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Basketball DJK Pressath: Heimsieg nach Krimi in der Schlussphase

Pressath. Trotz einer komfortablen 17-Punkte-Führung macht es die DJK Pressath im Schlussviertel noch einmal unfreiwillig spannend,

Basketball DJK Pressath: Heimsieg nach Krimi in der Schlussphase

Die DJK Pressath (weißes Trikot) kämpfte sich gegen Bamberg zum Sieg. Foto: Michael Waldmann
Die DJK Pressath (weißes Trikot) kämpfte sich gegen Bamberg zum Sieg. Foto: Michael Waldmann

Basketball Bayernliga Nord

DJK Pressath – TTL Bamberg 2 71:66 (21:18/19:12/17:16/14:20)

Der 4. Spieltag der Bayernliga Nord bescherte den 250 Zuschauern in Pressath am Sonntagnachmittag ein echtes Wechselbad der Gefühle. Die personellen Vorzeichen für die Hausherren standen dabei bestens: Florian Baumüller stand erstmals in dieser Saison im Kader und auch Jonas Meißner kehrte zurück, nachdem er letzte Woche in Bayreuth noch gefehlt hatte. Da lediglich Sebastian Reindl aus beruflichen Gründen passen musste, konnte die Mannschaft von Coach Fritsch nahezu in Bestbesetzung antreten.

Zu Beginn der Partie hatte die DJK jedoch spürbare Probleme mit der jungen und schnellen Truppe aus Bamberg. Die Gäste zeigten sich besonders treffsicher von jenseits der Dreier-Linie, versenkten allein im ersten Viertel vier Distanzwürfe und erspielten sich bis Mitte des Durchgangs eine 14:5-Führung. Eine Auszeit von Coach Christopher Fritsch und eine taktische Umstellung in der Verteidigung brachten Pressath dann aber zurück ins Spiel. Über eine griffigere Defensive fand das Team nun endlich seinen Rhythmus, was sich prompt auch auf die Offensive auswirkte. Allen voran der junge US-Amerikaner Kareem Barnweel drehte auf und erzielte 9 seiner insgesamt 14 Punkte im ersten Viertel. Mit einem fulminanten 16:4-Lauf beendeten die Hausherren den ersten Abschnitt und gingen mit einer 21:18-Führung in die erste Pause.

Das zweite Viertel gestaltete sich zunächst als ausgeglichenes Hin und Her. Die Pressather verteidigten die meisten Bamberger Angriffe stark, offenbarten jedoch ungewohnte Schwächen bei der Reboundarbeit, wodurch die Gäste immer wieder zu Second-Chance-Punkten kamen. Da man sich zudem in der eigenen Offensive schwer mit der Chancenverwertung tat, blieb das Spiel lange eng. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit sorgte ein 7:0-Lauf für klare Verhältnisse, sodass Pressath mit einer verdienten 40:30-Führung in die Kabine ging.

Am Ende wurde es sehr knapp

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild ähnlich: Das dritte Viertel war von einer weiterhin starken Pressather Defensive, aber auch einer nachlässigen Offensive geprägt. So richtig absetzen konnten sich die Hausherren nicht, verwalteten den Vorsprung aber souverän bis zum 57:46 vor dem Schlussabschnitt.

Im letzten Viertel erwischte die DJK dann zunächst einen Traumstart. Noah Göppner, der an diesem Tag sowohl offensiv als auch defensiv eine überragende Leistung zeigte, schraubte die Führung mit vier schnellen Punkten gleich zu Beginn auf 15 Zähler hoch. Bis Mitte des Viertels wuchs der Vorsprung sogar auf 17 Punkte an (69:52, noch 4 Minuten zu spielen). Das Spiel wirkte bereits entschieden – doch die Rechnung hatte man ohne die Gäste gemacht.

Durch foulbedingte Probleme auf Seiten der Pressather, die früh die Grenze von fünf Mannschaftsfouls erreichten, stand Bamberg bei jedem weiteren Vergehen an der Freiwurflinie. Allein im letzten Viertel schickte die DJK die Gäste 15 Mal an die Linie, wovon Bamberg 12 Versuche verwandelte. Da in der Pressather Verteidigung nun die nötige Disziplin fehlte und sich im Angriff Unkonzentriertheiten einschlichen, verpasste man es, den sprichwörtlichen Sack zuzumachen. Mit einem unglaublichen 14:0-Lauf kam Bamberg gut 30 Sekunden vor Schluss bis auf 69:66 heran. Erst zwei eiskalt verwandelte Freiwürfe von Steven Cruz fünf Sekunden vor dem Ende sorgten für die Erlösung und den 71:66-Endstand.

Winkler Bräu Amberg
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Das Fazit am Ende

Ein am Ende zwar knapper, aber absolut verdienter Sieg. Gegen die schnellen und körperlich starken Gäste hatte Pressath zwar in der Offensive immer wieder Sand im Getriebe, zeigte defensiv aber über weite Strecken eine richtig starke Leistung. Die gesamte Mannschaft kämpfte aufopferungsvoll und brachte viel Energie auf das Parkett, auch wenn man sich den Vorwurf gefallen lassen muss, die Partie unnötig spannend gemacht zu haben.

Coach Fritsch zeigte sich nach der Schlusssirene dennoch stolz auf sein Team: „Alle Spieler aus unseren heutigen 12-Mann-Kader haben gekämpft und die nötige Energie auf das Feld gebracht, um das Spiel zu gewinnen. Am Ende war es ein verdienter Sieg für uns – auch wenn wir es am Ende unnötig spannend gemach haben.“

Mit nun drei Siegen aus vier Spielen setzt sich die DJK Pressath in der oberen Tabellenhälfte fest. Am kommenden Allerheiligen-Wochenende hat die gesamte Liga spielfrei, bevor es für die Pressather danach mit dem Auswärtsspiel in Heroldsberg weitergeht.

Für Pressath spielte:

Mike Molina, Steven Cruz, Enrico Meier, Sebastian Fritsch, Noah Göppner, Thomas Kuchinka, Darnell Linsey, Bastian Schmidt, Kareem Barnwell, Wolfgang Kneidl, Jonas Meißner, Florian Baumüller