Lange Nacht der Demokratie: Ein Begriff, viele Vorstellungen - Diskussion über Soziale Marktwirtschaft

Lange Nacht der Demokratie: Ein Begriff, viele Vorstellungen - Diskussion über Soziale Marktwirtschaft
Auch die Mittelstandsunion ist in diesem Jahr bei der Langen Nacht der Demokratie dabei. Mit ihrer Veranstaltung zur Sozialen Marktwirtschaft nach Ludwig Erhard im DENK.max bringt sie ein wirtschaftspolitisches Thema in das vielseitige Programm ein und lädt dazu ein, über Freiheit, Verantwortung und sozialen Ausgleich ins Gespräch zu kommen.
Die Veranstaltung ist nicht als klassischer Vortrag aufgebaut. Zunächst sollen die Teilnehmer selbst formulieren, was sie unter Sozialer Marktwirtschaft verstehen. Welche Rolle spielen wirtschaftliche Freiheit und Wettbewerb? Wo beginnt soziale Verantwortung? Und welche Erwartungen werden heute an Staat, Unternehmen und Gesellschaft gestellt?
Die unterschiedlichen Perspektiven werden gesammelt und diskutiert. Anschließend stellt Referent Johann Würschinger die Ergebnisse der ursprünglichen Konzeption der Sozialen Marktwirtschaft gegenüber. Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede sichtbar zu machen und den Begriff aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.
Das Thema hat historischen Hintergrund: Die Soziale Marktwirtschaft entwickelte sich zu einem zentralen wirtschaftspolitischen Leitbild der jungen Bundesrepublik. Der Begriff wurde vom Wirtschaftswissenschaftler Alfred Müller-Armack geprägt. Ludwig Erhard verband damit insbesondere Wettbewerb und wirtschaftliche Freiheit innerhalb eines staatlich gesetzten Ordnungsrahmens. Das Bundeswirtschaftsministerium beschreibt das Modell als Verbindung von Wettbewerb, Privateigentum und Gewinnorientierung mit sozialem Ausgleich.
Die Veranstaltung im Überblick
„Die soziale Marktwirtschaft nach Ludwig Erhard – das Original und die Definition einzelner Gruppierungen„
Termin: Freitag, 2. Oktober 2026, 19 Uhr
Ort: DENK.max, Stadtmühlweg 2, 92637 Weiden
Referent: Johann Würschinger
Teilnahme: kostenlos
Kursnummer: TV100554 vhs-weiden-neustadt.de
Weitere Informationen und das vollständige Programm der Langen Nacht der Demokratie gibt es bei der VHS Weiden-Neustadt.
Ludwig Erhard und die Frage nach dem „Original“
Gerade die Frage, was unter dem „Original“ der Sozialen Marktwirtschaft zu verstehen ist, verspricht Diskussionsstoff. Die Ludwig-Erhard-Stiftung stellt bei ihrer Interpretation des Erhardschen Konzepts vor allem individuelle Freiheit, Eigenverantwortung und einen funktionierenden Leistungswettbewerb in den Mittelpunkt. Staatliche Aufgabe sei demnach vor allem, einen verlässlichen Ordnungsrahmen für diesen Wettbewerb zu gewährleisten.
Die Veranstaltung greift damit bewusst ein Thema auf, dessen Grundbegriffe bis heute unterschiedlich interpretiert und politisch diskutiert werden. Statt eine fertige Definition vorzugeben, sollen zunächst die Vorstellungen der Teilnehmer im Mittelpunkt stehen.

33 Mal Demokratie: Weiden lädt zur Langen Nacht
Weiden. Am 2. Oktober wird es voll in der Innenstadt: Parallel zur „Langen Nacht der Demokratie“ steigt ein Altstadtfest. Die Organisatoren sehen darin keine Konkurrenz, sondern eine Chance: Viele Menschen sind unterwegs – und die Demokratie-Angebote bekommen zusätzliches Publikum.




