Feuerwehr Auerbach: Sicherheit im Gelände ist keine Kür, sondern Pflicht
Feuerwehr Auerbach: Sicherheit im Gelände ist keine Kür, sondern Pflicht
Am vergangenen Wochenende absolvierte die Freiwillige Feuerwehr Auerbach in der Oberpfalz ein Schnuppertraining beim POI – Professional Offroad Institute. Neun Maschinisten nahmen mit zwei Feuerwehr-Lkw, dem Gerätewagen Logistik 2 sowie dem Tanklöschfahrzeug an der praxisnahen Schulung teil.
Strukturiertes Training
Das Ausbildungsinstitut, gegründet von Johannes Wurster aus Wirsberg und Johannes Lindenberger aus Auerbach, hat sich auf professionelle Schulungen im Bereich Geländefahren und Fahrzeugbergung spezialisiert. POI bietet strukturierte Trainings für Pkw, Transporter, Wohnmobile, Overlander und Lkw an – sowohl für Privatpersonen als auch für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS).
Vermittelt werden fundierte Kenntnisse in Bergetechniken, Fahrzeugphysik, Traktionslehre sowie im sicheren Bewegen von Fahrzeugen abseits befestigter Straßen. Im Fokus stehen Sicherheit, Risikobewusstsein und materialschonendes Fahren – keine Showelemente, sondern realitätsnahe Einsatzvorbereitung.
Theorie und Praxis greifen dabei eng ineinander. Die Teilnehmer lernten, Gelände richtig zu beurteilen, Risiken frühzeitig zu erkennen und ihre Fahrzeuge kontrolliert sowie effizient einzusetzen.
Sicherheit für die Bevölkerung
Ein zentrales Anliegen der beiden Ausbilder wurde dabei besonders deutlich: Dieses Können darf für Feuerwehrleute kein Luxus sein! Einsätze führen immer häufiger über Feldwege, Waldstücke oder unbefestigte Zufahrten. Wer hier nicht professionell geschult ist, riskiert unnötige Gefahren für Mannschaft und Gerät. Qualifiziertes Geländefahren schützt die Einsatzkräfte selbst, erhöht die Sicherheit für die Bevölkerung und trägt dazu bei, kostenintensive Fahrzeuge langfristig einsatzbereit zu halten.
Die Begeisterung bei den Maschinisten der Feuerwehr war im Nachgang des sechsstündigen Schulungstages entsprechend groß. „Wann hat man schon einmal die Chance, unsere schwer beladenen Fahrzeuge kontrolliert im Gelände an ihre Grenzen zu bringen?“, führte der stellvertretende Kommandant Simon Kraus nach dem beeindruckenden Tag aus.
Neben den regelmäßigen begleiteten Bewegungsfahrten und der Ausbildung im Rahmen der monatlichen Maschinistenübungen haben die insgesamt 25 Lkw-Fahrer der Feuerwehr Auerbach nur selten Gelegenheit, derartige Erfahrungen zu sammeln. Dabei sind diese von großer Bedeutung, um in Stress- und Ausnahmesituationen – etwa während einer Einsatzfahrt – sicher, routiniert und besonnen reagieren zu können. Besonders hervorgehoben wurden von den Teilnehmern die strukturierte und verständliche Vermittlung der Inhalte sowie der unmittelbare Praxisbezug.
Wertvolle Ergänzung zur regulären Ausbildung
„Wer für andere Verantwortung trägt, muss sein Handwerk unter allen Bedingungen beherrschen. Professionelle Geländekompetenz schützt unsere Einsatzkräfte, schont wertvolles Material – und kommt am Ende uns allen zugute“, betonen die Firmengründer.
Für die Feuerwehr Auerbach war das Training eine wertvolle Ergänzung zur regulären Ausbildung – und ein starkes Zeichen regionaler Zusammenarbeit, die hoffentlich künftig für alle Fahrer der Feuerwehrfahrzeuge ermöglicht werden kann.




