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SSV Jahn Regensburg erkämpft 2:2 bei Alemannia Aachen nach 0:2-Rückstand

Regensburg. Der SSV Jahn Regensburg beweist beim Auswärtsspiel gegen Alemannia Aachen Moral. Nach einer schwierigen Anfangsphase liegt die Jahnelf bereits mit 0:2 zurück, kämpft sich durch Treffer von Lucas Hermes und Sascha Hingerl aber zurück und nimmt vor 20.422 Zuschauern einen Punkt vom Tivoli mit.

SSV Jahn Regensburg erkämpft 2:2 bei Alemannia Aachen nach 0:2-Rückstand

Adrian Fein vom SSV Jahn. Foto: Gatzka/SSV Jahn

Der SSV Jahn Regensburg verhindert beim fünften Saisonspiel in der 3. Liga eine weitere Niederlage. Nach den frühen Gegentoren von Mika Schroers und Louis Köster sieht es für die Mannschaft von Cheftrainer Sascha Hildmann zunächst nach einem enttäuschenden Nachmittag aus. Doch der Jahn steigert sich, verkürzt noch vor der Pause und gleicht unmittelbar nach dem Seitenwechsel aus. Am Ende steht ein 2:2 gegen Alemannia Aachen.

Im Vergleich zur 1:2-Niederlage gegen den MSV Duisburg verändert Hildmann seine Anfangsformation auf einer Position. Malte Karbstein rückt für Nassim Boujellab in die Startelf und übernimmt die linke Außenverteidigerposition. Oscar Schönfelder spielt dafür weiter vorne.

Aachen bestraft die Regensburger Anfangsphase

Die Gastgeber beginnen mit viel Druck und setzen den Jahn früh unter Zugzwang. Nach sieben Minuten kommt Leopold Wurm im Anschluss an eine Regensburger Ecke zum Kopfball, setzt diesen aber deutlich über das Tor.

Auf der Gegenseite nutzt Aachen seine erste große Möglichkeit. Nach einer Ecke landet der Ball bei Louis Köster, der aus der Distanz abschließt. Mika Schroers lenkt den Schuss mit der Hacke ins Tor und bringt die Alemannia in der 9. Minute mit 1:0 in Führung.

Die Regensburger Defensive bleibt gefordert. Hannes Hermann pariert zunächst einen Distanzschuss von Köster. Wenig später taucht Leon Oehmichen allein vor dem Jahn-Torhüter auf, doch Hermann verhindert mit einem Reflex den nächsten Gegentreffer.

Auch Regensburg kommt zu Möglichkeiten. Lucas Hermes scheitert in der Anfangsphase an Aachens Schlussmann Stefan Bajić.

Witron – Nachmittag der Ausbildung
Witron – Nachmittag der Ausbildung

In der 23. Minute schlägt Aachen erneut zu. Nach einer Kombination über mehrere Stationen gelangt der Ball von der linken Seite zu Köster, der aus kurzer Distanz auf 2:0 erhöht.

Der Jahn hat zunächst Schwierigkeiten, sich aus dem Aachener Druck zu befreien. Matti Wagner verpasst wenig später sogar das dritte Tor der Gastgeber, als sein Abschluss knapp am Pfosten vorbeifliegt.

Hermes bringt den Jahn zurück ins Spiel

Nach einer halben Stunde meldet sich Regensburg eindrucksvoll zurück. Schönfelder setzt sich über die linke Seite durch und findet Sascha Hingerl im Rückraum. Dessen Abschluss wird ebenso abgewehrt wie der Nachschuss von Benedikt Bauer.

Nun kommt die Jahnelf häufiger gefährlich vor das Aachener Tor. David Philipp zwingt Bajić zu einer Parade, auch Hingerl versucht es aus der Distanz.

In der 38. Minute belohnt sich Regensburg für die stärkere Phase. Hermes dringt in den Strafraum ein und scheitert zunächst am Aachener Torhüter. Den Abpraller nutzt der Stürmer jedoch entschlossen und verkürzt auf 1:2.

Die Gastgeber können ihre zwischenzeitlich komfortable Führung nicht mehr ausbauen. Mit dem knappen Rückstand geht es für die Jahnelf in die Kabine.

Hingerl gleicht unmittelbar nach der Pause aus

Hildmann reagiert zum Seitenwechsel und bringt Leo Mätzler und Nico Oliveira für Adrian Fein und Benedikt Bauer. Die Regensburger kommen mit mehr Zugriff aus der Kabine und benötigen nur wenige Minuten für den Ausgleich.

In der 50. Minute setzt Hingerl den Aachener Mehdi Loune unter Druck und erobert den Ball unmittelbar vor dem Strafraum. Frei vor Bajić behält der Mittelfeldspieler die Nerven und schiebt zum 2:2 ein. Aus dem frühen 0:2 ist innerhalb von gut einer halben Stunde ein Unentschieden geworden.

Auch danach bleibt die Partie umkämpft. Aachen findet nicht mehr so häufig die Lücken aus der ersten Halbzeit, während der Jahn die Zweikämpfe entschlossener annimmt und offensiv weiter nach Möglichkeiten sucht.

Lukas Scepanik versucht es für die Gastgeber aus der Distanz, sein Schuss fliegt über das Tor. Hildmann bringt mit Boujellab und Jakob Seibold später zusätzliche Kräfte für die Offensive.

In der Schlussphase versucht Aachen noch einmal, den Druck zu erhöhen. Auf der anderen Seite bietet sich Boujellab in der 87. Minute eine Gelegenheit, sein Abschluss geht jedoch über das Tor. Auch in der Nachspielzeit fällt keine Entscheidung mehr.

Hildmann lobt die Reaktion seiner Mannschaft

Nach dem schwierigen Beginn kann der Jahn mit dem Punktgewinn durchaus zufrieden sein. Gegen eine zunächst deutlich überlegene Alemannia verhindert Regensburg eine weitere Niederlage und zeigt nach dem Zwei-Tore-Rückstand die erhoffte Reaktion.

Auch Hildmann hebt nach der Partie die Moral seiner Mannschaft hervor: „Das war eine echte Reifeprüfung, aber die Mannschaft hat sich geschüttelt, gewehrt und hervorragend reagiert.“

Die Jahnelf nimmt damit ihren vierten Punkt aus dem fünften Saisonspiel mit. Vor allem die Leistungssteigerung nach der schwierigen Anfangsphase dürfte Regensburg Mut für die kommenden Aufgaben machen.

Viel Zeit zur Erholung bleibt allerdings nicht. Bereits am Dienstag, 15. September, geht es in der 3. Liga weiter. Um 19 Uhr empfängt der SSV Jahn den Zweitliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf im Jahnstadion Regensburg. Nach der Aufholjagd in Aachen bietet sich der Mannschaft die nächste Gelegenheit, ihre Fortschritte zu bestätigen und vor heimischem Publikum den nächsten Schritt zu machen.