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Zumeist sonnige Aussichten auf dem nordoberpfälzer Arbeitsmarkt

Nordoberpfalz. Wieder erfreulichere Nachrichten von Arbeitsagentur und Jobcenter: Die Zahl der Arbeitslosen sinkt. Es gibt viele offene Stellen - aber auch wieder mehr Langzeitarbeitslose.

Nordoberpfalz. Wieder erfreulichere Nachrichten von Arbeitsagentur und Jobcenter: Die Zahl der Arbeitslosen sinkt. Es gibt viele offene Stellen - aber auch wieder mehr Langzeitarbeitslose.
Nordoberpfalz. Wieder erfreulichere Nachrichten von Arbeitsagentur und Jobcenter: Die Zahl der Arbeitslosen sinkt. Es gibt viele offene Stellen - aber auch wieder mehr Langzeitarbeitslose.

Zumeist sonnige Aussichten auf dem nordoberpfälzer Arbeitsmarkt

Mit einer Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent verbessert sich die Arbeitsmarktsituation weiter. Im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent und im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar um 0,6 Prozentpunkte. Zieht man die Arbeitslosenquote von Juni 2019 heran ergibt sich ein nur noch leichter pandemiebedingter Anstieg um 0,3 Prozentpunkte (Arbeitslosenquote Juni 2019: 3,0 Prozent).

Arbeitsmarkt: Lage bleibt stabil

Im Juni waren insgesamt 3.950 Menschen im Agenturbezirk Weiden arbeitslos gemeldet. Das sind 686 Menschen weniger als im Vorjahresmonat. Mit Blick auf die Zahlen informiert Thomas Würdinger, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Weiden, zur Lage auf dem Arbeitsmarkt: „Die Lage auf dem Arbeitsmarkt bleibt stabil und mit 160 Arbeitslosen weniger hat sich die Arbeitslosenzahl zum Vormonat verringert.“

Im Zuständigkeitsbereich der Weidener Arbeitsagentur waren insgesamt 2.218 Männer und 1.732 Frauen arbeitslos gemeldet. Von Arbeitslosigkeit betroffen waren 1.734 ältere Personen, 1,3 Prozent weniger als im Vormonat. 648 Menschen ausländischer Herkunft waren im Juni von Erwerbslosigkeit betroffen, das sind 203 Personen weniger als im Vorjahresmonat.

Mehr Langzeitarbeitslose

Die Einschränkung auf „Zumeist sonnig“ erläuterte Würdinger so: „Wir sehen in dieser Krise erneut, dass sich die Unternehmen zumeist von lebensälteren und möglicherweise auch gesundheitlich eingeschränkten Arbeitnehmer:innen trennen.” Der Bestand an langzeitarbeitslosen Menschen mit geringeren Chancen auf die Wiederaufnahme einer Beschäftigung steigt entgegen dem Trend deutlich um 18,2 Prozent und der Bestand der Älteren über 55 Jahre um 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Im Juni waren 2.038 Männer und Frauen in der Arbeitslosenversicherung gemeldet, 490 Personen weniger als im Vorjahresmonat. Die Jobcenter waren für 1.912 arbeitslose Menschen zuständig, 196 Arbeitslose weniger als im Juni 2020.

Hohe Ausbildungsbereitschaft der Betriebe

Bis Juni haben sich 1.043 Bewerberinnen und Bewerber für eine Ausbildungsstelle an die Arbeitsagentur in Weiden gewandt. Im selben Zeitraum wurden 2.178 Ausbildungsstellen gemeldet. Aus Sicht der Jugendlichen ist die Lage am Ausbildungsmarkt somit gut. Die 353 Bewerber, die derzeit noch keine Ausbildung oder eine Alternative gefunden haben, können aus 1.062 unbesetzten Lehrstellen wählen.

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Investition in Weiterbildung lohnt sich

Bereits vor der Pandemie war die Fachkräftesicherung für viele Unternehmen in der Region eine Herausforderung. Der Gesetzgeber hat die Förderung der Qualifizierung von Beschäftigten über das Qualifizierungschancengesetz geregelt. Zudem wurde zuletzt der vereinfachte Zugang zum Kurzarbeitergeld verlängert.

Gerade im Hinblick auf den strukturellen Wandel und die Transformation sei es sinnvoll, während der Zeit der Kurzarbeit in die Weiterbildung der eigenen Beschäftigten zu investieren, so Würdinger. Die Bundesagentur für Arbeit biete dafür umfassende Fördermöglichkeiten.

Viele neue Jobmöglichkeiten

Es wurden im Juni 596 neue Arbeitsstellen gemeldet, 71,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Bestand an offenen Arbeitsstellen liegt derzeit bei 2.694. Insgesamt bieten Arbeitgeber in Produktions- und Fertigungsberufen (1079 Stellen), im Bereich Verkehr und Logistik (449), im Gesundheits- und Sozialwesen (277) neue Jobmöglichkeiten.