OTH Amberg-Weiden
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Sieben auf einen Streich – Bundespolizei vollstreckt zahlreiche Haftbefehle

Waidhaus. Die Beamten der Bundespolizeiinspektion hatten am Wochenende alle Hände voll zu tun. Es waren insgesamt sieben Haftbefehle, die vollstreckt wurden. Dabei kassierten sie 6000 Euro offene Justizschulden.

Sieben auf einen Streich – Bundespolizei vollstreckt zahlreiche Haftbefehle

Symbolbild: Bundespolizei

Die Fahndungsodyssee begann am Freitagmittag. Ein Mann (26) wurde in Waidhaus an der ehemaligen B14 kontrolliert und zur Kasse gebeten. Das Amtsgericht Offenbach hatte ihn wegen unerlaubtem Entfernen vom Unfallort 2022 zu einer Geldstrafe 1500 Euro verurteilt. Da er diese nicht bezahlt hatte, suchte ihn die Staatsanwaltschaft Darmstadt nun mit Haftbefehl. Dem nicht genug, musste der Mann den Beamten auch noch seinen Führerschein überlassen. Die Staatsanwaltschaft hatte die Einziehung angeordnet. 1500 Euro ärmer und ohne Führerschein wurde er auf freiem Fuß belassen.

Ein weiterer Mann (45) öffnete nur wenige Stunden später bereitwillig seinen Geldbeutel, um seine offenen Justizschulden zu begleichen. Die Zivilfahnder erwischten ihn in einem Fernreisebus auf dem Weg nach Paris. Seine bisher fehlende Zahlungsmoral quittierte die Staatsanwaltschaft Weiden mit einem Haftbefehl. Er wurde im Dezember 2021 wegen unerlaubter Einreise in das Bundesgebiet durch das Amtsgericht Weiden zu einer Geldstrafe in Höhe von 400 Euro verurteilt. Ihm wurde die Weiterreise gestattet.

Ein erfolgreicher Samstag

Am Samstag konnten die Beamten gleich drei Fahndungserfolge für sich verbuchen. Wegen Urkundenfälschung suchte die Staatsanwaltschaft Frankenthal einen Mann (41) der bereits im Dezember 2021 durch das Amtsgericht Frankenthal zu einer Geldstrafe in Höhe von 1400 Euro verurteilt wurde. Er bezahlte seine Justizschulden und konnte somit weiterreisen.

Weitere 700 Euro musste ein Mann (28) begleichen, er war Mitfahrer in einem Kleintransporter und hatte eine Rechnung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg offen. Das Amtsgericht Würzburg verurteilte ihn wegen Fahrens ihn Fahrerlaubnis zu einer Geldstrafe in Höhe von 700 Euro. Nachdem er seine Schulden beglichen hatte, setzte er seine Reise fort.

Wegen mehrfachen nicht gezahlten Ordnungswidrigkeit forderte die Staatsanwaltschaft Bielefeld mit Haftbefehl einen weiteren Mann (30) zur Begleichung seiner Justizschulden in Höhe von 212 Euro auf. Er bezahlte die „offene Rechnung“ und ersparte sich somit die angeordnete Erzwingungshaft von neun Tagen.

Fahnder halten die Augen offen

Auch in der Nacht auf Montag bewiesen die Zivilfahnder der Waidhauser Bundespolizei erneut ein gutes Fahndungsgespür. Kurz nach Mitternacht kontrollierten sie in Waidhaus einen Mann (49). Bei Überprüfung der Personalien spuckte der Fahndungscomputer einen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Arnsberg aus. Wegen unerlaubtem Entfernen vom Unfallort verurteilte ihn das Amtsgericht Schmallenberg zu einer Geldstrafe in Höhe von 1400 Euro, die er bislang nicht bezahlt hatte. Er beglich bereitwillig seine Schulden bei der Bundespolizeiinspektion Waidhaus und konnte seine Fahrt fortsetzen.

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Den Schlusspunkt des erfolgreichen Fahndungswochenendes war die Kontrolle eines jungen Mannes (24). Er war Insasse eines Fernreisebusses von Pilsen nach Paris und wurde durch die Staatsanwaltschaft Osnabrück mittels Haftbefehl gesucht. Das Amtsgericht Osnabrück hatte ihn vor sechs Jahren wegen Urkundenfälschung zu einer Geldstrafe in Höhe von 400 Euro verurteilt. Auch er beglich seine ausstehenden Justizschulden und entging somit der angeordneten Ersatzfreiheitsstrafe von 40 Tagen.