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Sieben Jahre Großbaustelle: Waldnaabtalbrücke wird komplett neu gebaut

Püchersreuth. Autofahrer auf der A 93 benötigen in den kommenden Jahren vorwiegend eines: Geduld. Zwischen den Anschlussstellen Windischeschenbach und Neustadt/WN Nord steht eines der größten Infrastrukturprojekte der Region bevor. Die Waldnaabtalbrücke wird in den nächsten sieben Jahren vollständig ersetzt. Die ersten Vorbereitungen laufen bereits seit Monaten – spürbar für alle, die die Strecke regelmäßig nutzen.

Sieben Jahre Großbaustelle: Waldnaabtalbrücke wird komplett neu gebaut

Die Waldnaabtalbrücke auf der A93 zwischen den Anschlussstellen Neustadt/WN und Windischeschenbach wird abgerissen und durch ein neues Bauwerk ersetzt. Bauzeit: voraussichtlich sieben Jahre. Foto: Autobahn GmbH

Verengte Fahrspuren, Tempolimits und immer wieder Baustellenverkehr prägen inzwischen das Bild auf diesem Abschnitt der Autobahn. Doch was bislang zu sehen ist, sind lediglich die Vorarbeiten für ein Bauvorhaben gewaltigen Ausmaßes. Die rund 340 Meter lange und bis zu 42 Meter hohe Waldnaabtalbrücke wird vollständig abgebrochen und anschließend neu gebaut.

Sanierung wirtschaftlich nicht sinnvoll

Der Grund für dieses Großprojekt liegt im Alter und der enormen Belastung der Brücke. Das Bauwerk besteht aus zwei Brückenteilen, die 1979 und 1995 entstanden. Seitdem hat der Verkehr kontinuierlich zugenommen. Heute rollen täglich in jeder Fahrtrichtung mehr als 14.000 Pkw und über 2000 Lastwagen über die Brücke. Für ein solches Verkehrsaufkommen war sie ursprünglich nicht ausgelegt. Hinzu kommen Schäden durch Witterung und jahrzehntelange Beanspruchung. Nach Angaben der Autobahn GmbH nutzt ein einziger Lastwagen die Fahrbahn ähnlich stark ab wie mehrere Tausend Pkw. Eine Sanierung wäre deshalb wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll – beide Teilbauwerke werden komplett ersetzt.

343 Meter lang, 42 Meter hoch

Geplant ist ein modernes, rund 343 Meter langes und 42 Meter hohes Brückenbauwerk mit sieben Feldern. Der Überbau entsteht als Spannbetonhohlkasten und soll im sogenannten Taktschiebeverfahren hergestellt werden. Dabei wird die Brücke abschnittsweise gefertigt und anschließend Stück für Stück über die Pfeiler geschoben. Auch architektonisch erhält der Neubau eine markante Gestaltung: Die Pfeiler werden sich nach oben hin verbreitern und dem Bauwerk ein schlankes, modernes Erscheinungsbild verleihen.

Damit der Verkehr während der gesamten Bauzeit möglichst fließen kann, erfolgt der Neubau in mehreren Abschnitten. Zunächst wird der gesamte Verkehr auf die Richtungsfahrbahn Regensburg verlegt. Dort stehen in beiden Fahrtrichtungen jeweils zwei – allerdings verengte – Fahrstreifen zur Verfügung. Parallel dazu werden im Laufe dieses Jahres und 2027 das ältere Teilbauwerk der Fahrtrichtung Hof aus dem Jahr 1979 abgebrochen.

Enorme Einschränkungen befürchtet

Im Frühjahr 2028 soll an gleicher Stelle der Neubau beginnen. Erst nach dessen Fertigstellung wird der Verkehr auf die neue Brücke umgelegt. Anschließend folgt der Abriss des zweiten Brückenteils in Richtung Regensburg, der ebenfalls durch einen Neubau ersetzt wird. Das Gesamtprojekt soll im Jahr 2033 abgeschlossen sein. Bis dahin müssen sich Autofahrer auf enorme Einschränkungen einstellen. Am Ende steht jedoch eine moderne Brücke, die den Anforderungen des stetig wachsenden Verkehrsaufkommens wieder dauerhaft gerecht werden soll.

Zu den Kosten macht die Autobahn GmbH keine Angaben. „Es wird erst mit fortschreitender und vertiefter Planung möglich sein, eine belastbare Aussage zu den Gesamtkosten zu machen.“

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Unabhängig vom Brückenneubau auf der A 93 laufen die Arbeiten am Ostbayernring weiter. Dabei ist Filigranarbeit gefragt: Hubschrauber spannen die Stromleitungen von Mast zu Mast. Foto: Karin Fürst