Kreisliga Nord: Spannung pur im Kampf um den Meistertitel
Kreisliga Nord: Spannung pur im Kampf um den Meistertitel
Kreisliga Nord, 24. Spieltag
Freitag, 24.04.2026
SV Kulmain (9) – SV Kohlberg/Röthenbach (14)
Der SV Kulmain steht kurz vor dem rechnerischen Klassenerhalt, will diesen aber nun auch endgültig unter Dach und Fach bringen. Am Freitagabend bietet sich dazu im Heimspiel gegen den bereits abgestiegenen SV Kohlberg/Röthenbach die passende Gelegenheit. Nach mehreren Niederlagen seit der Winterpause ist jedoch auch das Selbstvertrauen der Gastgeber etwas angekratzt, weshalb ein Erfolg umso wichtiger wäre. Trainer Oliver Drechsler blickt daher mit gemischten Gefühlen auf die Partie. Neben der sportlichen Zielsetzung spielt auch die personelle Situation eine entscheidende Rolle: Zunächst müsse man wieder mehr Optionen im Kader haben als zuletzt. Klar ist aber auch, dass man das Spiel unbedingt gewinnen will – nicht zuletzt, um nicht ausgerechnet dem abgeschlagenen Tabellenletzten zum ersten Saisonsieg zu verhelfen. Die Marschroute ist eindeutig: Die drei Punkte sollen in Kulmain bleiben.
Bei den Gästen aus Kohlberg hingegen ist die Situation bereits geklärt. Der Abstieg steht fest, sodass man die verbleibenden Spiele ohne großen Druck angehen kann. Dennoch will sich die Mannschaft keineswegs kampflos ergeben. Trainer Eugenio Wild betont, dass man befreit aufspielen könne, aber trotzdem alles daransetzen werde, noch einen Sieg einzufahren. In den vergangenen Wochen habe man gezeigt, dass man durchaus mithalten kann – nun soll sich das endlich auch in Punkten widerspiegeln. (Hinspiel 1:1)
Sonntag, 26.04.2026
TSV Eslarn (5) – SpVgg Trabitz (2)
Der TSV Eslarn könnte im Saisonendspurt zum entscheidenden Faktor im Meisterschaftsrennen werden. Nach dem Unentschieden in Grafenwöhr und der Niederlage gegen Spitzenreiter Auerbach hat man zwar etwas an Boden verloren, doch nun bietet sich im Heimspiel gegen die SpVgg Trabitz die Chance, erneut Einfluss auf die Tabellenspitze zu nehmen. Spielertrainer Peter Rackl weiß um die Bedeutung der Partie und blickt kämpferisch voraus: Nach der bitteren Niederlage zuletzt wolle man wieder an die starke Leistung aus dem Spiel in Grafenwöhr anknüpfen. Mit Trabitz kommt ein absoluter Topgegner in die Grenzstadt, doch Eslarn hat bereits im Hinspiel gezeigt, dass man auch solche Mannschaften schlagen kann. Entsprechend klar ist die Zielsetzung: Vor heimischem Publikum will man gewinnen und dem Aufstiegskandidaten ein Bein stellen.
Die Gäste aus Trabitz reisen jedoch ebenfalls hochmotiviert an. Zwar hat man es nicht mehr komplett in der eigenen Hand, den ersten Platz zu erreichen, doch man will weiter Druck auf Tabellenführer Auerbach ausüben und auf einen Ausrutscher hoffen. Trainer Thomas Baier warnt vor der schwierigen Aufgabe: Eslarn verfüge vor allem offensiv über viel Qualität, was bereits im Hinspiel deutlich wurde. Entscheidend werde sein, von Beginn an konzentriert und präsent aufzutreten. Gelingt es, die eigene Leistung auf den Platz zu bringen, ist man in Trabitz zuversichtlich, auch diese Hürde meistern zu können. (Hinspiel 5:4)
TSV Reuth (6) – SV 08 Auerbach (1)
Der formstarke TSV Reuth empfängt am Sonntagnachmittag den Tabellenführer aus Auerbach – und könnte damit entscheidend in den Meisterschaftskampf eingreifen. Nach dem überzeugenden Auftritt beim Unentschieden in Grafenwöhr will die Mannschaft von Spielertrainer Martin Bächer nun auch dem Spitzenreiter Punkte abnehmen und die Liga weiter spannend halten. Die Aufgabe hat es jedoch in sich: Mit Auerbach kommt nicht nur der Tabellenführer, sondern auch die offensivstärkste Mannschaft der Liga nach Reuth. Bächer ist sich der Herausforderung bewusst und fordert erneut eine Energieleistung seines Teams. Bereits zuletzt musste man an die Grenzen gehen, um zu bestehen. Hinzu kommt die angespannte Personalsituation – verletzte Spieler werden auch diesmal nicht zur Verfügung stehen. Dennoch will man alles investieren, um dem Favoriten Paroli zu bieten. Brisant: Auch am kommenden Spieltag wartet mit Trabitz ein weiteres Topteam, was die Bedeutung dieser Phase zusätzlich unterstreicht.
