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Sanierungsbedarf: Klosterabwasserleitungen und Kläranlage benötigen Instandsetzung

Speinshart. Die Abwasserleitungen der Klostergemeinde sind ein Sanierungsfall. Auch die technische Nachrüstung der Kläranlage ist überfällig.

Sanierungsbedarf: Klosterabwasserleitungen und Kläranlage benötigen Instandsetzung

Klärwärter und 2. Bürgermeister Roland Hörl bestätigt als Ergebnis der regelmäßigen Inspektionen der Gemeindekanäle und Kanalschächte den erheblichen Sanierungsbedarf. Ein Sanierungskonzept ist veranlasst. Foto: Robert Dotzauer

Wurzeleinwuchs, Scherbenbildung, undichte Rohrverbindungen, Abflusshindernisse,
Fremdwasserzuläufe: Die Schadensfeststellungen in den Abwasserleitungen der Klostergemeinde sind vielschichtig, wie sich aus den jüngsten Kamera-Befahrungen der Kanäle ablesen lässt. Die Schäden veranlassen Bürgermeister und Rat zum Handeln. Ein Sanierungskonzept ist bereits veranlasst, hieß es in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Vorschläge erwartet das Gremium bis zum Frühjahr 2024. Vorab denken Bürgermeister und Rat schon an die Finanzierungsmöglichkeiten für die künftige Ertüchtigung der Abwassersysteme. Mit dem Bürgermeister ist die Ratsversammlung zuversichtlich, gemäß den Richtlinien für Zuwendungen für wasserwirtschaftliche Vorhaben
(RZWas) ein staatliches Förderprogramm anzuzapfen.

Damit verbunden ist der Faktor Zeit. Bürgermeister Albert Nickl drängte auf eine rasche
Antragstellung. Hintergrund sind komplexe staatliche Förderrichtlinien, die bei der Berechnung von Zuschüssen rückwirkend bis 1996 außergewöhnliche Investitionsbelastungen der Kommunen anerkennen, wenn der Förderantrag noch im Jahr 2023 gestellt wird, erläuterte der Gemeindechef dem Gremium nach Rücksprache mit der Fachbehörde. Dagegen sei die Nachreichung des Sanierungskonzepts erst im kommenden Jahr nicht förderschädlich, ergänzte Nickl. Schlussfolgerung war für den Gemeinderat ein zunächst formeller Beschluss zur Antragstellung auf Fördermittel. Mit hohen Kosten rechnet der Rat darüber hinaus für die fällige technische Ertüchtigung der Kläranlage und der Pumpwerke. Eine bereits in Auftrag gegebene Potentialanalyse ermittelt derzeit den Sanierungsumfang.

Neuer Stromvertrag

Im Informationsteil meldete der Bürgermeister Vollzug bei vielen Aufgaben-Stellungen.
Mäharbeiten, die Bankett-Erneuerung der „Betonstraße“, Fugenarbeiten in den Siedlungsstraßen und die Beteiligung an der Strombezugsausschreibung der Firma Kubus für Verbrauchsstellen der Gemeinde gehörten zum Themenkatalog. Zudem drängt der Sitzungsleiter auf eine umgehende Inbetriebnahme der E-Ladesäulen durch den Generalunternehmer. Ein vielfältiger Maßnahmenkatalog. Als Ergebnis des Ausschreibungsverfahrens für den kommunalen Strombezug nannte Albert Nickl einen künftigen durchschnittlichen Arbeitspreis, einschließlich aller Zuschläge von insgesamt 28,5 Cent/kWh. Der Stromliefervertrag gelte für drei Jahre. In der Warteschleife befinden sich Informationen zur Trinkwasserversorgung. Die geplante Versammlung des Wasserzweckverbandes der Seitenthaler Gruppe sei wegen Erkrankung eines Behördenvertreters vertagt worden, teilte der Bürgermeister mit.

Wissenschaftszentrum auf der Zielgeraden

Albert Nickl warf zudem einen Blick auf das Kloster und berichtete über weitere positive Signale zum Thema Wissenschaftszentrum. „Zusagen des Bayerischen Wissenschaftsministers Markus Blum, die richtungsweisende Entscheidung des Haushaltsausschusses des Bayerischen Landtags und die Bewilligung von Fördermitteln aus dem Bundesprogramm Kulturinvest zur Stärkung der kulturellen Infrastruktur bündelten das Glücksgefühl wie bei einem Zusammentreffen von Ostern und Weihnachten an einem Tag“, formulierte ein freudestrahlender Gemeindechef. Endgültige Förderbescheide erwartet Nickl bis zum Sommer 2024. Bereits eingeleitet sei das Vergabeverfahren für Architektenleistungen. Mit dem Baubeginn rechnet Nickl im Herbst 2024.

Zur Frage der Mitfinanzierung des Großprojekts durch die Gemeinde kündigte der Sitzungsleiter weitere Informationen und die Beantragung von Städtebau-Fördermitteln an. Eine tolle Entwicklung mit nachhaltiger Nutzung der Klosteranlagen, wie Albert Nickl weiter betonte, um gleichzeitig dem Vorsitzenden des Fördervereins MdL Tobias Reiß als Motor des kühnen Projekts zu danken. Der Bürgermeister anerkannte darüber hinaus die parteiübergreifende Allianz von SPD (Uli Grötsch) und CSU (Albert Rupprecht) beim erfolgreichen Einsatz zum Erhalt von Bundesmitteln. Der öffentliche Teil der Sitzung endete mit einer Anregung von Christian Höllerl zur Reparatur des Treppengeländers am Barbaraberg-Wallfahrtsweg.

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