Tischtennis-Ende: Neusorg zieht seine Damenmannschaft zurück
Tischtennis-Ende: Neusorg zieht seine Damenmannschaft zurück
Bereits 2013 nahmen die Neusorger Moidla – alle im Jahrgang 2007 – erstmals einen Tischtennisschläger in die Hand. Schnell zeigte sich: Hier entwickelte sich etwas Besonderes. Turniere mit vordersten Platzierungen auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene wurden zur Regel.
Von der Kreisklasse bis zur Verbandsoberliga: Eine beispiellose Erfolgsgeschichte
Eine Serie jedoch sucht sogar weit über die Landesgrenze hinaus ihresgleichen: In sieben Spielzeiten hintereinander, vier davon bei den Erwachsenen, zu denen sie 2020 als 13-Jährige mit Sonderspielrecht wechselten, wurden die Neusorgerinnen Meister und stiegen jeweils in die nächsthöhere Klasse auf – bis hin zur Verbandsoberliga Nord, der ehemaligen Bayernliga. Nach erfolgreichem Klassenerhalt belegten sie in der abgelaufenen Saison den dritten Platz, punktgleich mit dem Zweiten, und erhielten sogar das Angebot, in die Oberliga aufzusteigen.

Tischtennis: Die Damen des SV Neusorg beenden eine erfolgreiche Saison
Neusorg. Rechnerisch besteht sogar noch eine kleine Chance auf den Vizemeistertitel. Dieser würde die Teilnahme an der Relegation zur Oberliga bedeuten.
Neue Wege: Ausbildung, Weltreise und das vorläufige Ende
Das Abitur und die damit verbundenen neuen Lebenswege verursachten nun das vorläufige Ende der Erfolgsgeschichte. Emilia Schönfelder strebt ein Praktikum im Ausland an, bevor sie ihr Studium im Bereich Wirtschaft-Sport aufnimmt. Für Saskia Sacher geht es Mitte August für etwa ein Dreivierteljahr auf Weltreise, um sich dann ab dem Wintersemester 2027 ihrem Medizinstudium zu widmen. Leidtragende an den Plänen ihrer Freundinnen ist Emily Sischka, die durch ihr Studium als Physician Assistant (PA) in Weiden alleine vor Ort bleibt und nun die Herrenteams mit aufmischt.
Gelingt 2027 wieder der Einstieg?
Die jungen Damen haben sich versprochen, in der nächsten Saison, wenn irgend möglich, wieder gemeinsam für den SV Neusorg anzugreifen. Komplettiert wurde das Team von der sicherlich wichtigsten Mitstreiterin, der ehemaligen Bayerischen Meisterin Christina Stock-Schönfelder, die als Spielertrainerin alle Fäden in der Hand hielt und gleichzeitig mit ihrer Tochter auch noch eine überragende Spielbilanz aufzuweisen hatte. Als selbstständige Logopädin mit eigener Praxis musste sie dafür schon oftmals physisch und psychisch bis an ihre Grenzen gehen. Wird die Erfolgsserie 2027 wieder neu belebt?

