Kreisliga Nord: Tremmersdorf bezwingt die Unbesiegbaren im Derby
Kreisliga Nord: Tremmersdorf bezwingt die Unbesiegbaren im Derby
Kreisliga Nord, 12. Spieltag
Samstag, 10.10.2026
TSV Erbendorf – SV Altenstadt/WN 3:1 (1:1)
Der TSV Erbendorf bleibt weiterhin in der Spitzengruppe vertreten. Am Samstagnachmittag setzte sich die Mannschaft mit 3:1 gegen den starken Aufsteiger aus Altenstadt/WN durch. Topjäger Sandro Hösl brachte die Gastgeber in der 34. Spielminute in Führung, noch vor dem Pausenpfiff glich Anselm Ogbonnaya für die Gäste aus. Nach dem Seitenwechsel traf zunächst Bastian Wiesent zur erneuten Führung, ehe Hösl mit seinem zweiten Treffer den Endstand herstellte.
Erbendorfs Trainer Roland Lang sprach von einem guten Kreisligaspiel: „Insgesamt hatten wir die höhere Anzahl an guten Möglichkeiten, deswegen geht der Sieg auch in Ordnung. Lob an meine Abwehrspieler, die viel Aufwand betrieben und sehr gut verteidigt haben. Somit haben wir alle Heimspiele in der Hinrunde gewonnen. Darauf lässt sich aufbauen.“
Gästetrainer Marvin Häffner haderte mit dem Start: „Wir starten leider nicht gut ins Spiel und machen es Erbendorf durch einen schweren Fehler leicht, die diesen Fehler nutzen und mit 1:0 in Führung gehen. Wir hatten davor aber schon zwei gute Chancen, die leider nur am Pfosten vorbeigingen. Dann legten wir mit einem super Spielzug den 1:1-Ausgleich nach.“ Zum Spiel selbst wolle man nicht mehr viel sagen: „Alle vom SV Altenstadt sind eher verärgert über die nicht passenden und unzumutbaren Äußerungen der Heimfans. Das hat auf dem Fußballplatz nichts zu suchen!“
ASV Haidenaab – FC Dießfurt 2:3 (2:3)
Eine Begegnung, die bereits nach 45 Minuten ihren Endstand zeigte: Alle fünf Tore fielen vor der Pause. Zunächst sah alles nach einem Heimsieg aus, denn Lukas Dötterl und Dominik Holl brachten die Gastgeber mit 2:0 in Front. Dann aber kamen die Gäste aus Dießfurt besser in die Partie und drehten sie noch vor dem Seitenwechsel durch einen Treffer von Tim Arnold und zwei Tore von Simon Schmid.
Haidenaabs Sportlicher Leiter Stephan Veigl haderte mit der Chancenverwertung: „Wir haben zwei null geführt, bis dorthin auch gut mitgespielt, und dann haben wir scheinbar vergessen, die Tore zu machen. Chancen hätten wir genug gehabt, in der ersten und in der zweiten Halbzeit. Der Gegner hat aber nicht nachgelassen.“ In der zweiten Halbzeit nutze man drei, vier hochkarätige Chancen nicht, obwohl man definitiv nicht verlieren müsse. „Sauer kann ich nicht sagen auf die Jungs, aber enttäuscht schon, weil wir heute fest mit einem Dreier gerechnet hätten.“
Dießfurts Henry Schraml ordnete den Spielverlauf so ein: „Die ersten 30 Minuten war Haidenaab die bessere Mannschaft. In der 36. Minute erzielte Tim Arnold den Anschlusstreffer. Ab diesem Zeitpunkt wendete sich das Spiel. In der zweiten Halbzeit drängte Haidenaab vehement auf den Ausgleich. Dießfurt hielt aber dagegen und hielt bis zum Schluss den wichtigen Sieg. Aufgrund der kämpferischen Leistung aller Spieler war der Sieg letztendlich verdient.“
Sonntag, 11.10.2026
SpVgg Trabitz – FC Vorbach 5:0 (1:0)
Das Derby war in der ersten Halbzeit sehr kämpferisch, auch weil die Gäste aus Vorbach gut dagegenhalten konnten. Die Hausherren trafen vor der Pause nur einmal ins Netz. Trabitz‘ Trainer Christian Recht erklärte dazu: „Wir hatten bereits früh gute Möglichkeiten und hätten deutlich eher in Führung gehen müssen.“ Der Dosenöffner war schließlich der Kopfball von Daniel Tesar in der 31. Minute.
