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Kreisliga Nord: Letzter Spieltag in der Hinrunde steht an

Weiden. Der Herbstmeister mit Grafenwöhr steht bereits fest, nun geht es um wichtige Punkte vor der Winterpause. Und dies gilt für alle Mannschaften in der Kreisliga.

Kreisliga Nord: Letzter Spieltag in der Hinrunde steht an

Der FC Vorbach will im emotionalen Derby gegen Tremmersdorf einen Sieg einfahren. Archivfoto: Jürgen Masching

Kreisliga Nord, 13. Spieltag

Samstag, 17.10.2026

SV TuS/DJK Grafenwöhr – FC Weiden-Ost

Nach der ersten Saisonniederlage will Tabellenführer SV TuS/DJK Grafenwöhr am Kirwa-Samstag zurück in die Erfolgsspur. In Tremmersdorf hatte die Mannschaft von Trainer Turan Bafra zuletzt mit 2:4 den Kürzeren gezogen. Bafra ordnet das Spiel nüchtern ein: „Das Spiel in Tremmersdorf ist abgehakt, ganz klar, und der Fokus liegt jetzt auf Samstag. Wir erwarten mit dem FC Weiden-Ost eine unangenehme, junge Truppe mit einem sehr ehrgeizigen Trainer. Die werden uns das Leben schwer machen, aber die Niederlage in Tremmersdorf wird uns nicht umhauen.“ Man wolle wieder sein Spiel aufziehen und die drei Punkte zur Kirwa in Grafenwöhr lassen, den nächsten Heimsieg peile man auf jeden Fall an. Personell gibt es Positives zu vermelden: Bis auf zwei Langzeitverletzte ist der Kader wieder komplett. Einen besonderen Dank richtete Bafra an Physiotherapeutin Lea, die es immer wieder schaffe, dass die Spieler samstags topfit auf dem Platz stünden.

Die Gäste aus Weiden haben in der Hinrunde eine Berg- und Talfahrt erlebt und stehen im Tabellenmittelfeld. Trainer Tim Schlesinger geht ohne Druck in die Partie: „Super Ausgangslage, keiner rechnet mit einem Sieg. Es fehlen wie bereits seit Wochen viele Spieler, und fürs Wochenende wird es personell noch angespannter. Diese Situationen hauen uns jedoch kein bisschen um. Wir sind mehr als im Soll, was mich unendlich stolz auf die Jungs macht.“

TSV Eslarn – TSV Erbendorf

Auch der TSV Eslarn hat die Hinrunde mit unterschiedlichen Ergebnissen absolviert: Auf überraschende Erfolge folgten teils sehr schwere Rückschläge. Im letzten Heimspiel will man nun dem starken Gegner aus Erbendorf die Punkte streitig machen, auch wenn das ein schweres Unterfangen wird. Spielertrainer Peter Rackl spricht von einem „richtig harten Brocken zum Kirwawochenende“: „Wir wollen von Beginn an das Spiel bestimmen, unsere Heimstärke zeigen und gemeinsam mit unseren Fans einen Kirwasieg feiern. Es gilt vor allem, die gute Offensive der Erbendorfer in den Griff zu bekommen, das wird eine Mammutaufgabe für unsere Verteidigung. Wenn wir das schaffen, können wir erfolgreich sein.“

Gästetrainer Roland Lang war mit den gezeigten Leistungen zwar nicht immer zufrieden, der Tabellenplatz des TSV Erbendorf kann sich aber sehen lassen. Nach dem 3:1 gegen Altenstadt geht es nun an die Grenze: „Dort haben wir gefühlt seit hundert Jahren nicht mehr gewonnen. Wir sind auch nicht so blauäugig und erhoffen uns einen schlechten Tag der Heimmannschaft. Das wird zur Kirwa nicht passieren. Wenn wir erfolgreich sein wollen, müssen wir unsere Topleistung abrufen.“ Personell sehe es Stand jetzt gut aus für Samstag.

