSV Kohlberg empfängt den Spitzenreiter SV 08 Auerbach. Doch gerade solche Spiele haben im Fußball oft ihre eigenen Gesetze. Nach der langen Pause wissen beide Mannschaften noch nicht genau, wo sie stehen – und für den Favoriten besteht immer die Gefahr, den Gegner zu unterschätzen.
Für die Gastgeber aus Kohlberg beginnt mit dem Spiel die entscheidende Phase im Kampf um den Klassenerhalt. Trainer Eugenio Wild blickt auf eine Vorbereitung zurück, die stark von den Witterungsbedingungen geprägt war. Über weite Strecken waren nur Lauf- und Krafteinheiten möglich, Training auf dem Platz dagegen eher selten. Erst im Trainingslager konnte seine Mannschaft wieder intensiver an den fußballerischen Grundlagen arbeiten, die im Abstiegskampf entscheidend sein werden. Mit den absolvierten Testspielen zeigte sich der Kohlberger Trainer dennoch zufrieden. Jetzt werde sich allerdings im ersten Pflichtspiel zeigen, wie weit die Mannschaft tatsächlich ist. Für seine Mannschaft sei ohnehin jedes Spiel ein Endspiel, und gerade ein Duell mit dem Tabellenführer könne zusätzliche Motivation freisetzen.
Ganz andere Zielsetzungen verfolgt der SV 08 Auerbach. Die Mannschaft von Trainer Daniel Maier hat die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Bezirksliga weiterhin in der eigenen Hand. Zwar liegt man derzeit punktgleich mit dem Verfolger Trabitz, allerdings hat Auerbach noch zwei Spiele weniger absolviert und damit eine sehr gute Ausgangsposition im Titelrennen. Auch in Auerbach ist man froh, dass die Winterpause beendet ist und der Spielbetrieb wieder aufgenommen wird. Maier zeigte sich mit der Vorbereitung insgesamt zufrieden, auch wenn die äußeren Bedingungen nicht immer ideal waren. Besonders die Testspiele gegen den FC Amberg und den SV Hahnbach stimmen den Trainer optimistisch für die kommenden Aufgaben. Unabhängig vom jeweiligen Gegner möchte der Tabellenführer an die starken Leistungen der Hinrunde anknüpfen. Ziel ist es, die positive Entwicklung fortzusetzen und sich in den verbleibenden Wochen der Saison weiter zu steigern. Ein erfolgreicher Start nach der Winterpause hätte dabei große Bedeutung, um den Vorsprung im Aufstiegsrennen zu festigen. (Hinspiel 1:7)
Kreisliga Nord
Weitere Infos gibt es auf den Seiten des BFV.




