Kreisliga Nord: Grafenwöhr eilt von Sieg zu Sieg
Kreisliga Nord: Grafenwöhr eilt von Sieg zu Sieg
Kreisliga Nord, 8. Spieltag
Freitag, 11.09.2026
SC Eschenbach – FC Tremmersdorf-Speinshart 2:4 (1:2)
Jonas Frank und Christofer Neukam brachten die Gäste aus dem nur fünf Kilometer entfernten Tremmersdorf vor einer beachtlichen Kulisse von über 200 Zuschauern früh auf die Siegerstraße. Doch der SC Eschenbach bewies große Moral, kämpfte sich couragiert zurück in die Partie und schaffte noch vor dem Pausenpfiff den extrem wichtigen Anschluss durch Arthur Quast. Derselbe Spieler traf kurz nach dem Seitenwechsel sogar zum viel umjubelten 2:2-Ausgleich und machte so den ersehnten ersten Punktgewinn für Eschenbach scheinbar greifbar. In der Schlussphase drehten die Gäste jedoch noch einmal entscheidend auf: Erneut Frank sowie Moritz Dötsch besiegelten mit den letzten beiden Treffern des Tages den Auswärtssieg.
SC-Spielertrainer Benjamin Scheidler fasste die Niederlage nach dem Spiel enttäuscht zusammen: „Natürlich ist die Enttäuschung nach der 2:4-Niederlage im Derby groß. Gerade weil wir nach einem 0:2-Rückstand zurückkommen und zum 2:2 ausgleichen, war heute sicherlich mehr drin. Der Mannschaft kann ich trotzdem keinen Vorwurf machen, Einsatz und Wille waren da. Leider haben wir danach wieder die gleichen Fehler gemacht und den Gegner dadurch erneut eingeladen, das Spiel für sich zu entscheiden. Nach acht Spielen stehen wir weiterhin mit null Punkten da. Das ist natürlich bitter, aber wir werden jetzt nicht anfangen, alles infrage zu stellen. Wir wollen ruhig weiterarbeiten, zusammenbleiben und weiter an uns glauben. Irgendwann wird der Knoten platzen, davon bin ich überzeugt. Glückwunsch an Robse und sein Team.“
FCT-Trainer Robert Schäffler zeigte sich mit der Punkteausbeute zufrieden: „Wir starten stark in die Partie und haben die ersten 20 bis 25 Minuten klar im Griff. So konnten wir auch mehr als verdient 2:0 in Führung gehen. Nach dem 1:2 durch einen Sonntagsschuss kippte das Spiel und Eschenbach kam vor der Halbzeit zu weiteren Chancen. Nach der Pause mussten wir das 2:2 nach einem Freistoß hinnehmen, zeigten mit dem schnellen 3:2 aber eine wichtige Reaktion. Mit dem 4:2 konnten wir schließlich den Deckel draufmachen. Insgesamt sind wir mit den drei Punkten zufrieden. Das Spiel zeigt aber erneut, dass es in der Kreisliga 90 Minuten volle Konzentration braucht.“
TSV Reuth – SV TuS/DJK Grafenwöhr 1:3 (0:0)
Lange Zeit bot der TSV Reuth dem ungeschlagenen Spitzenreiter tapfer Paroli, doch am Ende durften die Gäste aus Grafenwöhr ihren bemerkenswerten achten Saisonsieg feiern. Im ersten Durchgang hielt die dicht gestaffelte Defensive der Hausherren stark dagegen, doch kurz nach der Pause brach Luca Reiß in der 51. Spielminute mit dem 0:1 schließlich den Bann. Die Brüder Xavier und Marcello Siemski erhöhten in der Folge auf 3:0 für den Tabellenführer, ehe Justus Bader den verdienten Ehrentreffer für aufopferungsvoll kämpfende Reuther markieren konnte.
