DENK.fehler fördert offene Fehlerkultur in Weiherhammer

DENK.fehler fördert offene Fehlerkultur in Weiherhammer
Über Erfolge wird gerne gesprochen. Über Niederlagen wird deutlich seltener gesprochen. Mit DENK.fehler hat die Veranstaltung im Future Lab in Weiherhammer genau dafür eine Bühne geschaffen. Rund 60 Gäste folgten der Einladung und erlebten einen besonderen Abend voller Ehrlichkeit, persönlicher Geschichten und inspirierender Perspektiven auf das Thema Scheitern. In Kooperation mit dem RISE – Regional Institute for Start-ups & Entrepreneurship, der Digitalen Gründerinitiative Oberpfalz und dem Campus Kemnath war die Veranstaltung Teil des zehnjährigen Jubiläums der Lars und Christian Engel Stiftung und zugleich ein neues Format im Umfeld des bekannten Innovationsfestivals DENK.summit.
DENK.fehler im Future Lab: Offene Fehlerkultur in Weiherhammer
Die Speaker gewährten den Teilnehmenden außergewöhnlich persönliche Einblicke in ihre Lebens- und Berufswege. Besonders emotional war der Vortrag von Timo Schertel zum Thema „Mental Health ist kein Nice-to-have“, in dem offen über die Auswirkungen von Leistungsdruck, ständiger Erreichbarkeit und die persönlichen Folgen eines Burn-outs gesprochen wurde.
Moderator André Pscherer, Projektmanager der Digitalen Gründerinitiative Oberpfalz, kündigte im Anschluss Alexandre Jaeg als zweiten Speaker an. Dieser gab detaillierte Einblicke in die Gründung und Entwicklung seines ehemaligen Start-ups Robin Zug und schilderte seine Begegnungen mit der Deutschen Bahn. Heute führt er ein Maschinenbauunternehmen in der Oberpfalz und verbindet Start-up-Dynamik mit der Realität eines gewachsenen Familienunternehmens.
Lernen aus Rückschlägen: Von Ziege bis KI-Risiken
Markus Weiß erzählte die Geschichte seines gescheiterten Start-ups und schlug dabei eine Brücke zum damaligen Firmenlogo: einer Ziege. Als wesentliche Gründe für das Scheitern nannte er mit einem Augenzwinkern genau die Eigenschaften, die man einer Ziege oft zuschreibt: Sturheit, ständiges Meckern und fehlender Weitblick. Jetzt ist er ehrenamtlich bei PAUSEAI und warnte in seinem Vortrag vor einer finalen Entwicklungsstufe der KI zu einer Superintelligenz, die über dem Menschen steht.
Abgerundet wurde das Programm durch Stefanie Hoffmann, Gründungs- und Nachfolgeberaterin der IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim. Sie sprach über typische Stolpersteine auf dem Weg von der Geschäftsidee zur erfolgreichen Gründung.
Austausch und Vernetzung: Panel-Diskussion und Get-together
Alle Speaker fanden sich abschließend in einer kurzweiligen Panel-Diskussion wieder, die von Susanne Prechtl moderiert wurde und in der noch genauer auf Scheitern, Gründung und das große Feld Künstliche Intelligenz eingegangen wurde. In lockerer Atmosphäre wurden Vorträge und Panel-Diskussion beim Get-together vertieft, Erfahrungen ausgetauscht und neue Kontakte geknüpft. Viele Gespräche drehten sich dabei um die zentrale Botschaft der Veranstaltung: Innovation, Unternehmertum und persönliches Wachstum entstehen selten geradlinig, sondern oft aus den Erfahrungen des Scheiterns.
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