Die Gäste aus Auerbach haben sich nach einem zwischenzeitlich schwierigen Saisonverlauf, geprägt von Verletzungssorgen, wieder an die Tabellenspitze zurückgekämpft. Diese Position möchte man in den verbleibenden drei Spielen unbedingt verteidigen. Trainer Daniel Maier richtet den Fokus klar auf die eigene Leistung: Entscheidend sei, die Dinge, die man selbst beeinflussen kann, bestmöglich umzusetzen. Mit Reuth erwartet die Auerbacher jedoch die aktuell wohl formstärkste Mannschaft der Liga. Maier weiß, dass es eine anspruchsvolle Aufgabe wird. Schlüssel zum Erfolg soll erneut eine geschlossene Mannschaftsleistung sein – vor allem im Defensivverbund will man diszipliniert und konsequent auftreten. Gelingt es, über 90 Minuten konzentriert zu arbeiten und die taktischen Vorgaben umzusetzen, traut man sich auch auswärts eine gute Leistung zu. Alles Weitere wird sich dann auf dem Platz entscheiden. (Hinspiel 0:4)
SC Kirchenthumbach (12) – SV TuS/DJK Grafenwöhr (3)
Für die Gastgeber hat der Kampf um die Relegationsplätze am vergangenen Sonntag einen spürbaren Dämpfer erhalten. Nach der Niederlage gegen den direkten Konkurrenten aus Rothenstadt steht man nun vor einem extrem anspruchsvollen Restprogramm. In den letzten drei Spielen warten ausnahmslos die Top-Teams der Liga – den Anfang macht das Derby gegen Grafenwöhr. Trainer Andreas Freiberger ist sich der schwierigen Ausgangslage bewusst: Die Favoritenrolle sieht er klar bei den Gästen, die vor allem offensiv enorme Qualität mitbringen. Für sein Team wird es entscheidend sein, defensiv kompakt zu stehen und über gezielte Nadelstiche nach vorne für Entlastung zu sorgen. Trotz der schwierigen Situation hat man den Glauben noch nicht verloren, denn ein gesicherter Platz ist rechnerisch weiterhin in Reichweite. Entsprechend will man auch gegen die Topteams versuchen, etwas Zählbares mitzunehmen.
Auch bei den Gästen aus Grafenwöhr ist die Stimmung nach dem jüngsten Unentschieden gegen Reuth etwas gedämpft. Zwar spielt man insgesamt eine starke Saison, doch der Rückstand auf Tabellenführer Auerbach ist auf vier Punkte angewachsen, wodurch die Chancen auf die Meisterschaft deutlich gesunken sind. Trainer Turan Bafra spricht von einem ernüchternden Remis, richtet den Blick aber nach vorne: Man müsse auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen, gleichzeitig aber die eigenen Aufgaben konsequent erledigen. Für das Derby in Kirchenthumbach sieht Bafra sein Team dennoch in einer guten Ausgangsposition. Während der Gegner unter Druck steht und unbedingt punkten muss, kann Grafenwöhr vergleichsweise befreit aufspielen. Ziel ist klar ein Sieg, auch wenn man sich auf ein Geduldsspiel einstellt. Personell muss man zwar auf einige verletzte Spieler verzichten, sieht sich aber dennoch gut genug aufgestellt, um die drei Punkte mitzunehmen. (Hinspiel 0:5)
SC Eschenbach (13) – VfB Rothenstadt (10)
Mit zwei Siegen in Folge hat sich der SC Eschenbach eindrucksvoll im Kampf um den direkten Klassenerhalt zurückgemeldet. Entsprechend selbstbewusst geht man nun in das nächste richtungsweisende Duell gegen den VfB Rothenstadt – einen direkten Konkurrenten im Tabellenkeller. Ziel ist klar: den positiven Trend bestätigen und erneut punkten. Trainer Benjamin Scheidler sieht seine Mannschaft auf einem guten Weg, warnt aber gleichzeitig vor zu viel Euphorie. Die jüngsten Erfolge hätten Selbstvertrauen gegeben, dennoch wisse man genau, dass noch ein weiter Weg vor dem Team liege. Vor allem defensiv besteht weiterhin Verbesserungsbedarf – die hohe Anzahl an Gegentoren ist ein klarer Ansatzpunkt. Gegen Rothenstadt wird es daher entscheidend sein, kompakt zu stehen und als geschlossene Einheit zu verteidigen. Offensiv will man hingegen an die zuletzt starken Leistungen anknüpfen. Scheidler fordert von Beginn an Präsenz, Konsequenz in den Zweikämpfen und eine bessere Chancenverwertung.
