Siemens Energy und Tennet wollen Stromnetz dekarbonisieren
Siemens Energy und Tennet wollen Stromnetz dekarbonisieren
Um dieses Ziel zu erreichen, setzen die beiden Energieunternehmen auf innovative Technologien, Dekarbonisierung der Fertigungsprozesse und Wiederaufbereitung der Materialien entlang ihrer Wertschöpfungskette.
Mehr Wind- und Solarenergie
Das Höchstspannungsnetz ist das Rückgrad der Energiewende, das den aus erneuerbaren Energien erzeugten Strom zu den Stromverbrauchern transportiert. Durch den Netzausbau wird es möglich, mehr Wind- und Solarenergie in das Netz zu integrieren und somit fossile Brennstoffe zu ersetzen. Dazu muss das Stromnetz auf Übertragungs- und Verteilnetzebene schnellstmöglich auf den neuesten Stand gebracht werden, was eine Modernisierung und einen Ausbau der Stromleitungen und Umspannwerke dringend nötig macht. Der Netzausbau ist ein entscheidender Schritt, um den Übergang zu einer nachhaltigen und klimaneutralen Energiezukunft zu ermöglichen.
73 neue Umspannwerke
Gleichzeitig benötigen die Stromnetzbetreiber für den Ausbau Ihrer Netze eine Vielzahl an technischen Komponenten wie zum Beispiel Stahlmaste, Leiterseile aus Aluminium, Erdkabel mit Kupferkern oder Transformatoren. Bis 2045 sind für ein Klimaneutralitätsnetz allein im Übertragungsnetz von Tennet rund 12.000 Kilometer Netzausbau und 73 neue Umspannwerke geplant. Weitere 16 Umspannwerke müssen modernisiert werden. Angesichts der gewaltigen Netzausbauvorhaben kann eine nachhaltigere Produktion der nötigen Betriebsmittel zusätzlich zu einer Minderung der Treibhausgas-Emissionen beitragen.
Rohstoffe werden knapper
Hinzu kommt, dass Rohstoffe und Materialien wie Stahl, Kupfer, Aluminium, Beton oder Kunststoffe für die Energiewende immer knapper werden. Um die hohe Nachfrage am Markt bedienen zu können, rückt die Wiederaufbereitung von bereits genutzten Materialien im Sinne einer Kreislaufwirtschaft zunehmend in den Fokus der Branche. Tennet und Siemens Energy haben sich daher zum Ziel gesetzt, ihren CO₂-Fußabdruck durch die Förderung von klimaneutralen Lieferketten zu verbessern und durch die Erschließung grüner Rohstoffe das Produktportfolio für den Netzausbau zu erweitern.
Transformator aus recyceltem Kupfer
Ein erster Meilenstein der Partnerschaft ist die Herstellung von Transformatoren aus 100 Prozent recyceltem Kupfer. Ab sofort produziert Siemens Energy alle künftigen Transformatoren für Tennet mit grünem Kupfer. Bis 2030 werden rund 52 davon ausgeliefert, bei denen jeweils 72 Tonnen recycelter Kupfer eingebaut werden. Pro Transformator kann der CO₂-Ausstoß um 100 Tonnen reduziert werden.




