Geldhaus setzt auf Regionalität und Kundennähe
Geldhaus setzt auf Regionalität und Kundennähe
Nach einem Blick in den Rückspiegel auf die vor allem politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ging der Redner eingangs auf die Mitgliederzahlen ein. Zum Jahreswechsel zählte man 10.141 genossenschaftliche Miteigentümer, wobei man genau 318 neue Mitglieder begrüßen konnte. Insgesamt betrug der Stand der Geschäftsguthaben 8,8 Millionen Euro und somit über 400.000 Euro mehr als im Vorjahr, freute sich der Vorstand. „Die Förderung unserer Mitglieder ist und bleibt unser Kernauftrag”, so Joachim Geyer weiter. “Wir sind als eine Genossenschaftsbank kein reiner Wirtschaftsbetrieb, sondern wir verstehen uns als Wertegemeinschaft. Unsere Stärke ist die Regionalität und die damit verbundene Kundennähe.”
Bilanzsumme auf Vorjahresniveau
Die Bilanzsumme bewegt sich mit 587 Millionen Euro nahezu auf dem Vorjahresniveau. Die Raiffeisenbank Oberpfalz Nord West nimmt somit im Ranking der Bayerischen Genossenschaftsbanken Platz 91 von insgesamt 197 Banken ein und im bundesweiten Vergleich Rang 398 von insgesamt 735 Banken. Man bewegt sich somit im gesunden Mittelfeld der Größenklassen. Das von unseren Kundenberatern betreute Kundengeschäft macht knapp 1,2 Milliarden Euro aus, was einem Plus gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 37 Millionen Euro entspricht. „Ein eindrucksvoller Beweis für das hohe und verlässliche Engagement unserer Kundenberater“, dankte Geyer seinen Kolleginnen und Kollegen.
290 Millionen Euro an Krediten vergeben
Die Höhe der ausgereichten Kredite stieg um fast zehn Prozent an und beläuft sich zum Ende des Jahres auf 290 Millionen Euro nach 265 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Das Privatkundengeschäft, allen voran die Baufinanzierungen, spielten bei diesem Wachstum eine große Rolle. Immerhin konnten mehr als 55 Millionen Euro an Immobilienfinanzierungen an die Bauherren ausgereicht werden, um den Wunsch nach den eigenen vier Wänden realisieren zu können. Die Nachfrage nach klassischen Baufinanzierungen hat mittlerweile aber spürbar nachgelassen, da im Vergleich zum Vorjahr sich aufgrund des schnellen Zinsanstiegs die monatliche Belastung für einen Wohnhausneubau nahezu verdoppelte.
Kundeneinlagen nahmen zu
Das eigene Anlageportfolio der Bank, bestehend aus Papieren wie Schuldverschreibungen, fest- oder variabel verzinsliche Wertpapiere, Aktien oder Bausparguthaben beläuft sich mit über 233 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Die Beteiligungen der Genossenschaft bei ihren Verbundpartnern, Geschäftsguthaben bei anderen Genossenschaften und als einziger Gesellschafter der Raiffeisen-Markt Waren GmbH, machen über fünf Millionen Euro aus. Beim Blick auf die Passivseite der Bilanz wird schnell deutlich, dass durch das hohe Kundenvertrauen auch die Einlagen weiter zunahmen auf fast 480 Millionen Euro, was einem Zuwachs von 2,5 Prozent entspricht. Durch die mittlerweile erfolgte Zinswende konnte man zudem rasch reagieren und die Berechnung der ungeliebten Negativzinsen wieder abschaffen.