Nach der Pause erhöhte Dominik Zawal auf 2:0 (52.), Timo Bachmeier traf zum 3:0 (68.). Nur eine Minute später verwertete Adam Cisek eine Vorlage von Zawal sehenswert per Volley zum 4:0. Den Schlusspunkt setzte erneut Bachmeier mit einer direkten Flanke zum 5:0 (88.).
Recht zeigte sich mit der Reaktion seiner Mannschaft zufrieden: „Die geforderte Reaktion ist gelungen. Auch die Veränderungen in der Startelf haben funktioniert. Es ist erfreulich, über einen breiten Kader zu verfügen, der uns viele Möglichkeiten bietet und den Konkurrenzkampf hochhält. Unser Fokus liegt bereits auf dem kommenden Samstag. Wir wollen nachlegen, eine neue Serie starten und unser klares Ziel verfolgen, alle verbleibenden Spiele in diesem Jahr zu gewinnen. Dafür dürfen wir keinen Millimeter nachlassen.“
Vorbachs Trainer Manuel Lautner sah seine Mannschaft lange auf Augenhöhe: „Bis zum verletzungsbedingten Wechsel zu Beginn der zweiten Halbzeit haben wir gut mitgehalten und waren gut in den Zweikämpfen, aber am Ende setzt sich die individuelle Klasse des Gegners durch. Ein schwieriges Spiel für uns. Blöd, weil wir wieder zwei Tore selber auflegen.“
TSV Reuth – TSV Pleystein 2:1 (0:0)
Knapp 150 Zuschauer sahen das Duell zweier Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel, die dringend Punkte benötigten. In der ersten Halbzeit gab es entsprechend wenig zu sehen, die ersten 45 Minuten endeten torlos. Nach dem Seitenwechsel brachte Frank Eckl die Gastgeber in der 65. Spielminute in Führung. Pleystein drängte auf den Ausgleich, doch Manuel Zeitler stellte auf 2:0. In der Nachspielzeit verkürzte Volkan Kuzpinari noch auf 1:2, der Treffer kam jedoch zu spät.
Reuths Spielertrainer Martin Bächer erklärte: „Beide Teams haben von Anfang an ihr Heil im Angriff gesucht und hoch gepresst. Dementsprechend gab es viele Umschaltsituationen, die aber auf beiden Seiten nicht genutzt wurden. In der Defensive konnten wir die Null lange halten, sodass dann die Joker Zeitler und Eckl das Spiel auf unsere Seite ziehen konnten. Der Anschlusstreffer kam aus Pleysteiner Sicht zu spät. Am Ende ein wichtiger Arbeitssieg für uns. Das Schiedsrichtergespann war heute richtig gut.“
Daniel Vater vom Gast aus Pleystein sagte: „Nach dem guten Spiel am letzten Wochenende gegen Erbendorf haben wir uns auch in Reuth etwas ausgerechnet. Wir haben einige Spieler ersetzen müssen in einem nicht guten Kreisligaspiel, sehr kampfbetont. Wir waren im letzten Drittel zu ungenau, Reuth stand defensiv sehr gut. Von unserer Seite war es am Ende einfach zu wenig.“
FC Weiden-Ost II – TSV Eslarn 0:1 (0:0)
Nach dem kämpferischen und eher dreckigen Heimsieg am vergangenen Wochenende musste der FC Weiden-Ost II gegen den TSV Eslarn eine unglückliche Niederlage hinnehmen. Der Treffer der Gäste aus der Grenzstadt fiel erst in der 91. Spielminute durch Jonathan Bulenda.