Reuths Spielertrainer Martin Bächer sah eine Wiederholung der vergangenen Wochen: „Unser Auftritt war heute eigentlich die Blaupause vom letzten Spiel in Tremmersdorf. Eine gute erste Halbzeit. Dann kommen wir ziemlich schnell nach der Pause in Rückstand und können die Phase nicht ohne das zweite Gegentor überstehen. Letztlich war der Spielverlauf dann doch das Resultat aus dem Grafenwöhrer Dauerdruck. Lediglich ein möglicher Elfmeter beim Stand von 0:0 hätte wohl unsere Chancen, etwas zu holen, erhöht.“
Grafenwöhrs Trainer Turan Bafra zollte zunächst einem Kollegen Respekt: „Als erstes möchte ich Daniel Liermann sagen: Ich wünsche ihm alles Gute für die Zukunft. Heute am Ende ein 3:1. Die Reuther haben einige Ausfälle gehabt, haben sich in die Bälle reingeworfen, richtig ordentliche Sache. Nichtsdestotrotz: Es muss zur Halbzeit schon 3:0 für uns stehen, wir haben gefühlt 80 Prozent Ballbesitz gehabt. In der Halbzeit haben wir dann gesagt, dass wir geduldig weiterspielen. Die Tore kamen dann nacheinander. Luca Reiß ist unser Dosenöffner gewesen, dann haben die zwei Siemskis nachgelegt. Wir sind froh, dass wir einen souveränen Sieg eingefahren haben, eine sehr reife Mannschaftsleistung, wirklich Gegner und Ball dominiert.“
Sonntag, 13.09.2026
TSV Eslarn – FC Dießfurt 4:1 (2:0)
Einen deutlichen und zu keiner Zeit gefährdeten Heimsieg feierten die heimstarken Grenzstädter am Sonntagnachmittag gegen den FC Dießfurt. Benedikt Rieder und Johannes Beigler stellten mit ihren Treffern schon vor der Halbzeitpause die Weichen auf Sieg. Nach dem Seitenwechsel ließen Lukas Pavlicek und Sebastian Rieder keine Zweifel mehr aufkommen und schraubten das Ergebnis nach oben. Den späten Ehrentreffer für die Gäste markierte Ondrej Ruda.
Heimtrainer Peter Rackl zeigte sich hochzufrieden mit der dominanten Vorstellung seiner Elf: „Wir haben von Anfang an gezeigt, dass es für den Gast schwer sein wird. Top motiviert, konzentriert und spielbestimmend habe ich zu keiner Sekunde am Erfolg meiner Mannschaft gezweifelt. Wichtig war, nach Vorbach weiter in der Spur zu bleiben – das haben wir geschafft. Ein verdienter Heimdreier! Dickes Lob auch noch an Bene Rieder, unser Youngster, der in der A-Jugend spielt und heute den Torreigen eröffnet hat.“
Henry Schraml vom FC Dießfurt analysierte die verdiente Niederlage schonungslos: „Ersatzgeschwächt musste der FC Dießfurt nach Eslarn reisen. Dießfurt kam fast zu keiner Zeit ins Spiel. Nur die ersten 15 Minuten waren ausgeglichen. Mit einem Pressschlag setzte sich Rieder durch und vollendete eiskalt zum 1:0. Danach versuchte Dießfurt, den Ausgleich zu erzielen. Aber zu viele Ungenauigkeiten im Passspiel sprachen dagegen, der letzte Pass fehlte. Kurz vor der Halbzeit fiel das 2:0 mit einem super Schuss von Beigler. In der zweiten Halbzeit dominierte fast überwiegend Eslarn. Dießfurt schoss noch in der Schlussphase das Ehrentor. Letztendlich war die Niederlage nach fünf Spielen ohne Niederlage verdient.“
SV Altenstadt/WN. – SV Kulmain 6:1 (4:0)
Einen wahren Sahnetag erwischten die Kicker des Aufsteigers aus Altenstadt. Die Heimmannschaft dominierte das Spielgeschehen nach Belieben und überrollte den SV Kulmain. Vor allem Vehbi Zogsi brachte Heimtrainer Marvin Häffner mit einem beeindruckenden Dreierpack ins Schwärmen. Auch Stürmer Fabian Zeus bewies mit zwei Treffern seine immense Torgefahr, den Schlusspunkt der Altenstädter Torflut setzte Mohamed Zouhri. Für die desolaten Gäste aus Kulmain konnte lediglich Nicolas Pusiak etwas Ergebniskosmetik betreiben.
