OTH Amberg-Weiden
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Trauer um Elektromeister und Jäger Helmut Paulin in Leuchtenberg

Leuchtenberg. Helmut Paulin, Elektromeister und leidenschaftlicher Jäger, ist mit 85 Jahren im Klinikum Weiden verstorben. Vereine, Familie und viele Weggefährten nahmen Abschied; sein Wirken prägte Dorf, Kirche und Jagd.

Leuchtenberg. Helmut Paulin, Elektromeister und leidenschaftlicher Jäger, ist mit 85 Jahren im Klinikum Weiden verstorben. Vereine, Familie und viele Weggefährten nahmen Abschied; sein Wirken prägte Dorf, Kirche und Jagd.
Helmut Paulin mit seinem Hund. Foto: Helmut Paulin

Trauer um Elektromeister und Jäger Helmut Paulin in Leuchtenberg

Im Weidener Klinikum verstarb im Beisein seiner Familie Helmut Paulin, mit Hausnamen „Lederer“, nach längerer Krankheit im Alter von 85 Jahren.

Lebensweg und berufliche Stationen

Der Elektromeister und Jäger mit Leib und Seele wurde am 18. Oktober 1940 in Leuchtenberg von Ignaz und Theresa, geborene Uschold, geboren. Er hatte durch seinen Vater österreichische Wurzeln, denn Ignaz kam durch den Bau der Ostmarkstraße in die Region, und später musste er auch in den Krieg ziehen und kam nicht mehr nach Hause zu seiner Familie. So wuchs Helmut fast ohne Vater auf. Er besuchte die Volksschule in Leuchtenberg, und da packte ihn schon die Liebe zur Natur und zu den Wildtieren. Er begann die Lehre als Elektroinstallateur bei Elektro Weber in Weiden. Bereits 1971 legte er in Regensburg die Meisterprüfung ab.

Bis 1974 arbeitete er in seinem Beruf in der Pirkmühle und danach im HPZ in Irchenrieth als Elektromeister. Zusätzlich führte er ab 1972 seinen eigenen Betrieb im Elektrohandwerk. 2006 wurde ihm der Goldene Meisterbrief verliehen. Sein Beruf war nicht nur Arbeit, sondern Berufung, und durch sein enormes Fachwissen war er bei vielen Bauvorhaben in Leuchtenberg und darüber hinaus gefragt.

Familie und Zuhause: das „Lederer-Anwesen“

Am 4. September 1971 heiratete er seine Barbara, geborene Wittmann aus Leuchtenberg, in der Pfarrkirche in Leuchtenberg. Sie bauten das „Lederer-Anwesen“ am Ringelbrunnen gemeinsam komplett neu und erweiterten es dazu. Die Ehe wurde mit den Kindern Heidi und Christian bereichert. Er war ein liebevoller Vater, der stets für seine Familie da war. Noch größer wurde seine Freude, als später seine Enkelkinder Christina, René und Kevin geboren wurden. Sie waren sein Stolz und bereiteten ihm unzählige glückliche Momente, und Gott schenkte ihm ein Urenkelkind, so Pater Jo Jovilla in der Predigt beim Requiem in der Pfarrkirche St. Margareta.

Jagdleidenschaft und Engagement in Vereinen

In den Vereinen waren sein Wissen und seine Hilfsbereitschaft sehr geschätzt, und seine größte Leidenschaft war sein Leben lang die Jagd und die Verbundenheit zur Natur. 1982 legte er die Jägerprüfung ab und war anschließend bis 1990 Mitjäger im Jagdrevier Leuchtenberg. Bis 2011 übernahm er Verantwortung im Gemeinschaftsjagdrevier Leuchtenberg, ehe er im Jahr 2011 schließlich die alleinige Pacht übernahm. Bei der Jagdgenossenschaft Leuchtenberg war Helmut Paulin über 45 Jahre lang Mitglied der Vorstandschaft und Schriftführer.

Besonders stolz war er, dass sein Sohn den Jagdschein machte und mit der gleichen Hingabe in seine Fußstapfen trat. Große Freude war es für ihn noch im Oktober 2025, dass er mit Freunden, Verwandten und Vereinen seinen 85. Geburtstag zu Hause feiern konnte. Bald danach wurde er immer wieder krank, und Krankenhausaufenthalte waren nötig. Er hatte zwar noch den Wunsch, noch einmal auf sein „Lederer-Anwesen“ heimzukehren, aber das schaffte er leider nicht mehr, und er schlief friedlich ein. Er hat viele Spuren hinterlassen, auch in der Natur und in den Herzen der Menschen, und so lässt uns der Tod innehalten und macht still, so Pater Jo Jovilla. Er sprach Helmut Paulin im Namen der Pfarrei ein „herzliches Vergelte es Gott“ aus für seine Arbeiten am Kindergarten und der Pfarrkirche.

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Nachrufe der Vereine und Abschiedsworte

In den anschließenden Trauerreden, den Nachrufen der Leuchtenberger Vereine, wurde stets herausgestellt, wie gesellig, hilfsbereit, kameradschaftlich, verantwortungsvoll, pflichtbewusst und treu er bei den Vereinen war. Für die Feuerwehr, seit 1958 Mitglied, stellte dies Vorsitzende Nicole Scharff heraus; für den Männergesangverein „Liederkranz“ (seit 1977) Vorsitzender Josef Varnhold; für den Krieger- und Soldatenverein (seit 2003) Vorsitzender Anton Kappl. Er dankte auch für den OWV (45 Jahre), und für die Jagdgenossenschaft dankte Jagdvorsteher Gerhard Kammerer.

Vom Landesjagdverband Bayern, Kreisgruppe Vohenstrauß, wünschte Vorsitzender Michael Kraus der Familie, dass sie keine lange Trauer haben, sondern sich an viele schöne Geschichten erinnern. In der Trauerrede sprach er einige Anekdoten an, und die sorgten unter den Trauergästen sogar für Schmunzeln. Mit Hingabe bildete er Jungjäger aus und vermittelte ihnen den bedeutenden Unterschied zwischen einem Jagdscheininhaber und einem echten Jäger. Auch seine Hunde waren perfekt ausgebildet, so Kraus mit dem Abschied „Waidmannsruh“.

Trauerzug und Beisetzung

Bei der Trauermesse begleitete Karin Hartwig auf der Orgel die Gläubigen beim Singen, und Markus Hagen spielte mit Gitarre und sang dazu das Lied „Amoi seg‘ ma uns wieder“.

Ein langer Leichenzug, angeführt von den „Turmbläsern“ aus Neustadt/WN und den Fahnenabordnungen der Vereine und Mitglieder, Jagdhornbläsern mit den Jägern, seinen Kindern mit Familien, Verwandten, Nachbarn, Freunden und ehemaligen Arbeitskollegen, führte zum Friedhof. Hier wurde seine Urne „auf dem Sarg seiner Frau“, die bereits 2017 verstorben ist, beigesetzt, so sein Wunsch. Die Grenzlandjagdhornbläser spielten zum Abschied „Jagd vorbei Halali“ und „Auf Wiedersehen“.