Heimtrainer Tim Schlesinger sprach von einem schlechten Kreisligaspiel: „Den Sieg hätte letztlich keiner verdient, auch wenn wir viel mehr Spielanteile hatten. Am Ende macht Eslarn mit ihrer einzigen Torchance im ganzen Spiel das 0:1 in der Nachspielzeit. Glückwunsch an Eslarn.“
Eslarns Spielertrainer Peter Rackl zeigte sich verständlicherweise sehr glücklich: „Nach dem Debakel am vergangenen Wochenende war das heute eine klasse Reaktion: fokussiert, konzentriert und spielbestimmend. Super, dass der Lucky Punch, obwohl alles auf ein 0:0 hindeutete, uns dann auf die Siegesstraße gebracht hat.“
FC Tremmersdorf-Speinshart – SV TuS/DJK Grafenwöhr 4:2 (3:1)
Tore, Emotionen, leidenschaftlicher Kampf und ein fairer Handshake nach dem Schlusspfiff: Das packende Derby bot den 400 Zuschauern alles, was guten Fußball ausmacht. Auf tiefem Boden gingen die Hausherren früh durch Jonas Frank in Führung, Christofer Neukam erhöhte wenige Minuten später auf 2:0. Der Spitzenreiter aus Grafenwöhr, der mit elf Siegen in Folge angereist war, hatte dann Glück, dass André Gradl nach einer Ecke den Ball ins eigene Tor köpfte. Tremmersdorf blieb jedoch brandgefährlich, und Fabian Diepold nutzte einen berechtigten Strafstoß zum 3:1.
„Das war eine sehr schlechte Leistung in der ersten Hälfte von uns“, räumte Grafenwöhrs Trainer Turan Bafra nach dem Spiel ein. In Halbzeit zwei ging es zwar nur auf ein Tor, doch Torwart, Pfosten oder das eigene Unvermögen verhinderten mehr als den Treffer von Marcello Siemski für die Gäste. Für die endgültige Entscheidung sorgte ein Glücksgriff: Der erst 20 Sekunden zuvor eingewechselte Joker Alexander Wolf traf zum erlösenden 4:2 für Tremmersdorf. Heimtrainer Robert Schäffler bilanzierte stolz: „Irgendwann hat es kommen müssen für Grafenwöhr, und wir haben es geschafft.“
SC Eschenbach – SV Kulmain 0:8 (0:3)
Der SV Kulmain hatte beim Tabellenletzten leichtes Spiel und feierte einen nie gefährdeten 8:0-Auswärtssieg. Die Treffer erzielten Julian Lautner (4), Maximilian Kastner, Robin Porsch, Noah Groß und Nicolas Pusiak.
Eschenbachs Spielertrainer Benjamin Scheidler war nach dem Debakel bitter enttäuscht: „Es fällt mir schwer, dieses Spiel überhaupt zu bewerten. Bei einer 0:8-Niederlage muss man klar sagen, dass heute niemand auch nur annähernd seine Leistung auf den Platz gebracht hat. So eine Leistung ist nicht unser Anspruch und lässt sich auch nicht schönreden. Wenn man nach zwölf Spielen ohne einen einzigen Punkt dasteht, müssen wir uns alle hinterfragen. Wir müssen die Situation ehrlich analysieren und uns fragen, was wir ändern müssen, damit wir endlich die nötige Leistung und Einstellung auf den Platz bringen. Glückwunsch an Kulmain zum verdienten Sieg.“
Florian Greger vom SVK erklärte: „Auch wenn sich das Ergebnis über die gesamte Spielzeit nicht durchgehend so deutlich anfühlte, haben wir unsere Chancen konsequent genutzt und die drei Punkte eingefahren. Ein Glückwunsch zu diesem Ergebnis geht von der Trainer- und Spartenleitung an die gesamte Mannschaft!“ Nun gelte es, den Sieg kurz zu genießen und den Blick nach vorne zu richten. Am kommenden Wochenende steht das nächste Heimspiel gegen den ASV Haidenaab an, „für das wir uns konzentriert vorbereiten wollen“.




