Kaltenbrunn: Aus alten Tennisplätzen wird ein Sportparadies

Kaltenbrunn: Aus alten Tennisplätzen wird ein Sportparadies
Wo noch im Jahr 2022 nach Auflösung der Tennissparte verwitterter Ziegelsplitt dominierte und das Unkraut durch den Zaun wucherte, herrscht heute buntes Treiben. Dank des unermüdlichen Einsatzes zahlreicher Vereinsmitglieder erstrahlt das Areal der ehemaligen Tennisplätze in neuem Glanz: Aus einer kaum noch genutzten Monokultur ist eine hochmoderne, barrierefreie Multifunktionssportstätte geworden, die ab sofort der gesamten sportbegeisterten Bevölkerung offensteht.
Von der Ruine zum Bewegungspark
Die Ausgangslage war vielen Vereinen bekannt: Sinkende Mitgliederzahlen im klassischen Tennisbereich führten dazu, dass die zwei vereinseigenen Plätze brachlagen. Anstatt die Fläche ungenutzt verfallen zu lassen, fasste der Vorstand einen mutigen Entschluss: eine Anlage zu schaffen, die den Wünschen breiter Bevölkerungsschichten entspricht – von Kindern und Jugendlichen bis hin zu Senioren.
Mit dem damaligen Bürgermeister Ludwig Biller, der sich um die notwendigen Grundstückstausche und -käufe kümmerte, fand der Vereinsausschuss einen wichtigen Unterstützer bei der Schaffung der formellen Bauvoraussetzungen. Nach zähen Verhandlungen zwischen der Katholischen Kirche als Vorbesitzerin und der Gemeinde konnte nach dem Kauf des Areals mit Planung und Bau begonnen werden. Die doch recht zügige Umsetzung ist der Beharrlichkeit und dem überragenden Zusammenhalt der Vereinsmitglieder zu verdanken.
Mehr als 2.200 Arbeitsstunden in Eigenleistung
Der Schlüssel zum Erfolg lag in der Muskelhypothek der Vereinsgemeinschaft. Projektleiter Bardo Koppmann konnte dabei mit seinem vierköpfigen Leitungsteam auf die tatkräftige Unterstützung vieler FCK-Mitglieder zurückgreifen. An vielen Wochenenden packten Jung und Alt gemeinsam an. Es wurde gegraben, altes Material abtransportiert, gepflastert, Zäune gezogen und neue Geräte montiert. Vom jugendlichen Nachwuchssportler bis zum pensionierten Handwerker trug jeder seinen Teil bei – insgesamt kamen mehr als 2.200 ehrenamtliche Arbeitsstunden zusammen.
Durch diese enorme Eigenleistung sowie eine geschickte Kombination aus öffentlichen Fördermitteln und regionalen Sponsorengeldern konnte das finanzielle Projektvolumen im geplanten Rahmen gehalten werden. Der 2. Vorsitzende Dominik Pritzl bedankte sich aufs Herzlichste bei allen Gönnern und finanziellen Unterstützern, ohne deren Zutun solch aufwendige Projekte nicht mehr zu realisieren wären.
Ein echter Mehrwert für den gesamten Ort
Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen: Der neue Allwetterplatz bietet nun optimale Bedingungen für eine Vielzahl an Sportarten. Ein robuster Kunststoffbelag ermöglicht Basketball, Volleyball, Handball und Kleinfeldfußball. Ergänzt wird die Anlage durch eine Weitsprungbahn mit Sandgrube sowie Spielfelder für Mühle-, Dame- oder Schachspieler. Eine große gepflasterte Fläche erleichtert es dem jungen Kirwaverein, die alljährliche Martinskirchweih noch attraktiver zu gestalten.
Die Neueröffnung bringt nicht nur frischen Wind in das Vereinsleben, sondern ist ein Gewinn für die gesamte Gemeinde. Sowohl die umliegenden Schulen als auch Freizeitsportler erhalten eine moderne Infrastruktur, die kostenfrei und flexibel genutzt werden kann. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn eine Gemeinschaft an einem Strang zieht.




