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Hitzewochenende fordert Kreis-Wasserwacht Schwandorf mit 1.190 Wachstunden

Schwandorf. Die Kreis-Wasserwacht zog nach dem heißen Wochenende Bilanz. Rund 1.190 Wachstunden, 28 Erste-Hilfe-Leistungen (fünf mit Rettungsdienst), vier Vermisstensuchen und drei kleinere Einsätze.

Schwandorf. Die Kreis-Wasserwacht zog nach dem heißen Wochenende Bilanz. Rund 1.190 Wachstunden, 28 Erste-Hilfe-Leistungen (fünf mit Rettungsdienst), vier Vermisstensuchen und drei kleinere Einsätze.
Die Wasserwacht hatte am Hitzewochenende alle Hände voll zu tun. Foto: Michael Arnold

Hitzewochenende fordert Kreis-Wasserwacht Schwandorf mit 1.190 Wachstunden

Ein außergewöhnlich heißes Sommerwochenende hat zahlreiche Badegäste an die Seen und in die Freibäder im Landkreis Schwandorf gelockt. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Kreis-Wasserwacht waren an neun Wachstationen und in drei Freibädern dabei stark gefordert und ziehen nun Bilanz.

Weit über 1.000 Wachstunden und zahlreiche Hilfeleistungen

Insgesamt leisteten die Wasserwachtlerinnen und Wasserwachtler an den überwachten Gewässern und Freibädern circa 1.190 Wachstunden. Dabei kam es zu 28 Erste-Hilfe-Leistungen, von denen fünf Fälle eine weiterführende Versorgung durch den Rettungsdienst (RTW) erforderlich machten.

Zu vier Vermisstensuchen am Wasser kam es direkt im Bereich der Wachstationen. In allen Fällen wurden die Einsatzkräfte durch Hinweise von Eltern auf vermisste Kinder aufmerksam. Durch das umgehende Eingreifen der Wasserwacht konnten die Kinder jeweils schnell im Umfeld wiedergefunden und wohlbehalten zu ihren Angehörigen zurückgebracht werden. In einem Fall wurden zum Beispiel drei Kinder durch starken Wind, verursacht von einem vorbeiziehenden Gewitter, mit ihrem SUP stark abgetrieben.

Vermisstensuchen: Kinder rasch gefunden

„Dass alle Kinder rasch gefunden werden konnten, zeigt, wie gut unsere Einsatzkräfte eingespielt sind und wie entscheidend schnelles Handeln in solchen Situationen ist“, bilanzierte Korbinian Kurz, Technischer Leiter der Kreis-Wasserwacht, der am Sonntag auch Wachleiter am Murner See war.

Zusätzlich wurden drei kleinere Einsätze am Wasser (WN0) verzeichnet. Dabei handelte es sich um geringfügige Vorkommnisse oder präventive Einsätze, die durch die Einsatzkräfte schnell und unkompliziert abgearbeitet werden konnten.

Weitere Einsätze und präventive Maßnahmen

Die Wasserwacht ist die führende deutsche Wasserrettungsorganisation mit dem Ziel der Prävention und der aktiven Rettung.

Pflege Oberpfalz
Pflege Oberpfalz

Am Murner See wurden acht Erste-Hilfe-Leistungen erbracht, davon ein Fall mit Einbindung des Rettungsdienstes sowie mehrere Suchmaßnahmen. Am Hammersee waren vier Erste-Hilfe-Leistungen notwendig, davon in drei Fällen mit Unterstützung des Rettungsdienstes. Auch am Steinberger See kam es neben zwei medizinischen Versorgungen am Wasser zusätzlich zu einer Erstversorgung eines gestürzten Radfahrers in Steinberg am See, da der Rettungsdienst wegen des hohen Einsatzaufkommens eine längere Anfahrt hatte.

Die Wasserwacht hatte am Hitzewochenende alle Hände voll zu tun. Foto: Michael Arnold
Die Wasserwacht hatte am Hitzewochenende alle Hände voll zu tun. Foto: Michael Arnold
Die Wasserwacht hatte am Hitzewochenende alle Hände voll zu tun. Foto: Michael Arnold

Einsatzschwerpunkte an Murner See, Hammersee und Steinberger See

Trotz der hohen Besucherzahlen und Einsatzdichte verlief das Wochenende aus Sicht der Kreis-Wasserwacht insgesamt geordnet. Dies ist insbesondere der hohen Einsatzbereitschaft der ehrenamtlichen Kräfte sowie der guten Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst und anderen Organisationen zu verdanken.

Die Kreis-Wasserwacht appelliert dennoch an alle Badegäste, die Gefahren von Hitze und Wasser nicht zu unterschätzen. Ausreichender Sonnenschutz, regelmäßiges Trinken sowie das Beachten von Baderegeln sind entscheidend, um Unfälle zu vermeiden. Auch der zunehmende Trend zum Stand-Up-Paddling (SUP) birgt Risiken, insbesondere bei plötzlicher Erschöpfung, Wind oder fehlender Sicherung. Hier empfiehlt die Wasserwacht ausdrücklich das Tragen einer geeigneten Schwimmhilfe und die richtige Einschätzung der eigenen Fähigkeiten. Dies war auch dieses Wochenende zu beobachten.

Appell an Badegäste: Sicherheit bei Hitze und auf dem SUP

„Die hohe Zahl an Einsätzen zeigt, wie wichtig eine flächendeckende Wachpräsenz ist. Unser Dank gilt allen Ehrenamtlichen, die an diesem intensiven Wochenende im Dienst waren.“

Mit Blick auf die kommenden Tage richtet sich der Fokus bereits nach vorne: Für das nächste Wochenende werden erneut hohe Temperaturen erwartet. Die Kreis-Wasserwacht ist gut vorbereitet und hofft dennoch auf möglichst wenige Einsätze sowie erholsame und sichere Stunden für alle Badegäste an den Seen.

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