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Spektakel unter Flutlicht: SC Luhe-Wildenau stürmt mit Offensiv-Power in die nächste Runde

Luhe-Wildenau. In einer packenden Qualifikationspartie des Toto-Pokals schlägt der SC Luhe-Wildenau den SV Schwandorf-Ettmannsdorf mit 6:2. Trotz einer Schwächephase nach der Pause sichern sich die Hausherren dank einer furiosen ersten Halbzeit das Ticket für das Duell gegen einen Bayernligisten im Juli.

Spektakel unter Flutlicht: SC Luhe-Wildenau stürmt mit Offensiv-Power in die nächste Runde

Der vermeintliche Treffer für den SV Schwandorf-Ettmannsdorf zählt nicht. Schiedsrichter Lukas Schwendner und sein Gespann erkannten korrekterweise auf Abseits und nahmen das Tor zurück; Foto: Norbert Tannhäuser
Nico Argauer jubelt schon beim Einschlag. Der sichere Schütze des SC Luhe-Wildenau ließ Schwandorfs Keeper Michael Herrmann beim Strafstoß keine Abwehrmöglichkeit; Foto: Norbert Tannhäuser
Caner Gümüsbas kommt im Strafraum der Gäste zu Fall. Schiedsrichter Lukas Schwendner zögerte keine Sekunde und zeigte auf den Punkt – die Vorlage für das vorentscheidende 3:0; Foto: Norbert Tannhäuser
Nach dem Treffer zum 2:0 verschwindet Torschütze Johannes Gradl in einer Traube aus Mitspielern. Die Vorarbeit leistete Benedikt Meckl mit einer flachen Hereingabe von der Grundlinie; Foto: Norbert Tannhäuser
Schiedsrichter Lukas Schwendner hatte in einer insgesamt fairen Pokalpartie keinerlei Mühe und überzeugte durch eine umsichtige Spielleitung im Michael-Höhbauer-Stadion; Foto: Norbert Tannhäuser
Sechsmal schlug es im Gehäuse von Michael Herrmann ein. Der Schwandorfer Torhüter traf an der deutlichen Niederlage jedoch keine Schuld; Foto: Norbert Tannhäuser
Die Mannschaft des SC Luhe-Wildenau feiert den Treffer zum 1:0. Felix Diermeier veredelte eine wunderbare Kombination über Fabian Magerl und Jamal Dubois bereits in der 8. Minute zur Führung; Foto: Norbert Tannhäuser
Johannes Gradl (Nr. 30) und Julian Kiener (Nr. 77) im engen Zusammenspiel; Foto: Norbert Tannhäuser
Felix Diermeier (Nr. 15) glänzte in der ersten Halbzeit noch mit einem Doppelpack zum 1:0 und 4:0, musste jedoch zum Wiederanpfiff verletzungsbedingt in der Kabine bleiben; Foto: Norbert Tannhäuser
Winter-Neuzugang Moritz Plößl feierte beim 6:2-Erfolg gegen Schwandorf-Ettmannsdorf nicht nur seinen ersten Startelfeinsatz, sondern glänzte neben starken Paraden auch als Vorbereiter zum 5:2; Foto: Norbert Tannhäuser
Nico Argauer (Nr. 97) und Felix Diermeier (Nr. 15) vom SC Luhe-Wildenau erzielten gemeinsam vier der sechs Treffer gegen den SV Schwandorf-Ettmannsdorf; Foto: Norbert Tannhäuser
Johannes Gradl (links, Nr. 30 SC Luhe-Wildenau), Schütze zum 2:0, im direkten Duell mit Schwandorfs Kevin Grünauer (Nr. 11), der später auf 4:2 verkürzte; Foto: Norbert Tannhäuser

In einer packenden Qualifikationspartie des Toto-Pokals schlägt der SC Luhe-Wildenau den SV Schwandorf-Ettmannsdorf mit 6:2. Trotz einer Schwächephase nach der Pause sichern sich die Hausherren dank einer furiosen ersten Halbzeit das Ticket für das Duell gegen einen Bayernligisten im Juli.

SC Luhe-Wildenau – SV Schwandorf-Ettmannsdorf 6:2 (4:0)

  • Wettbewerb: 2. Runde Qualifikation Toto-Pokal (Saison 26/27)
  • Tore: 1:0 Diermeier (8.), 2:0 Gradl (34.), 3:0 Argauer (40./FE), 4:0 Diermeier (43.), 4:1 Schmidt (55.), 4:2 Grünauer (56.), 5:2 Argauer (70.), 6:2 Lautner (90. +4.)
  • Zuschauer: 203 | SR: Lukas Schwendner

Ein Winter-Neuzugang als Rückhalt und die frühe Weichenstellung

Das Michael-Höhbauer-Stadion bot am Dienstagabend die perfekte Kulisse für ein echtes Pokal-Spektakel. Unter Flutlicht und vor 203 erwartungsvollen Zuschauern pfiff der umsichtige Schiedsrichter Lukas Schwendner eine Partie an, die sofort Fahrt aufnahm. Beinahe wären die Gäste aus Schwandorf früh in Führung gegangen, doch Thomas Stowasser scheiterte an Moritz Plößl. Für Plößl, der im Winter zum SC gewechselt war, war es das Startelf-Debüt – und mit dieser Glanzparade rechtfertigte er seine Nominierung sofort.

