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Firmen werben um Azubis: 1.800 Stellen blieben 2016 unbesetzt

Weiden/Neustadt/WN/Tirschenreuth. Die Unternehmen aus Handel, Industrie und Dienstleistungen in der Oberpfalz und dem Landkreis Kelheim haben 2016 weniger Azubis eingestellt: Mit 4.973 neuen Ausbildungsverträgen ergibt sich ein Minus von zwei […]

Weiden/Neustadt/WN/Tirschenreuth. Die Unternehmen aus Handel, Industrie und Dienstleistungen in der Oberpfalz und dem Landkreis Kelheim haben 2016 weniger Azubis eingestellt: Mit 4.973 neuen Ausbildungsverträgen ergibt sich ein Minus von zwei […]
Steigende Lehrlingszahlen auch im Metallbereich: Insgesamt wurden im ostbayerischen Handwerk im vergangenen Jahr 211 Ausbildungsverträge mehr unterzeichnet als im Jahr 2015. Foto: m&h Fotografie Hannes Harnack & Merle Busch

Firmen werben um Azubis: 1.800 Stellen blieben 2016 unbesetzt

Weiden/Neustadt/WN/Tirschenreuth. Die Unternehmen aus Handel, Industrie und Dienstleistungen in der Oberpfalz und dem Landkreis Kelheim haben 2016 weniger Azubis eingestellt: Mit 4.973 neuen Ausbildungsverträgen ergibt sich ein Minus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr, belegen die jüngsten Zahlen der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim.

Damit setzt sich ein langjähriger Trend fort,

beobachtet der IHK-Bereichsleiter Berufsbildung, Ralf Kohl. Im Spitzenjahr 2008 hatten noch gut 5.800 Jugendliche eine Ausbildung begonnen.

In allen Ausbildungsbereichen – dazu gehören neben den IHK-Berufen auch die des Handwerks und die freien Berufe – blieben im vergangenen Jahr laut Arbeitsagentur knapp 1.800 Lehrstellen unbesetzt. Das sind ganze 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig verzeichnet die Statistik nur 36 unversorgte Schulabgänger in der gesamten Region.

Engagement für Ausbildung

Der IHK-Bildungsexperte sieht eine enorme Dynamik auf dem Ausbildungsmarkt: „Die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen ist ungebrochen hoch“, beobachtet Kohl. Die Firmen werben intensiv um die jungen Leute. „Sie lassen sich neue Wege in der Rekrutierung und in der Gestaltung der Ausbildung einfallen. Das Engagement ist so groß wie noch nie.“ Aufgrund der guten Konjunktur und des Fachkräftemangels werde sich dieser Trend fortsetzen, schätzt Kohl.

Gegen die Akademisierung bietet die IHKs Argumente: Eine Ausbildung gilt in vielen Unternehmen als solide Basis für den beruflichen Einstieg. Über Weiterbildung im Job bieten sie ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Berufsleben lang Karriereperspektiven. Etwa 2.800 Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen sind nach Zählung der IHK in der Region derzeit als Ausbildungsbetriebe aktiv.

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