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Renaturierte Vils bei Vilseck stärkt Hochwasserschutz und Artenvielfalt

Gressenwöhr. Am 29. April wurde der ökologisch ausgebaute Vils-Abschnitt offiziell eingeweiht. Die Renaturierung schafft über 2.500 m³ Retentionsraum, stärkt den Hochwasserschutz und belebt Lebensräume.

Gressenwöhr. Am 29. April wurde der ökologisch ausgebaute Vils-Abschnitt offiziell eingeweiht. Die Renaturierung schafft über 2.500 m³ Retentionsraum, stärkt den Hochwasserschutz und belebt Lebensräume.
Das Foto zeigt den Moment der symbolischen Freigabe des umgestalteten Vils-Abschnittes. Zu sehen sind (von links) Stellvertretender Landrat Michael Rischke, Pfarrer Matthias Weih, Behördenleiter Mathias Rosenmüller (Wasserwirtschaftsamt Weiden), 1. Bürgermeister HansMartin Schertl (Stadt Vilseck), Nancy Pluta (Ingenieurbüro WernerConsult), Projektleiter Christian Motz (Wasserwirtschaftsamt Weiden), 2. Bürgermeister Thorsten Grädler (Stadt Vilseck), Landtagsabgeordneter Bernhard Heinisch, 2. Bürgermeister Hans Klann (Gemeinde Edelsfeld), Michael Zach (Firma Gebr. Donhauser), Andreas Ettl (Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz), Stefan Bauer (Regierung der Oberpfalz) und Pfarrer Hrudaya Kumar Madanu. Foto: Andreas Stock, Wasserwirtschaftsamt Weiden

Renaturierte Vils bei Vilseck stärkt Hochwasserschutz und Artenvielfalt

Nach mehrjährigen Planungen und Bauarbeiten ist die Renaturierung der Vils bei Gressenwöhr auf einem Grundstück der Stadt Vilseck nun abgeschlossen. Bei einem Festakt haben Vertreter der Stadt Vilseck, der Regional- und Landespolitik und des Wasserwirtschaftsamtes Weiden als Bauträger heute den umgestalteten Abschnitt der Vils symbolisch und mit kirchlichem Segen freigegeben. Mit der ökologischen Umgestaltung des Gewässers wird nicht nur der Lebensraum für Fische, Pflanzen und weitere wassergebundene Arten verbessert, sondern auch zusätzlicher Retentionsraum geschaffen – insgesamt ein wichtiger Beitrag zum Hochwasserschutz und zur Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie.

Festakt zur Freigabe des umgestalteten Vils-Abschnitts

Die Maßnahme begann 2019 mit der Beauftragung des Ingenieurbüros WernerConsult aus München für die Erstellung der Planung. Nach Abschluss der Planung im Frühjahr 2021 konnten die Ergebnisse dem Stadtrat der Stadt Vilseck vorgestellt werden. Das Landschaftsplanungsbüro Neidl+Neidl aus Sulzbach-Rosenberg steuerte die naturschutzfachliche Planung bei, mit einem besonderen Augenmerk auf die Belange des Artenschutzes und die Verträglichkeit mit den Natura-2000-Zielen.

Bauliche Umsetzung: Naturnahes Gewässerbett mit Flussschleifen

Mit Vorliegen der erforderlichen Genehmigungen begann das Bauunternehmen Gebr. Donhauser GmbH & Co. KG aus Schwandorf im September 2024 mit der baulichen Umsetzung der Maßnahme. Der Fluss erhielt mit zwei zusätzlichen Flussschleifen ein abwechslungsreich gestaltetes, naturnahes Gewässerbett mit unterschiedlich breiten Abschnitten, flacheren Ufern sowie Flachwasserzonen und Tiefstellen. Eingebaute Strukturelemente wie Störsteine und Wurzelstöcke schaffen neue Strömungsverhältnisse und bieten zahlreichen Wasserorganismen wertvolle Lebensräume.

Der bisherige Flusslauf bleibt als Altarm und Flutmulde erhalten und trägt weiterhin zur ökologischen Vielfalt des Gebietes bei. Das bei den Erdarbeiten anfallende Bodenmaterial wurde vor Ort zu Geländeverwallungen geformt und begrünt und somit harmonisch in die umgebende Landschaft mit eingebunden. „Mit der gelungenen Renaturierung haben wir ein wichtiges Etappenziel für die ökologische Verbesserung erreicht. Das neue Flussbett bietet nun wieder Platz für natürliche Dynamik und vielfältige Lebensräume. Hier ist ein Stück lebendige Natur zurückgekehrt“, erklärt Christian Motz, Projektleiter des Wasserwirtschaftsamtes Weiden.

Hochwasserschutz: Zusätzlicher Retentionsraum für Vilseck

Eine hydraulische Berechnung bestätigt, dass das Hochwasserrisiko für die angrenzende Ortschaft durch die Umgestaltung nicht erhöht wird. Darüber hinaus stehen in dem umgestalteten Flussabschnitt nunmehr über 2.500 m³ zusätzlicher Retentionsraum zur Verfügung. „Wir freuen uns, unseren Bürgerinnen und Bürgern auf diese Weise eine Ausgleichsmöglichkeit für Einzelbauvorhaben im Überschwemmungsgebiet der Vils anbieten zu können“, erzählt Hans-Martin Schertl, 1. Bürgermeister der Stadt Vilseck. Aus diesem Grund beteiligt sich die Stadt Vilseck finanziell an den Kosten für die Planung und Umsetzung des Vorhabens.

„Dieses Projekt zeigt, wie gute Zusammenarbeit zwischen Freistaat Bayern und den Kommunen funktioniert, um gemeinsam einen nachhaltigen Beitrag sowohl zur ökologischen Verbesserung der Gewässer als auch zur Hochwasservorsorge zu leisten“, stellt Mathias Rosenmüller, Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Weiden, abschließend fest.

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