Trotz Digitalisierung: Der persönliche Kontakt zu den Versicherten bleibt
Trotz Digitalisierung: Der persönliche Kontakt zu den Versicherten bleibt
Heuer im März sind die AOK-Direktionen Weiden und Tirschenreuth unter ein großes gemeinsames Nordoberpfalz-Dach gezogen. In der Max-Reger-Stadt investiert die Krankenkasse aktuell 17 Millionen Euro in den Neubau einer Geschäftsstelle. Außerdem wird das digitale und telemedizinische Beratungsangebot weiter ausgebaut. Es tut sich was bei der AOK. Was auf jeden Fall erhalten bleiben wird, sind die Arbeitsplätze und der persönliche Vor-Ort-Kontakt mit den Versicherten. Das betonten AOK-Direktor Jürgen Spickenreuther und die vier Beiratsvorsitzenden Lothar Höher, Gaby Hübner, Franz Häring und Peter Hofmann bei einem Pressegespräch.
Experten können bayernweit zugeschaltet werden
“Wie keine andere Krankenkasse ist die AOK Bayern vor Ort präsent und das soll auch in unserer Region künftig so bleiben”, unterstreicht Höher. In der lokal-digitalen Zusammenarbeit sehen die Beiratsvorsitzenden eher nur Vorteile: Neben den Beratern vor Ort, die Fragen zu den wichtigsten Leistungs- und Versicherunfragen beantworten, können bei komplexeren Sachverhalten zusätzlich Experten aus ganz Bayern digital zugeschaltet werden. Das garantiere eine hohe Beratungsqualität vor Ort, ist sich das Quartett einig. Dem Versicherten stünden aber immer aller Kontaktwege offen, ob persönlich, telefonisch, per Mail oder online.
Trotz, oder gerade wegen der Digitalisierung blieben die meisten AOK-Arbeitsplätze vor Ort erhalten, machten die Beiratsvorsitzenden deutlich. “Das bedeutet auch eine wirtschaftliche Stärkung der Region”, betonen sie. Es wird auch keine Zentralisierung geben. Vielmehr würden die Experten von ihren bisherigen Arbeitsplätzen aus, bayernweit in virtuellen Teams zusammenarbeiten.
Persönlicher Kontakt ist weiter gefragt
Wie gefragt auch in Zeiten der Digitalisierung der persönliche Kontakt ist, das hat Gaby Hübner selbst erfahren können. Auf ihrem Heilkostenplan fehlte nur noch die Unterschrift der AOK. Doch schnell, wie gedacht, ging da gar nichts. “Das Haus war voll, die Kundenberater hatten an dem Tag jede Menge zu tun”, erzählt sie. Die Unterschrift bekam sie natürlich, allerdings erst einen Tag später.
Besonders gefragt sind die Pflegeberater, die man telefonisch kontaktieren kann, die sich aber auch Zeit nehmen für ein persönliches Gespräch in der Geschäftsstelle oder daheim beim Versicherten selbst. Franz Häring aus Tirschenreuth hatte schon einmal den Experten zu Rate gezogen. “Meine Mutter ist 97 und noch fit”, erzählt Häring. Ihm ist es auch wichtig, dass die Seniorin so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden bleiben kann. “Ich bin umfassend informiert worden und mir sind alle Möglichkeiten aufgezeigt worden”, erzählt er.


