Grenzüberschreitende Jagd auf einen Autodieb war erfolgreich

Grenzüberschreitende Jagd auf einen Autodieb war erfolgreich
Der Fahrer missachtete die Anweisungen der Polizei und durchbrach eine von der Bundespolizei errichtete Straßensperre. Seine Flucht führte ihn schließlich über die Grenze nach Tschechien. Dort konnte er durch die Zusammenarbeit der deutschen und tschechischen Polizeibehörden gestoppt werden. Ein tschechischer Diensthund spielte bei der Festnahme des Flüchtigen eine entscheidende Rolle.
Grenzüberschreitende Polizeiarbeit
Die erfolgreiche Festnahme war das Ergebnis der “guten, schnellen und grenzüberschreitenden Zusammenarbeit aller Polizeibehörden”, wie es in einer Pressemitteilung hieß. Die Koordination erfolgte über das Gemeinsame Zentrum Schwandorf-Petrovice, das die Einsatzkräfte auf beiden Seiten der Grenze zusammenbrachte.
Unglaubwürdige Aussagen und weitere Ermittlungen
Nach seiner Festnahme machte der Fahrer unglaubwürdige Angaben zu den Gründen seiner Flucht. Er behauptete, im Fahrzeug aufgewacht zu sein und einen Anruf erhalten zu haben, der ihn aufforderte, das Fahrzeug zu einem bestimmten Ort zu fahren, um seine Freundin nicht zu gefährden. Die Kriminalpolizeiinspektion Weiden geht jedoch von einem Keyless-Go Diebstahl im Bereich Landau (Rheinland-Pfalz) aus. Die Staatsanwaltschaft Weiden hat bereits einen Europäischen Haftbefehl beantragt, was die Grundlage für eine geplante Auslieferung des 33-Jährigen nach Deutschland bildet.
Strafverfahren und technische Untersuchungen
In Deutschland erwarten den Mann diverse Strafverfahren, unter anderem wegen besonders schwerem Diebstahl, gewerbsmäßiger Hehlerei und Gefährdung des Straßenverkehrs. Das gestohlene Fahrzeug wird in der kommenden Woche nach Weiden gebracht und einer kriminaltechnischen Untersuchung unterzogen. Auch das bei der Festnahme beschädigte Fahrzeug der Bundespolizei wird Teil der Ermittlungen sein, um festzustellen, ob durch die Flucht des Diebes Personen gefährdet wurden.