Heimtrainer Häffner lobte sein Team in den höchsten Tönen: „Absolut verdienter Sieg! Auch von der Höhe. Erste Halbzeit überragend Fußball gespielt, 4:0 Halbzeitführung gehabt. In der zweiten Halbzeit haben wir es vielleicht ein bisschen zu locker genommen, weil es schon 4:0 stand. Da ist Kulmain ein bisschen ins Spiel gekommen. Unser Torwart hatte aber überragende Aktionen. Die Tore waren super herausgespielt, und wir haben in Unterzahl sogar noch zwei Tore geschossen. Eine überragende Leistung meiner Jungs.“
Auf der Gegenseite herrschte beim SV Kulmain tiefe Enttäuschung. Florian Greger fand klare Worte für den indiskutablen Auftritt: „Wir verschliefen die erste Halbzeit komplett und lagen bereits deutlich zurück. Nach der Pause zeigten wir uns verbessert und kamen zum Anschlusstreffer, verpassten es aber, nachzulegen. Zwei weitere vermeidbare Gegentore besiegelten schließlich die deutliche 1:6-Niederlage.“
TSV Erbendorf – FC Vorbach 4:0 (1:0)
In einem über weite Strecken eher zähen Kreisligaspiel behielt der TSV Erbendorf am Ende doch recht deutlich mit 4:0 die Oberhand gegen den FC Vorbach. Als Torschützen für die Hausherren trugen sich Marvin Mohr (mit einem Doppelpack), Sandro Hösl und Bastian Wiesent in die Spielberichte ein.
Erbendorfs Trainer Roland Lang war mit dem nackten Ergebnis deutlich zufriedener als mit der gezeigten spielerischen Leistung seiner Mannschaft: „Das Ergebnis ist deutlich besser, als das Spiel tatsächlich war. Es war ein verdienter Sieg, aber die Performance war eher so wie das Wetter. Wichtig war am Ende, dass hinten die Null steht und wir die drei Punkte eingefahren haben.“
Trotz der scheinbar klaren Auswärtsniederlage zeigte sich Vorbachs Trainer Manuel Lautner nicht unzufrieden mit dem Auftritt seiner ersatzgeschwächten Elf: „Wir sind gut in die Partie gekommen und haben genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Erbendorf hatte extrem wenig Tormöglichkeiten und wir gerieten dann sehr unglücklich durch einen Foulelfmeter in Rückstand. Bei dem berechtigten Elfmeter gab es im Vorfeld aber ein klares Foul an unserem Spieler. Nach der Gelb-Roten Karte gegen uns trafen die Erbendorfer noch dreimal. Das Ergebnis ist in meinen Augen am Ende zwei Tore zu hoch ausgefallen.“
TSV Pleystein – FC Weiden-Ost II 2:0 (1:0)
Am achten Spieltag hat es nun auch den FC Weiden-Ost erwischt. Der bis dato ungeschlagene Tabellenzweite musste beim stark aufspielenden Aufsteiger TSV Pleystein die erste Saisonniederlage hinnehmen. Pleysteins überragender Torjäger Moritz Hartwig avancierte mit einem Doppelpack zum unumstrittenen Matchwinner und sicherte seinem Team den eminent wichtigen Heimsieg.
