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Staatspreis geht an Mähring und Neusorg

Mähring/Neusorg. Riesenlob für die gelungene Instandsetzung des alten Vereinshauses in Riglasreuth und die Neugestaltung des Dorfangers in Großkonreuth. Beide Projekte wurden jetzt mit dem Staatspreis Dorferneuerung und Baukultur ausgezeichnet.

Staatspreis geht an Mähring und Neusorg

Das mehr als 70 Jahre alte Kolpinghaus in Riglasreuth wurde für mehr als eine halbe Million Euro komplett saniert. Foto: Architekt Gerald Braun

Zwei Sieger aus der Oberpfalz gibt es beim diesjährigen Wettbewerb “Staatspreis Dorferneuerung und Baukultur” des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Zum einen die Gemeinde Neusorg mit der Instandsetzung eines Nachkriegsbaus im Ortsteil Riglasreuth, zum anderen der Markt Mähring mit der Neugestaltung des Dorfangers im Ortsteil Großkonreuth.

Beide Projekte wurden vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberpfalz mit insgesamt 983.000 Euro finanziell gefördert. Staatsministerin Michaela Kaniber hat die Preisträger – insgesamt zwölf aus ganz Bayern – am Donnerstag in einem Festakt in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz ausgezeichnet.

Moderne Tagungsstätte für Dorfgemeinschaft

Das 1952 errichte Vereinsheim in Riglasreuth war aufgrund seines desolaten Bauzustands nicht mehr nutzbar und vom Leerstand bedroht. Nach der gelungenen Sanierung steht das Vereinsheim als moderne Tagungsstätte der gesamten Dorfgemeinschaft zur Verfügung. Die Instandsetzung des “Kolpinghauses” ist eine zeitgemäße Botschaft zum Erhalt der grauen Energie der 1950er-Jahre-Bauten und zum Grundsatz des “Bewahrens und Weiterbauens” anstelle des Abbruchs und Neubaus.

Baukosten in Höhe von 503.000 Euro

Die Baumaßnahme umfasste unter anderem Abdichtungsarbeiten, neue wärmegedämmte Fassadenverkleidungen, die Erneuerung der Fenster und Innentüren, die Renovierung der Holzböden, die Erneuerung der Heizungs- und Haustechnik, die Neuorganisation der Küche und der Sanitäranlagen. Dadurch konnte der CO₂-Ausstoß um fast 70 Prozent reduziert werden.

Mit der energetischen Ertüchtigung ging auch eine zeitgemäße Fassadengestaltung einher. Die dunkle Holzverkleidung und die Gestaltung der neuen Fensteröffnungen mit den raumhaltigen Fensterlaibungen sind sehr sorgfältig ausgeführt worden. Die schwarze Oberfläche der Holzschalung und die orangefarbenen Seitenflächen schaffen einen Bezug zu den Farben von Kolping. Die gesamten Baukosten lagen bei gut 503.000 Euro, das ALE Oberpfalz förderte das Projekt mit knapp 453.000 Euro.

Die eingeschossige Scheune in Holzrahmenkonstruktion und Lärchenholzverschalung bildet das Herzstück des neugestalteten Dorfangers am Flüsschen Wondreb. Foto: David Rieß

Treffpunkt für alle Generationen

Mit der Neugestaltung des Dorfangers in Großkonreuth entstand unter intensiver Einbeziehung der Dorfgemeinschaft ein vielfältig nutzbarer Freiraum und beliebter Treffpunkt für alle Generationen. Der einfache, klare Baukörper der Multifunktionsscheune, der sich ganz selbstverständlich in den örtlichen Kontext einfügt, und die ebenso angepasste Freiraumgestaltung tragen zu einer wesentlichen städtebaulichen Aufwertung an zentraler Stelle bei und leisten einen guten Beitrag zur sozialen Dorfentwicklung.

OTH Amberg-Weiden
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Scheune bildet das Herzstück

Die eingeschossige Scheune in Holzrahmenkonstruktion und Lärchenholzverschalung bildet das Herzstück des neugestalteten Dorfangers am Flüsschen Wondreb. Mit seinen Materialien und seiner Formensprache orientiert sich das Gebäude an den umliegenden Scheunen und leistet neben dem Raumangebot einen wichtigen identitätsstiftenden Beitrag.

Die Öffnung des verrohrten Weißbachs und gekonnte Einbindung des Elements Wasser, die Anlage des Spielplatzes, die Reduzierung der befestigten Fläche auf ein Minimum und nicht zuletzt die ausgewählte Bepflanzung unterstreichen das gelungene Zusammenspiel zwischen gebauter Maßnahme und Freiraumgestaltung. Die gesamten Baukosten lagen bei knapp 700.000 Euro, das Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz förderte das Projekt mit 530.000 Euro.