SpVgg Trabitz – FC Dießfurt

Nach dem deutlichen 5:0 gegen den FC Vorbach will die SpVgg Trabitz am Kirwa-Samstag nachlegen. „Wir wollen direkt nachlegen und den positiven Trend bestätigen“, erklärt Christian Recht. Mit Dießfurt kommt eine Mannschaft, die vor allem durch Kampfgeist und Zweikampfstärke auffällt. „Darauf müssen wir uns einstellen, von Beginn an dagegenhalten und dann versuchen, unsere spielerische Qualität auf den Platz zu bringen.“ Der Abstand zum Spitzenreiter sei wieder kleiner geworden, man wolle dranbleiben und zur Stelle sein, wenn sich vorne Möglichkeiten ergeben. Der Kader sei bis auf zwei bis drei Ausfälle nahezu komplett, das Ziel bleibe, bis zur Winterpause möglichst alle Spiele zu gewinnen: „Am Samstag wollen wir den nächsten Schritt machen und die drei Punkte in Trabitz behalten!“

Beim Aufsteiger aus Dießfurt kann man mit der Hinrunde recht zufrieden sein. Auch wenn es nicht immer einfach war, hat man genügend Abstand zu den hinteren Tabellenplätzen geschaffen. Henry Schraml weiß, dass beim Tabellenzweiten die Punkte hoch hängen: „Nur wenn jeder Spieler 110 Prozent bringt und mit Mut ins Spiel geht, kann man was holen. Man muss die Räume eng machen, damit Trabitz nicht ins Kombinationsspiel kommt, und selbst Nadelstiche setzen.“ Rückenwind gibt der wichtige Sieg in Haidenaab.

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Sonntag, 18.10.2026

SV Altenstadt/WN – TSV Reuth

Auch der Aufsteiger aus Altenstadt/WN hat eine starke Vorrunde gespielt. Vor allem auf heimischem Geläuf schoss man so manches „Eishockeyergebnis“ heraus. Nun will man auch im letzten Heimspiel die Punkte einbehalten. Trainer Marvin Häffner: „Sonntag spielen wir wieder in unserem Wohnzimmer. Nach zwei Siegen in Folge mussten wir leider in Erbendorf mit leeren Händen heimfahren. Aber zuhause treten wir in dieser Saison sehr stark auf und wollen ab der ersten Minute konzentriert und fokussiert an die Sache herangehen, wie in den Spielen davor gegen Weiden-Ost und Eslarn.“ Mit Reuth komme ein Gegner, den er schlecht einschätzen könne, man wolle sich nur auf das eigene Spiel konzentrieren und den Gegner keinesfalls unterschätzen.

Der Gast aus Reuth hat eine bislang schwere Saison durchlebt. Immer wieder musste man knappe Niederlagen einstecken und steht auf dem Relegationsplatz, allerdings mit Tuchfühlung nach oben. Spielertrainer Martin Bächer: „Altenstadt ist wohl das Team, das in den letzten Wochen mit einigen Eishockey-Ergebnissen mit am meisten für Aufsehen gesorgt hat. Wir treten deshalb mit Respekt, aber natürlich auch selbstbewusst das letzte Spiel der Vorrunde an.“

SV Kulmain – ASV Haidenaab

Derbyzeit in Kulmain: Zu Gast ist der Nachbar aus Oberfranken, der ASV Haidenaab. Mit dem hohen 8:0 in Eschenbach hat sich der SVK etwas den Frust der bisherigen Spiele von der Seele geschossen, denn so ganz lief es zuletzt nicht. Florian Greger: „Wir wollen von Anfang an präsent sein und alles daransetzen, die Punkte in Kulmain zu behalten. Wir kennen den Gegner, wissen um die Stärken der einzelnen Spieler und sind uns bewusst, was auf uns zukommt. Entscheidend wird sein, dass wir von Beginn an gut dagegenhalten und unsere eigenen Qualitäten auf den Platz bringen. Aus den letzten beiden Spielen konnten wir Selbstvertrauen mitnehmen. Daran wollen wir anknüpfen und das Derby schlussendlich für uns entscheiden.“

Beim ASV steht man weiterhin nicht in gesicherten Fahrwassern. Der Trainer der Gäste, Michael Kaufmann, sagt: „Wir haben nach dem Sieg in Vorbach verpasst nachzulegen. Ein Sieg zu Hause wäre sehr wichtig und wohl auch drin gewesen. Nun folgt das schwere Auswärtsspiel in Kulmain, die nach dem Kantersieg natürlich mit breiter Brust auftreten können. Die Bereitschaft, alles auf dem Platz zu lassen, muss wieder zwingend da sein, und zwar konstant über 90 Minuten. Auszeiten und individuelle Fehler kosten uns sehr viele Punkte.“ Ob er selbst wieder an der Seitenlinie stehen kann, entscheide sich erst am Freitagnachmittag. Er dankte der Vereinsführung für die Unterstützung sowie Maxi, Torsten und Markus, die ihn derzeit „super ersetzen“.