Daniel Vater vom TSV Pleystein lobte die couragierte Leistung der Hausherren: „Wir waren heute von der ersten Spielminute an hellwach und absolut aggressiv in den Zweikämpfen. Unser Team hat das Spiel hervorragend angenommen und auch völlig verdient den Führungstreffer erzielen können. Leider konnten wir bis zur Pause nicht frühzeitig nachlegen. In der zweiten Halbzeit spielten uns die Platzverweise der Gäste dann natürlich perfekt in die Karten und so machte Hartwig ein schönes Tor zum Sieg. Beim Spiel elf gegen acht war es dann ehrlicherweise nur noch ein Sommerkick, bei dem vielleicht das ein oder andere Tor noch hätte fallen können. Großes Lob vom Trainerteam an die gesamte Mannschaft, es war ein hochverdienter Sieg.“
Die Weidener dezimierten sich im zweiten Durchgang selbst gravierend: Anton Schepelew und Trainer Tim Schlesinger sahen die Gelb-Rote Karte, zudem kassierte Leonard Zwick einen glatten Platzverweis. Schlesinger fasste sich nach der Partie kurz und bündig: „Schwache Leistung aller Beteiligten in diesem Spiel – wir von unserer Seite gestehen es uns ein. Fakt ist: Diese Niederlage haut uns nicht um!“
ASV Haidenaab – SpVgg Trabitz 0:2 (0:0)
Die favorisierten Gäste aus Trabitz bestimmten zwar das Spiel, brauchten aber viel Geduld, um den Abwehrriegel der mutig kämpfenden Hausherren zu knacken. Erst in der 75. Spielminute erlöste der eingewechselte Joel Albers die SpVgg mit einem echten Traumtor zum 0:1. Mike Grimm machte in der Nachspielzeit mit dem Treffer zum 0:2 endgültig den Deckel auf die umkämpfte Partie.
ASV-Trainer Michael Kaufmann zeigte sich stolz auf die Leistung seiner Rumpfelf: „Wir haben auf dem tiefen Platz ein wenig gebraucht, bis wir uns eingestellt haben. Die Mannschaft hat heute läuferisch und kämpferisch alles gegeben – absolut kein Vorwurf! Ich bin total zufrieden. Die Ausfälle, wie kurzfristig Christian Scherm oder im Zentrum Florian Langsteiner und Walter, tun natürlich weh. Insgesamt muss ich sagen: Individuelle Klasse hat heute gegen den reinen Kampfgeist gewonnen. Der Sieg ist nicht unverdient, der Gegner hatte mehr Ballbesitz. Aber in der zweiten Halbzeit hatten sie keine hundertprozentigen Chancen. Dann verlieren wir durch einen 35-Meter-Schuss in den Winkel – ein Traumtor, das kannst du schwer verteidigen. Ich glaube, ohne dieses Tor geht das Spiel unentschieden aus. Schade, dass wir uns für unseren enormen Einsatz nicht belohnen konnten.“
Christian Recht von der SpVgg Trabitz sah einen hochverdienten Erfolg: „Nach einer turbulenten Woche haben wir die passende Antwort auf dem Platz gegeben. Von der ersten bis zur letzten Minute waren wir spielbestimmend, druckvoll, präsent in den Zweikämpfen und überlegen. Bereits in der ersten Halbzeit hatten Miro Spirek, Timo Göllner und Adam Cisek beste Chancen. Haidenaab konzentrierte sich nahezu ausschließlich auf die Defensive. In der 74. Minute belohnten wir uns endlich, als Joel Albers den Ball aus 25 Metern in den rechten Winkel jagte. Mit dem Schlusspfiff machte Mike Grimm per Kopf unseren verdienten Auswärtssieg perfekt. Gratulation an Fabi Helleder und Stefan Schlaffer zu einer absolut gelungenen Premiere in der Verantwortung.“
Kreisliga Nord
Weitere Infos gibt es auf den Seiten des BFV.