Nach diesem Weckruf übernahm die Heimelf das Kommando. In der 8. Minute zappelte der Ball erstmals im Netz: Fabian Magerl bediente Jamal Dubois mit einem genialen Steckpass, dessen Maßflanke Felix Diermeier fand. Diermeier drehte sich gekonnt um die eigene Achse und vollendete aus elf Metern zum 1:0.

Der Drei-Minuten-Doppelschlag vor der Pause

Während der SV Schwandorf-Ettmannsdorf offensiv kaum noch stattfand, schraubte Luhe-Wildenau das Ergebnis verdient in die Höhe. In der 34. Minute tankte sich Benedikt Meckl über die linke Seite bis zur Grundlinie durch und bediente Johannes Gradl, der nur noch zum 2:0 einschieben musste. Kurz vor dem Seitenwechsel wurde es dann deutlich: Zunächst verwandelte Nico Argauer einen Foulelfmeter (40.), nachdem Caner Gümüsbas im Strafraum zu Fall gebracht worden war. Nur drei Minuten später krönte Felix Diermeier seine starke Leistung mit seinem zweiten Treffer – erneut vorbereitet durch den emsigen Meckl. Mit einem überlegten Heber ins lange Eck markierte er den 4:0-Pausenstand, der zu diesem Zeitpunkt wie eine Vorentscheidung wirkte.

Zwischen Zittern und Befreiungsschlag

Doch die sicher geglaubte Vorentscheidung geriet nach dem Seitenwechsel noch einmal gehörig ins Wanken.

SV-Trainer Christian Most schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. Die Gäste kamen wie verwandelt aus der Kabine: aggressiv, präsent und bissig. Innerhalb von nur zwei Minuten (55./56.) verkürzten Jeremy Schmidt und Kevin Grünauer auf 4:2. Der SC war plötzlich komplett von der Rolle, verlor die Ordnung und hatte Glück, dass Schwandorf zwei weitere Großchancen auf den Anschlusstreffer liegen ließ.

WITRON – Osterferien
WITRON – Osterferien

Mitten in diese Drangphase der Gäste platzte die Entscheidung – und sie kam „aus heiterem Himmel“. Torwart Plößl schlug den Ball weit nach vorne auf Nico Argauer, der das Leder am Sechzehner festmachte und den herauseilenden Michael Herrmann zum 5:2 überlupfte (70.). Damit war der Widerstand der Gäste gebrochen. In der Nachspielzeit setzte Janne Lautner mit einem Flachschuss den Schlusspunkt zum 6:2-Endstand.

Mit diesem Erfolg krönt der SC Luhe-Wildenau seine starke Leistung und sichert sich das Ticket für die 3. Runde der Toto-Pokal-Qualifikation 2026/2027, wo im kommenden Juli mit dem Duell gegen einen namhaften Bayernligisten ein echtes regionales Fußball-Highlight wartet.

Trainerstimmen

Selbstkritik beim SV – Zuversicht beim SC

Christian Most (SV Schwandorf-Ettmannsdorf):

„Eine Niederlage mit vier Toren Unterschied fühlt sich nicht toll an. Wir hätten eigentlich in Führung gehen müssen. Die erste Halbzeit ist für mich schwer in Worte zu fassen – der SC hat es gut gemacht und wir haben einfach zu naiv verteidigt. Stolz macht mich meine Mannschaft jedoch, wie wir wieder aus der Kabine gekommen sind. Wir müssen zwingend das 4:3 machen, dann weiß ich nicht, wie das Spiel am Ende ausgegangen wäre.“

youtube: wfds

Stefan Grünauer (SC Luhe-Wildenau):

„Das Spiel ist ein Spiegelbild dessen, wie wir aus der Winterpause gekommen sind. Positiv stimmt mich, dass wir wieder Energie auf den Platz gebracht haben im Vergleich zum letzten Samstag. Es waren zwei Mannschaften, die nach vorne Riesenqualität haben. Wir konnten unsere Chancen heute effektiv nutzen. Anfang der zweiten Halbzeit waren wir zwar zu passiv, sind aber gut zurückgekommen. Wir sind auf dem richtigen Weg.“