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Zoll stoppt 600.000 unversteuerte Zigaretten auf der A6 bei Wernberg-Köblitz

Wernberg-Köblitz. Zöllner stoppten auf der Autobahn A6 einen Lastwagen und fanden bei der Kontrolle 3.000 Stangen unversteuerte Zigaretten. Der Steuerschaden liegt im sechsstelligen Bereich.

Zoll stoppt 600.000 unversteuerte Zigaretten auf der A6 bei Wernberg-Köblitz

Vollmobile Röntgenanlage der KE GRT Wernberg-Köblitz Foto: Hauptzollamt Regensburg
Kartons voller sichergestellter Zigaretten Foto: Hauptzollamt Regensburg
Offener Karton voller Schmuggelzigaretten Foto: Hauptzollamt Regensburg
Angemeldete Ware (links) und daneben Kartons mit Schmuggelzigaretten. Foto: Hauptzollamt Regensburg
Ausschnitt des Röntgenbilde Foto: Hauptzollamt Regensburg

Zöllner der Kontrolleinheit Großröntgentechnik (KE GRT) Wernberg-Köblitz zogen Mitte November einen türkischen Lastwagen auf der A6 aus dem Verkehr, der in Fahrtrichtung Nürnberg unterwegs war. Der Lastwagen wurde zur Kontrolle an die Dienststelle nach Wernberg-Köblitz gebracht. Dort durchleuchteten die Zöllner das komplette Fahrzeug mit der zolleigenen Großröntgenanlage. Dabei stellten sie Auffälligkeiten im Bereich der Ladung fest. Die Röntgenbilder ließen auf Waren schließen, die in den Frachtpapieren nicht aufgeführt wurden.

Es erfolgte eine manuelle Kontrolle der Ladung. Dabei bestätigte sich der Verdacht der Beamten: In 60 Kartons fanden sie insgesamt 3.000 Stangen unversteuerter Zigaretten. Das entspricht 600.000 Zigaretten. Alle Zigaretten waren mit türkischen Steuerzeichen versehen.

Der Leiter der KE GRT Wernberg-Köblitz, Manfred Schneider, schildert die Situation vor Ort: „Im Moment, als der Lastwagenfahrer die Plombe entfernen sollte, fiel er förmlich resignierend in sich zusammen. Er starrte auf den Boden und vermied Augenkontakt.“

Die Zigaretten und der Lastwagen wurden sichergestellt. Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung eingeleitet. Der entstandene Steuerschaden liegt im sechsstelligen Bereich. Die weiteren Ermittlungen übernahm das Zollfahndungsamt München im Auftrag der Staatsanwaltschaft Regensburg.

Einsatz moderner Großröntgentechnik beim Zoll

Der Zoll setzt bundesweit Großröntgentechnik zur Kontrolle des Waren- und Fahrzeugverkehrs ein. Die Anlagen kommen sowohl stationär an festen Standorten wie Seehäfen als auch mobil entlang wichtiger Verkehrsachsen und Knotenpunkte zum Einsatz. Ziel ist es, risikobehaftete Sendungen schnell und effizient zu überprüfen, ohne Ladungen entladen zu müssen.

Die mobilen Großröntgenanlagen sind flexibel einsetzbar und können ohne großen logistischen Aufwand an unterschiedliche Einsatzorte verlegt werden. Sie ergänzen die stationären Großröntgensysteme des Zolls und erhöhen die Kontrollfähigkeit im gesamten Bundesgebiet. In Wernberg-Köblitz befindet sich eine von insgesamt sieben mobilen Großröntgenanlagen des Zolls.

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