Auch die Gäste aus Rothenstadt reisen mit Rückenwind an. Nach dem wichtigen Sieg gegen Kirchenthumbach hat man sich etwas Luft im Abstiegskampf verschafft. Trainer Roland Lang weiß jedoch, dass die Situation weiterhin angespannt ist – sowohl tabellarisch als auch personell. Eschenbach schätzt er stärker ein, als es der Tabellenplatz vermuten lässt, und hebt besonders die individuelle Qualität hervor. Entsprechend wäre ein Punktgewinn aus seiner Sicht bereits ein wichtiger Schritt. Alles deutet auf ein intensives und umkämpftes Spiel hin, in dem beide Teams wissen, was auf dem Spiel steht. (Hinspiel 1:1)
TSV Erbendorf (7) – FC Vorbach (11)
Der TSV Erbendorf kann die verbleibenden drei Spiele der Saison ohne großen Druck angehen. Mit einem gesicherten Mittelfeldplatz ist der Klassenerhalt längst unter Dach und Fach, doch Trainer Andreas Häupl will von einem „Auslaufen lassen“ nichts wissen. Im Gegenteil: Die Spannung soll hochgehalten und möglichst viele Punkte noch eingefahren werden. Im Heimspiel gegen den FC Vorbach erwartet er dennoch eine anspruchsvolle Aufgabe. Entscheidend werde sein, an die zuletzt gezeigten Leistungen anzuknüpfen und vor dem Tor konsequenter zu agieren. Personell muss Erbendorf allerdings auf Bastian Wiesent verzichten, der für den Rest der Saison ausfällt.
Ganz anders ist die Lage bei den Gästen aus Vorbach. Nach zuletzt drei Niederlagen und einem Unentschieden ist die Verunsicherung spürbar, und der Vorsprung auf die Relegationsplätze ist bedenklich geschrumpft. Trainer Markus Tusek zeigte sich nach den vergangenen Spielen entsprechend unzufrieden und sieht vor allem mentale Gründe für die aktuelle Schwächephase. Im Training stimme die Leistung zwar, doch im Spiel fehle derzeit die nötige Leichtigkeit. Für das Duell in Erbendorf fordert Tusek daher eine befreite und konzentrierte Vorstellung seiner Mannschaft. Man treffe auf einen formstarken Gegner, der nach der Winterpause konstant gepunktet habe. Dennoch sieht er die Chance auf eine Überraschung – vorausgesetzt, sein Team bekommt den Kopf frei und ruft sein tatsächliches Leistungsvermögen ab. Schon ein Punktgewinn wäre im Abstiegskampf ein wichtiger Erfolg. (Hinspiel 3:0)
FC Tremmersdorf-Speinshart (4) – ASV Haidenaab (8)
Mit konstant starken Leistungen nach der Winterpause hat sich der FC Tremmersdorf bis auf den vierten Tabellenplatz vorgearbeitet und will diesen in den verbleibenden drei Spielen unbedingt verteidigen. Entsprechend motiviert geht man in das Heimspiel gegen den ASV Haidenaab. Vorstand Wolfgang Seitz betont, dass man den erreichten Platz nicht mehr hergeben möchte, erwartet aber gleichzeitig eine deutlich größere Herausforderung als zuletzt. Die Gäste werden den Hausherren alles abverlangen und dürften ein ganz anderer Prüfstein sein als der vergangene Gegner.
Beim ASV Haidenaab ist die Ausgangslage noch nicht endgültig geklärt. Rechnerisch ist der Klassenerhalt zwar noch nicht gesichert, doch die jüngsten Leistungen geben Anlass zur Hoffnung. Trainer Michael Kaufmann sieht Fortschritte in der Spielweise seiner Mannschaft und traut ihr zu, auch in Tremmersdorf etwas Zählbares mitzunehmen. Allerdings bleibt die personelle Situation ein Unsicherheitsfaktor, insbesondere im Offensivbereich, wo man auf Rückkehrer hofft. Für die Gäste geht es darum, in den verbleibenden drei Spielen mindestens noch einen Sieg einzufahren. Dass dies ausgerechnet in Tremmersdorf gelingen soll, ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Kaufmann fordert daher volle Konzentration, Mut und eine engagierte Leistung, um dem favorisierten Gegner Paroli bieten zu können. (Hinspiel 4:1)
Kreisliga Nord
Weitere Infos gibt es auf den Seiten des BFV.




