Neue Mittelschule für 50 Millionen und Rechenzentrumsdebatte in Wenzenbach

Neue Mittelschule für 50 Millionen und Rechenzentrumsdebatte in Wenzenbach
Schulbau in Millionenhöhe und die Debatte um ein mögliches Rechenzentrum: Beim Besuch der SPD-Landtagsabgeordneten Nicole Bäumler in Wenzenbach standen zwei Themen im Mittelpunkt, die die Gemeinde derzeit stark beschäftigen. Bürgermeister Sebastian Koch empfing die Abgeordnete im Rahmen ihrer Sommertour durch die Oberpfalz.
Neue Mittelschule Wenzenbach: Moderner Schulcampus
Bei einem Rundgang über die Baustelle der Mittelschule Wenzenbach erläuterte Koch das Projekt. Für mehr als 50 Millionen Euro entsteht ein moderner Schulcampus, der den gewachsenen Ansprüchen an Unterricht und Ganztagsbetreuung gerecht wird. Getragen wird die Schule vom Schulverband, den Wenzenbach gemeinsam mit Bernhardswald bildet. „Wenzenbach steht solide da, und gemeinsam mit Bernhardswald stemmen wir das. Trotzdem ist ein Schulneubau dieser Größenordnung eine Kraftanstrengung, die sich in unseren Haushalten deutlich bemerkbar macht“, so Koch.
Mehr Förderung für den Schulbau gefordert
Für die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion ist die neue Schule ein starkes Signal: „Hier entsteht ein Lernort, an dem Kinder und Jugendliche den ganzen Tag gut aufgehoben sind und individuell gefördert werden können. Gute Bildung braucht gute Räume.“ Zugleich sieht Bäumler den Freistaat gefordert: „Die Kosten für Schulbau sind in den vergangenen Jahren enorm gestiegen, die staatliche Förderung hält damit nicht Schritt. Wer mehr Ganztag und moderne Pädagogik will, muss die Kommunen als Schulaufwandsträger dabei auch spürbar unterstützen.“
Ein weiterer Schwerpunkt war das möglicherweise geplante Rechenzentrum in Wenzenbach, das in der Bevölkerung für viele Diskussionen sorgt. Koch schilderte die Lage: „Auf der einen Seite stehen Gewerbesteuereinnahmen, die wir als Gemeinde gut gebrauchen können. Auf der anderen Seite gibt es berechtigte Fragen zu Naturschutz, Emissionen und dem Verbrauch von Strom und Wasser. Das nehmen wir sehr ernst.“
Rechenzentrum: Transparenz und langfristige Abwägung
Bäumler betonte, dass es auf solche Fragen keine schnellen Antworten gibt: „Die Bürger:innen in Wenzenbach haben ein Recht darauf, frühzeitig und umfassend informiert zu werden. Genau das tut Bürgermeister Sebastian Koch nach meiner Wahrnehmung. Jede Sorge gehört auf den Tisch, und am Ende muss eine Entscheidung stehen, die auch in zwanzig Jahren noch trägt.“ Wichtig sei, dass der Gemeinderat die Abwägung auf einer soliden Faktengrundlage treffen könne. „Solche Ansiedlungen betreffen längst nicht nur eine einzelne Gemeinde. Auch der Freistaat muss klare Leitlinien liefern, wo und unter welchen Bedingungen Rechenzentren entstehen können, etwa bei der Nutzung der Abwärme.“
Zum Abschluss dankte Bäumler Bürgermeister Koch für den offenen Austausch und sicherte zu, die Anliegen der Gemeinde in den Landtag mitzunehmen.
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