Handelfmeter in der 95. Minute: Etzenricht entreißt Tännesberg den Sieg

Handelfmeter in der 95. Minute: Etzenricht entreißt Tännesberg den Sieg
Spielbericht Bezirksliga Oberpfalz Gruppe Nord
TSV Tännesberg – SV Etzenricht 1:1 (1:0)
Tore: 1:0 (44.) Sebastian Götz, 1:1 (90.+5, Handelfmeter) Johannes Janker – Gelb-Rot: Luca Kaiser (TSV/90.+4) – SR: Michael Sperger – Zuschauer: 100
Lange Zeit sah es nach einem Heimsieg der Elf von Ibrahim Devrilen aus. Der Ex-Rothenstädter im Tännesberger Dress, Sebastian Götz, hatte seine Farben nach Vorarbeit von Nicolas Schloßer unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff in Führung gebracht. Für die Sturmspitze der Gastgeber war es bereits der 9. Treffer bei seinem 14. Einsatz in der zentralen Offensive des aktuellen Tabellenzehnten der Bezirksliga.
Mit einem „Dreier“ hätten die Platzherren mit der SpVgg Vohenstrauß auf Rang 6 gleichziehen und das eigene Punktekonto ausgleichen können. Diese deutliche Positionsverbesserung durchkreuzte der von Schiri Sperger verhängte Handelfmeter. Etzenrichts Torjäger Johannes Janker zeigte ein belastbares Nervenkostüm und verwandelte den Elfer zum späten Ausgleich und Endergebnis. Für Janker war es der 13. Torerfolg. Er führt damit im Moment zusammen mit Nicolas Seidel (SF Upo) das Ranking in der Liga an.
„Jetzt müssen wir halt Brot ohne Butter essen“
Ibrahim Devrilen sah das Last-Minute-Remis offenbar kulinarisch und äußerte sich anerkennend über die Leistung seines Teams so gegenüber den Medien: „Wir haben uns jetzt drei Wochen in Folge die Butter vom Brot nehmen lassen. Jetzt langsam weiß ich gar nicht mehr, wie Butter schmeckt. Es tut sehr, sehr weh, dass wir in der 95. Minute per Handelfmeter den Ausgleich bekommen. Wir haben über 90 Minuten nichts zugelassen. Der Plan ging auf gegen eine sehr starke Etzenrichter Mannschaft; sie stehen ja nicht umsonst auf Platz zwei. Aber viel wichtiger ist für mich die Leistung, die die Mannschaft heute wieder gezeigt hat – und die war wirklich mega, mega gut. Jetzt müssen wir halt Brot ohne Butter essen – tut weh, aber füllt auch den Magen.“
Etzenricht verdient sich den Punkt
Trainerkollege Andy Wendl sah seine Elf lange Zeit als tonangebend und bemängelte das Nachlassen nach der Pause, verbunden mit dem fehlenden Zug zum Tor. Sein Statement: „Es war eine schwierige Partie für uns. Wir haben es verpasst, unsere Chancen zu machen. Wir waren eigentlich von Anfang an gut im Spiel und die spielbestimmende Mannschaft. Doch du machst das Tor nicht und kriegst, wie so oft, mit dem ersten gegnerischen Angriff das 1:0 gegen dich. Die zweite Halbzeit war dann nicht mehr so das Fußballspiel von unserer Seite. Wir wollten es zwar unbedingt, hatten aber nicht viele zwingende Aktionen. Tännesberg hat alles gut wegverteidigt. Glücklicherweise konnten wir mit dem Handelfmeter in der letzten Minute noch den Ausgleich machen. Der Gegner hat es gut gemacht, aber selbst auch nicht so viel für das Spiel getan. Den Punkt haben wir uns auf jeden Fall verdient.“
Für Tännesberg folgt die nächste heikle Prüfung in der Nachbarschaft, beim FC Wernberg. „Unterbuttern lassen ist verboten“, lautet die Devise. Der SV Etzenricht begrüßt zum Kirchweihsamstag die SpVgg Vohenstrauß, die sich am Sonntag parallel mit einem Sieg gegen Hahnbach empfohlen hat.
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