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Höhbauer Luhe-Wildenau stellt Insolvenzantrag

Luhe-Wildenau. Der traditionsreiche Fenster- und Türenhersteller Höhbauer aus Luhe-Wildenau hat Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Weiden hat am Montag, 22. September, die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Das Unternehmen beschäftigt rund 330 Mitarbeiter.

Luhe-Wildenau. Der traditionsreiche Fenster- und Türenhersteller Höhbauer aus Luhe-Wildenau hat Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Weiden hat am Montag, 22. September, die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Das Unternehmen beschäftigt rund 330 Mitarbeiter.
Das Amtsgericht Weiden hat für die Höhbauer GmbH aus Luhe-Wildenau die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Auf dem Foto: das Justizgebäude in Weiden. Symbolfoto: Annmarie Zell/OberpfalzECHO

Höhbauer Luhe-Wildenau stellt Insolvenzantrag

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Amtsgericht Weiden Rechtsanwalt Volker Böhm aus Nürnberg. Der Beschluss wurde am Montag um 10 Uhr wirksam. Ein Insolvenzverfahren über das Vermögen der Höhbauer GmbH ist damit noch nicht eröffnet; zunächst wird im vorläufigen Verfahren die wirtschaftliche Situation des Unternehmens geprüft.

Höhbauer gehört zu den traditionsreichen Industrieunternehmen im Landkreis Neustadt/WN. Das Familienunternehmen wurde 1950 als Zimmerei gegründet und feierte erst im vergangenen Jahr sein 75-jähriges Bestehen. Am Standort Luhe-Wildenau werden Fenster, Haustüren und Wintergärten sowie weitere Bauelemente gefertigt. Nach eigenen Angaben beschäftigt Höhbauer rund 330 Mitarbeiter.

Bereits im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/24 hatte die Geschäftsführung auf schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen und einen starken Ergebnisrückgang hingewiesen. Für das folgende Geschäftsjahr rechnete das Unternehmen mit einem negativen Jahresergebnis.

Geschäftsbetrieb läuft weiter

„Der Geschäftsbetrieb geht auch nach dem Insolvenzantrag weiter“, betonte Böhm, der laut einer Pressemitteilung seiner Kanzlei heute vor Ort gemeinsam mit der Geschäftsführung die Beschäftigten informiert hat. Deren Löhne und Gehälter werden nun bis einschließlich November über die Bundesagentur für Arbeit als Insolvenzgeld gezahlt.

In den nächsten Wochen wird sich Böhm mit seinem Team und in enger Abstimmung mit der Geschäftsführung ein genaues Bild von der wirtschaftlichen Situation machen und die Sanierungsoptionen prüfen.

Die Höhbauer GmbH fertigt und vertreibt Fenster und Türsysteme aus Holz, Aluminium und Kunststoff sowie Wintergärten. Wie viele Unternehmen der Branche steht auch die Höhbauer GmbH wirtschaftlich unter Druck. Aufgrund gestiegener Preise für Energie, Material und Personal sowie höherer Zinsen ist die Nachfrage nach Neubau- und Sanierungsprojekten deutlich gesunken. Nachdem infolge von Umsatzrückgängen die langfristige Finanzierung des Unternehmens nicht mehr gesichert war, hat die Geschäftsführung Insolvenzantrag gestellt.

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„Dieser Schritt ist uns nicht leichtgefallen, und wir hätten ihn unseren Mitarbeitern und Kunden gerne erspart“, betonte Geschäftsführer Christoph Höhbauer. „In enger Zusammenarbeit mit dem Insolvenzverwalter werden wir jetzt alles dafür tun, die Auswirkungen für unsere Kunden und unser Unternehmen so gering wie möglich zu halten.“ Der vorläufige Insolvenzverwalter ergänzte: „Höhbauer ist ein gut geführtes Familienunternehmen mit über 75 Jahren Tradition, einer hoch qualifizierten Belegschaft und einem ausgezeichneten Ruf im Markt. Das sind grundsätzlich gute Voraussetzungen für eine Sanierung.“