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Ausbildertag stärkt Resilienz und Selbstführung in Regensburg

Regensburg. Beim Ausbildertag im Jahnstadion ging es um Selbstführung, Resilienz und darum, wie Betriebe Jugendliche stärken. Über 250 Teilnehmende folgten der Einladung von Handwerkskammer und IHK.

Regensburg. Beim Ausbildertag im Jahnstadion ging es um Selbstführung, Resilienz und darum, wie Betriebe Jugendliche stärken. Über 250 Teilnehmende folgten der Einladung von Handwerkskammer und IHK.
Gemeinsamer Ausbildertag der IHK und der HWK. Foto: Uwe Moosburger

Ausbildertag stärkt Resilienz und Selbstführung in Regensburg

Die Lehrstelle bleibt leer, der Bewerber tut sich mit Mathe und Lesen schwer, und der Azubi, der es dann doch geworden ist, kämpft mit sich selbst: Wer heute ausbildet, braucht viel mehr als Fachwissen. Wie Ausbilderinnen und Ausbilder mit dieser Lage umgehen können, war das Thema des Ausbildertags 2026 im Jahnstadion Regensburg.

Selbstführung und Resilienz im Fokus beim Ausbildertag 2026

Über 250 Teilnehmende aus Handwerk, Industrie, Handel und Dienstleistung kamen dazu. Eingeladen hatten die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz und die IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim. Das Motto lautete „Kompetent Scheitern?! Persönlichkeitsentwicklung und Herausforderungen in der Ausbildung“.

Der Vormittag gehörte zwei Impulsgebern. Der Psychologe und Bestsellerautor Jens Corssen und Tobias Rohde, Direktor des Fritz-Schubert-Instituts in Heidelberg, sprachen über psychologisches Wohlbefinden, Selbstführung und Resilienz. Am Nachmittag wählte jeder Teilnehmende zwei von fünf Praxisforen. Gertraud Gietl von der Regierung der Oberpfalz stellte das neue Schulfach „Persönliche Entwicklung“ an den beruflichen Schulen vor. Der Straubinger Psychotherapeut Dr. Felix Gritschmeier zeigte, woran Betriebe psychische Belastungen bei Auszubildenden erkennen. PD Dr. Martina Maletzky de García von der Universität Passau widmete sich den interkulturellen Stolpersteinen in der Ausbildung. Daneben gab es Foren mit Tobias Rohde zum Weg zum Wohlbefinden und mit Jens Corssen zur Frage, wie aus guten Vorsätzen Taten werden. Durch den Tag führte Daniela Schuster.

„Ein krachendes Scheitern können wir uns nicht leisten“

Zum Auftakt dankte Jürgen Kilger, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, den Betrieben für ihre Ausbildungsbereitschaft. Er machte aber auch klar, worum es geht. „Ausbildung bedeutet weit mehr als die Vermittlung fachlicher Kenntnisse und Fertigkeiten. Unsere Ausbilderinnen und Ausbilder geben jungen Menschen Orientierung, Halt und Zukunftsperspektiven“, sagte Kilger. Er verwies auf die aktuelle PISA-Studie, die in Mathematik und Lesen erneut sinkende Leistungen zeigt. Die Betriebe spürten das längst. „Eine gute schulische Ausbildung ist das Fundament für eine erfolgreiche Ausbildung.“

Gleichzeitig sei der Ausbildungsmarkt zum Bewerbermarkt geworden, und ohne Nachwuchs aus dem Ausland gehe es nicht. Beim Thema Scheitern wurde Kilger deutlich: „Ein krachendes Scheitern in diesem Punkt können und dürfen wir uns nicht leisten. Wir sitzen alle in einem Boot, und unsere junge Generation ist jede Anstrengung wert.“

Ausbildung sichert die Zukunft der Region

Für die IHK betonte Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes die Bedeutung der dualen Ausbildung: „Sie ist das Fundament unserer Fachkräftesicherung. Wer Betriebe dabei unterstützt, junge Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen zum Erfolg zu führen, sichert die Zukunft unserer Region. Das Motto ‚Kompetent Scheitern?!‘ erinnert uns daran, dass Fehler zum Lernen gehören. Das gilt für die Auszubildenden genauso wie für uns alle.“

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