Chancen überwiegen an den Börsen laut Experten aus der Oberpfalz
Chancen überwiegen an den Börsen laut Experten aus der Oberpfalz
Der „Trump-Schock“ und das Dilemma der Notenbanken
Besonders deutlich ordnet Dr. Matthias Bernhardt (Dr. Bernhardt Finanzplanungs GmbH, Grafenwöhr) die aktuelle Lage ein. Für ihn bringt Donald Trump mit dem Vorgehen gegen den Iran die Weltwirtschaft einmal mehr ins Wanken. „Fast genau ein Jahr ist es her, dass der US-Präsident internationale Handelsregeln faktisch außer Kraft gesetzt hat“, erinnert Bernhardt. Während sich die Weltwirtschaft damals noch durch neue Routen sortieren konnte, stößt sie nun an Grenzen.
Das Hauptproblem ist der Ölpreis, der sich nicht einfach umgehen lässt. Bernhardt sieht vor allem die Notenbanken in der Zwickmühle: Steigende Zinsen könnten die Inflation zwar bremsen, würden aber die fragile Konjunktur abwürgen. „Die entscheidende Frage lautet: Sollen Notenbanken konsequent die Inflation bekämpfen oder die wirtschaftliche Stabilität in den Vordergrund stellen?“ Trotz der Unsicherheit mahnt er zur Besonnenheit: Wer breit diversifiziert, muss auch jetzt nicht in Panik verfallen.
Ölmarkt: Kurzes Gewitter oder Dauerzustand?
Wolfgang Meier (MEIER & CIE. GmbH, Amberg) blickt etwas optimistischer auf die Energiekrise. Zwar treibe die mögliche Sperre der Straße von Hormus den Ölpreis in die Höhe, doch Meier sieht darin kein dauerhaftes Szenario: „Wir gehen mit einer Wahrscheinlichkeit von über 80 % davon aus, dass dies kein dauerhafter Versorgungsengpass bleibt und sich die Situation in wenigen Wochen verbessert.“
Während energieintensive Industrieunternehmen litten, erwiesen sich Energie-Investments als Renditebringer. Überraschend war für das Amberger Team der Rückgang des Goldpreises trotz der Eskalation. Dennoch bleibe Gold als „Safe Haven“ unverzichtbar. Für chancenorientierte Anleger sieht Meier zudem wieder Einstiegschancen bei Krypto-Assets wie Bitcoin, sofern wichtige Unterstützungsmarken halten.
Investieren statt Abwarten: Aktien als Inflationsschutz
Dem schließt sich Stefan Meiler (Stefan Meiler Finanzservice, Flossenbürg) an: „Angst ist immer unangebracht.“ Er rät chancenorientierten Anlegern, die über Liquidität verfügen, entschlossen zu handeln. „Aktien sind langfristig die Profiteure der Inflation“, betont Meiler. Während Tages- und Festgeld aufgrund der Teuerung real an Kaufkraft verlieren und daher nur für kurzfristig orientierte beziehungsweise sehr risikoscheue Anleger sinnvoll sind, bieten breit diversifizierte Aktieninvestments, Mischfonds und konsequente Sparpläne den nötigen Schutz.
Besonders am Herzen liegt ihm die langfristige Vorsorge. Auch Anleger ohne großes Startkapital sowie Eltern und Großeltern sollten die aktuelle Marktphase nutzen. „Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um Fondssparpläne für Kinder oder Enkelkinder zu starten oder aufzustocken“, so Meiler. Durch den Zinseszinseffekt und den günstigen Einstieg in schwankenden Phasen wird hier der Grundstein für späteres Vermögen gelegt. Dank seiner Unabhängigkeit wählt Meiler dabei die besten Anlagen je nach individuellem Kundenbedürfnis aus.
Strategie 2026: Qualität und Resilienz
Trotz der unterschiedlichen Nuancen sind sich die Experten einig:
Zinsen: In den USA sind Zinssenkungen aufgrund der Ölpreis-Inflation vorerst vertagt. Im Dollarbereich werden Tages- und Geldmarktkonditionen voraussichtlich weiter bei drei Prozent liegen. In Europa und der Schweiz wird keine wesentliche Veränderung erwartet. Für Euro-Festgelder liegen die Zinssätze bis zwölf Monate weiter zwischen zwei und 2,5 Prozent pro Jahr. (Der letzte Artikel: Zinswende am Scheideweg: Zwischen Inflationstreibern und Anlagestrategien)
Märkte: Die US-Börsen reagierten bislang gelassener als Europa. Besonders vielversprechend seien derzeit günstige Schwellenländer (Emerging Markets), europäische Qualitätswerte sowie eigentümergeführte Weltmarktführer mit soliden Dividenden. Die Unternehmen profitieren langfristig von steigenden Preisen und bleiben für Langfristanleger die aussichtsreichste Anlagekategorie.
Fazit: Aktiv bleiben statt passiv zusehen
„Um bei den wahrscheinlichen Erholungen nicht an der Seitenlinie zu stehen, muss das Vermögen breit gestreut bleiben“, resümiert Finanzexperte Wolfgang Meier. Für Vermögensverwalter Dr. Bernhardt gilt weiter die altbekannte Regel: „Wer breit diversifiziert und langfristig investiert, muss auch in unruhigen Zeiten nicht in Panik verfallen, denn gerade in Phasen geopolitischer Spannungen zeigt sich, wie wichtig eine solide Portfoliostruktur ist.“
Die Empfehlung der Oberpfälzer Experten ist eindeutig: Halten Sie an Ihren langfristigen Zielen fest. Wer Qualität zu historisch günstigen Preisen kauft und die Volatilität als Begleiter akzeptiert, positioniert sich für ein erfolgreiches restliches Börsenjahr 2026 und darüber hinaus. Das Expertenteam aus Flossenbürg, Amberg und Grafenwöhr steht bereit, um individuelle Wege durch dieses bewegte Marktumfeld aufzuzeigen.
Dieser Bericht beruht auf den aktuellen Einschätzungen der genannten Experten vom 31. März 2026.
Experten-Übersicht: Finanzberatung in der nördlichen Oberpfalz
Diese drei oberpfälzischen Finanzspezialisten bieten Ihnen fundierte Unterstützung:
Stefan Meiler Finanzservice
- Ansprechpartner: Stefan Meiler
- Adresse: Oberer Plattenberg 19 / 92696 Flossenbürg
- Telefon: 09603 / 914728 / mobil: 0170 / 5038745
- Mail: meiler@meifin.de
MEIER & CIE. GmbH Private Finance
- Ansprechpartner: Wolfgang Meier
- Adresse: Weinstraße 4 / 92224 Amberg
- Telefon: 09621 7890000
- Mail: info@meier-cie.de
Dr. Bernhardt Finanzplanungs GmbH
- Ansprechpartner: Dr. Matthias Bernhardt
- Adresse: Neue Amberger Straße 42 / 92655 Grafenwöhr
- Telefon: 09641 9260016
- Mail: info@dr-bernhardt-fp.de




