Jubiläum: 20 Jahre Familiengasthof Schaller in Floß - und alle feiern mit
Jubiläum: 20 Jahre Familiengasthof Schaller in Floß - und alle feiern mit
„Ohne den Bocklradweg würde es uns heute nicht geben.“ Davon ist Harald Schaller überzeugt. Gemeinsam mit seiner Frau Renata hatte er vor 20 Jahren den Grundstein für den heutigen Familiengasthof in Floß gelegt. Am 3. Oktober wird dieser runde Geburtstag von 11 bis 17 Uhr bei Kaffee und Kuchen, Bratwürstl und Grillfleisch gefeiert. Auch an die kleinen Besucher haben die Schallers gedacht und eine Hüpfburg organisiert. Für die Musik ist an diesem Jubiläumstag Alleinunterhalter Helmi zuständig.
„Es ist alles vorbereitet“, lacht Harald Schaller. Er hat schon mal die Wiese vorm Wirtshaus fleißig gemäht. Dort sollen die Grillstation, die vom Förderverein der Flosser SV-Kicker betreut wird, und die beiden Zelte aufgestellt werden. Nass soll schießlich keiner der Gäste werden.
20 Jahre in Bildern
Die Eheleute sitzen gemeinsam mit ihrer ältesten Tochter Veronika in der gemütlichen Gaststube. Auf dem Tisch ein Ordner voller Fotos. In Bildern sind die vergangenen zwei Jahrzehnte festgehalten worden. Das erste ist genau 20 Jahre alt. Es zeigt die Schallers beim Spatenstich um sage und schreibe 5 Uhr morgens, umringt von einer Schar von Radlfahrern. Damals wurde das erste Kapitel einer unternehmerischen Erfolgsgeschichte geschrieben …
Und so fing alles an
Über Jahre hinweg wurde die ehemalige, 51 Kilometer lange Bahntrasse abschnittsweise zum Rad- und Freizeitweg umgebaut. Das Problem: Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke waren Mangelware. Die Schallers erkannten diese „Versorgungslücke“. Sie bauten 2006 direkt am Radweg die Raststation Floß – ein urgemütliches Wirtshaus mit gepflegtem Biergarten und erklärten das Lokal damals schon zur tabakrauchfreien Zone. Eine Vorreiterrolle mit positiven Folgen: Die Gäste, genervt von zugequalmten Lokalen, gaben sich förmlich die Wirtshaustüre in die Hand. Erst vier Jahre später galt in Bayern ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie.
„Kann man bei euch übernachten?“
„Kann man bei euch denn auch übernachten?“ Immer wieder stellten Radlfahrer die Frage. Die Schallers reagierten. Das erste Gästehaus entstand 2011. Die Nachfrage wurde größer. Mittlerweile sind es schon deren drei – alle in Holzständerbauweise errichtet. Und die Bodenplatte für ein viertes ist bereits vorhanden. Aus der einstigen Raststation war also ein Beherbergungsbetrieb geworden. Diese Veränderung wurde auch nach außen sichtbar: 2022 wurde aus der Raststation Floß endgültig der Familiengasthof Schaller.
Fabelhafte Bewertungen im Netz
Schon längst quartieren sich nicht mehr nur Pedalritter in den zehn Doppelzimmern, der Ferienwohnung und dem Einzelzimmer ein. Mittlerweile hat sich der Familiengasthof auch bei den Motorradfahrern und Urlaubern einen Stammplatz erobert. Zu finden sind die Schallers auf den wichtigen Buchungsplattformen im Netz. Ihr Betrieb wird dort mit „fabelhaft“ bewertet. Die Göste sind begeistert: Neben der Sauberkeit, loben sie vor allen Dingen die Freundlichkeit der Gastgeber und die Ausstattung der Zimmer. Geschätzt wird zudem der Service. Bis zu zwei Dutzend E-Biker können zum Beispiel gleichzeitig in einer abschließbaren Garage die Akkus ihrer Räder aufladen.
Selbstgebackene Kuchen und Torten
Knurrt der Magen, dann muss man sich nicht erst noch schlau machen, wo und wann ein Lokal geöffnet hat. Einfach raus aus dem Zimmer und nur ein paar Schritte rüber zum Wirtshaus gehen. Dort warten Chefin Renata Schaller und ihr Team auf die hungrigen Gäste. Sie servieren ein reichhaltiges Frühstück, selbstgebackene Kuchen und Torten sowie leckere Schmankerl und Brotzeiten. Ein weiterer Pluspunkt: die ruhige Lage. Hier am Ortsrand von Floß kann man wunderbar abschalten. Für Alltagshektik ist kein Platz.
Der Erfolg kommt natürlich nicht von ungefähr. Das liegt sicherlich daran, dass in den entscheidenden Momenten die Weichen richtig gestellt wurden. Und: „Die ganze Familie zieht an einem Strang“, freut sich Harald Schaller. Tochter Veronika ist heute schon stellvertretende Betriebsleiterin. Sie kümmert sich um die Zimmerbuchungen und die Buchhaltung. Sie wird den Gasthof einmal übernehmen. Und auch die jüngere Tochter Paula packt in jeder freien Minute in dem Familienbetrieb mit an.