Spektakel unter Flutlicht: SC Luhe-Wildenau stürmt mit Offensiv-Power in die nächste Runde
Spektakel unter Flutlicht: SC Luhe-Wildenau stürmt mit Offensiv-Power in die nächste Runde
In einer packenden Qualifikationspartie des Toto-Pokals schlägt der SC Luhe-Wildenau den SV Schwandorf-Ettmannsdorf mit 6:2. Trotz einer Schwächephase nach der Pause sichern sich die Hausherren dank einer furiosen ersten Halbzeit das Ticket für das Duell gegen einen Bayernligisten im Juli.
SC Luhe-Wildenau – SV Schwandorf-Ettmannsdorf 6:2 (4:0)
- Wettbewerb: 2. Runde Qualifikation Toto-Pokal (Saison 26/27)
- Tore: 1:0 Diermeier (8.), 2:0 Gradl (34.), 3:0 Argauer (40./FE), 4:0 Diermeier (43.), 4:1 Schmidt (55.), 4:2 Grünauer (56.), 5:2 Argauer (70.), 6:2 Lautner (90. +4.)
- Zuschauer: 203 | SR: Lukas Schwendner
Ein Winter-Neuzugang als Rückhalt und die frühe Weichenstellung
Das Michael-Höhbauer-Stadion bot am Dienstagabend die perfekte Kulisse für ein echtes Pokal-Spektakel. Unter Flutlicht und vor 203 erwartungsvollen Zuschauern pfiff der umsichtige Schiedsrichter Lukas Schwendner eine Partie an, die sofort Fahrt aufnahm. Beinahe wären die Gäste aus Schwandorf früh in Führung gegangen, doch Thomas Stowasser scheiterte an Moritz Plößl. Für Plößl, der im Winter zum SC gewechselt war, war es das Startelf-Debüt – und mit dieser Glanzparade rechtfertigte er seine Nominierung sofort.
Nach diesem Weckruf übernahm die Heimelf das Kommando. In der 8. Minute zappelte der Ball erstmals im Netz: Fabian Magerl bediente Jamal Dubois mit einem genialen Steckpass, dessen Maßflanke Felix Diermeier fand. Diermeier drehte sich gekonnt um die eigene Achse und vollendete aus elf Metern zum 1:0.
Der Drei-Minuten-Doppelschlag vor der Pause
Während der SV Schwandorf-Ettmannsdorf offensiv kaum noch stattfand, schraubte Luhe-Wildenau das Ergebnis verdient in die Höhe. In der 34. Minute tankte sich Benedikt Meckl über die linke Seite bis zur Grundlinie durch und bediente Johannes Gradl, der nur noch zum 2:0 einschieben musste. Kurz vor dem Seitenwechsel wurde es dann deutlich: Zunächst verwandelte Nico Argauer einen Foulelfmeter (40.), nachdem Caner Gümüsbas im Strafraum zu Fall gebracht worden war. Nur drei Minuten später krönte Felix Diermeier seine starke Leistung mit seinem zweiten Treffer – erneut vorbereitet durch den emsigen Meckl. Mit einem überlegten Heber ins lange Eck markierte er den 4:0-Pausenstand, der zu diesem Zeitpunkt wie eine Vorentscheidung wirkte.
Zwischen Zittern und Befreiungsschlag
Doch die sicher geglaubte Vorentscheidung geriet nach dem Seitenwechsel noch einmal gehörig ins Wanken.
SV-Trainer Christian Most schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. Die Gäste kamen wie verwandelt aus der Kabine: aggressiv, präsent und bissig. Innerhalb von nur zwei Minuten (55./56.) verkürzten Jeremy Schmidt und Kevin Grünauer auf 4:2. Der SC war plötzlich komplett von der Rolle, verlor die Ordnung und hatte Glück, dass Schwandorf zwei weitere Großchancen auf den Anschlusstreffer liegen ließ.
Mitten in diese Drangphase der Gäste platzte die Entscheidung – und sie kam „aus heiterem Himmel“. Torwart Plößl schlug den Ball weit nach vorne auf Nico Argauer, der das Leder am Sechzehner festmachte und den herauseilenden Michael Herrmann zum 5:2 überlupfte (70.). Damit war der Widerstand der Gäste gebrochen. In der Nachspielzeit setzte Janne Lautner mit einem Flachschuss den Schlusspunkt zum 6:2-Endstand.
Mit diesem Erfolg krönt der SC Luhe-Wildenau seine starke Leistung und sichert sich das Ticket für die 3. Runde der Toto-Pokal-Qualifikation 2026/2027, wo im kommenden Juli mit dem Duell gegen einen namhaften Bayernligisten ein echtes regionales Fußball-Highlight wartet.
Trainerstimmen
Selbstkritik beim SV – Zuversicht beim SC
Christian Most (SV Schwandorf-Ettmannsdorf):
„Eine Niederlage mit vier Toren Unterschied fühlt sich nicht toll an. Wir hätten eigentlich in Führung gehen müssen. Die erste Halbzeit ist für mich schwer in Worte zu fassen – der SC hat es gut gemacht und wir haben einfach zu naiv verteidigt. Stolz macht mich meine Mannschaft jedoch, wie wir wieder aus der Kabine gekommen sind. Wir müssen zwingend das 4:3 machen, dann weiß ich nicht, wie das Spiel am Ende ausgegangen wäre.“
youtube: wfds
Stefan Grünauer (SC Luhe-Wildenau):
„Das Spiel ist ein Spiegelbild dessen, wie wir aus der Winterpause gekommen sind. Positiv stimmt mich, dass wir wieder Energie auf den Platz gebracht haben im Vergleich zum letzten Samstag. Es waren zwei Mannschaften, die nach vorne Riesenqualität haben. Wir konnten unsere Chancen heute effektiv nutzen. Anfang der zweiten Halbzeit waren wir zwar zu passiv, sind aber gut zurückgekommen. Wir sind auf dem richtigen Weg.“
