FC Vorbach – FC Tremmersdorf-Speinshart

Die Nachbarschaftsduelle zwischen dem FC Vorbach und dem FC Tremmersdorf-Speinshart sind im Terminkalender der Kreisliga Nord immer etwas Besonderes, nicht zuletzt wegen der vielen Zuschauer. Entsprechend groß ist die Vorfreude in beiden Lagern auf den kommenden Sonntag, wenn in Vorbach wieder Derbyzeit ist.

Tremmersdorfs Trainer Robert Schäffler blickt nach zwei weniger erfolgreichen Wochen mit gutem Gefühl auf die Partie: „Meine Mannschaft hat am vergangenen Sonntag eine richtig gute Reaktion gezeigt. Genau diese Einstellung, diesen Kampfgeist und diesen Willen brauchen wir auch am kommenden Sonntag im Derby in Vorbach.“ Vom Tabellenplatz des Gegners dürfe man sich nicht täuschen lassen, warnt Schäffler: „Derbys haben oft ihre eigenen Gesetze, das hat man bereits am letzten Spieltag der vergangenen Saison gesehen, als Vorbach bei uns gewonnen hat. Deshalb müssen wir von Beginn an die richtige Einstellung auf den Platz bringen und alles investieren, um die drei Punkte mit nach Hause zu nehmen.“ Das klare Ziel sei es, dem Gegner nichts zu schenken und mit einem Sieg den Anschluss an die vorderen Tabellenplätze zu halten.

In Vorbach will man dagegen unbedingt punkten, um endlich wieder aus dem Tabellenkeller herauszukommen. Trainer Manuel Lautner: „Das ist immer etwas Besonderes. Motivieren braucht man da niemanden.“ Wie gewohnt sei die Personalsituation noch offen: „Das entscheidet sich erst im Laufe der Woche. Leider Standard bei uns.“ So werden am Sonntagnachmittag wieder zahlreiche Fans nach Vorbach pilgern, um ein besonderes Derby zu erleben.

TSV Pleystein – SC Eschenbach

Für beide Mannschaften geht es in der Kreisliga um viel. Der Aufsteiger aus Pleystein kann mit einem Erfolg eine gute Vorrunde im Mittelfeld abschließen. Dazu muss man allerdings wieder alles einsetzen, um den abgeschlagenen Tabellenletzten aus Eschenbach zu bezwingen. Daniel Vater warnt vor dem Gegner: „Das klingt auf dem Papier einfach, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Wir haben immer noch ein paar Verletzte im Kader und schauen, dass wir bis Sonntag den einen oder anderen wieder fit kriegen. Auch wenn Eschenbach noch keinen Punkt geholt hat, wird ihn keiner unterschätzen, denn wenn uns das passiert, gibt es ein ganz böses Erwachen.“ Es gelte, von der ersten Minute an die Leistungen abzurufen, die man vor dem Spiel in Reuth gebracht habe. Trainer Alexander Schön werde der Mannschaft sicher ins Gewissen reden, „dass wir nicht noch mal so einen Auftritt zeigen wie letzte Woche in Reuth“.

In Eschenbach ist man trotz teils guter Leistungen ratlos: Man steht am Tabellenende und hat noch keinen Zähler eingefahren. Dennoch hält der Verein an Spielertrainer Benjamin Scheidler fest, der sich und die Mannschaft nicht aufgibt: „Wir wollen gegen Pleystein natürlich Wiedergutmachung vom letzten Wochenende betreiben. Es kommt ein hartes Stück Arbeit auf uns zu, aber wir werden alles in die Waagschale werfen, um endlich Punkte zu sammeln. Aktuell ist die Situation sehr unbefriedigend für uns, aber wir wollen weiterhin konzentriert arbeiten und hoffen, dass der Knoten endlich platzt.“