Gemeinschaftschor krönt Kreismusikfest in Waidhaus

Gemeinschaftschor krönt Kreismusikfest in Waidhaus
Der Musikverein Waidhaus feiert derzeit sein 40-jähriges Bestehen. Der Sternmarsch mit anschließendem Gemeinschaftschor wird zu einem Erlebnis für alle Beteiligten.
Stimmungsvoller Auftakt beim Kreismusikfest in Waidhaus
„Wo man singt, da lass dich ruhig nieder.“ Andreas Meier hatte am Sonntag, 21. Juni, allen Grund, den Text des bekannten Liedes mit „und musiziert“ zu erweitern. Das Kreismusikfest zum 40-jährigen Gründungsjubiläum des Musikvereins Waidhaus hat die Erwartungen erfüllt, wenn nicht übertroffen.
Der Landrat hielt sich auch an die Vorgabe der Vorsitzenden Simone Dietl, die Grußworte kurz zu fassen. Und so sprach er von einer großen Musiktradition im Grenzmarkt und stellte erfreut fest: „Da benötigt man engagierte Menschen.“ Das wusste auch der Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes, Patrick Treml.
Grußworte von Politik und Verbänden
Für Markus Bauriedl ist das 40-jährige Vereinsjubiläum ein besonderer Meilenstein. „Vier Jahrzehnte haben engagierte Musikerinnen und Musiker mit Leidenschaft, Fleiß und Gemeinschaftssinn das kulturelle Leben in unserer Gemeinde bereichert“, würdigte der Bürgermeister und Schirmherr die Leistungen. „Der Musikverein Waidhaus ist aus unserem Gemeindeleben nicht mehr wegzudenken.“
Außerdem freute sich Bauriedl, „dass das Jubiläum im Rahmen des Kreismusikfestes gefeiert werden darf“, und war überzeugt: „Musik verbindet Menschen über Generationen und Ortsgrenzen hinaus.“ Dabei sprach er in Bezug auf Gemeinschaft, Freude und Zusammenhalt von „Werten, die gerade in unserer heutigen Zeit von großer Bedeutung sind“.
Sternmarsch mit zehn Kapellen
Wie recht der Bürgermeister hatte, zeigte sich bereits beim Sternmarsch. Zehn Musikkapellen aus den Landkreisen Neustadt/WN, Schwandorf und Tirschenreuth, angeführt vom Vereinsorchester des Waidhauser Musikvereins, sowie aus Unterfranken und der Tschechischen Republik, hatten sich im Bereich der Bahnhofstraße und der Auffahrt zum Schulhaus aufgestellt und marschierten unter Marschmusik zum Sportplatz des TSV Waidhaus, begleitet von begeisterten Gästen.
Ernst Mosch (1925–1999) hätte mit Sicherheit seine Freude gehabt, wenn er die Lieder beim „Gemeinschaftschor“ gehört hätte. Schließlich hatte der „König der Blasmusik“ bei passender Gelegenheit in Interviews immer wieder gerne gesagt: „Ich will es genau, ganz genau. Da darf bisher nicht mal ein Haar dazwischenpassen.“
Gemeinschaftschor überzeugt mit Präzision
Und genauso präsentierten sich das Waidhauser Vereinsorchester, der Dechovy Orchestr Mladych ZUS Tachov, der Musikverein/Blaskapelle Kirchaich aus Haßberge, die Blaskapelle Reuth bei Erbendorf, die Trachtenkapelle Waldthurn, die Jugendblaskapelle Fensterbach, die Jugendblaskapelle Roggenstein, die Pirker Blaskapelle, die Blaskapelle Waldkirch und die Jugendblaskapelle Nabburg, als hätten sie die Stücke gemeinsam einstudiert. Ob beim Marsch „So klingt’s aus Stadt und Land“ oder der legendären „Fuchsgraben-Polka“ der Egerländer Musikanten: Die Abstimmung passte bis ins Detail. Das galt auch für Peter Maffays „Ich wollte nie erwachsen sein“. Die Polka „Wir Musikanten“ war ebenfalls ein Paradebeispiel für perfekte Abstimmung.
Die Dirigenten Hermann Mack, Kornelia Kraus und Lena Putzer (alle vom Musikverein Waidhaus) sowie Kreisdirigent Peter Dotzauer hatten wie das begeisterte Publikum ihre helle Freude. Die Bayernhymne und die Nationalhymne waren der würdige Abschluss eines Gemeinschaftskonzertes der Superlative.
Programm am Schulhof sorgt für Unterhaltung
Nach und nach ging es unter musikalischen Klängen zum Schulhof. Dort präsentierten sich die Jugendblaskapelle Fensterbach und die Pirker Blechmusi von ihrer besten Seite und sorgten für Topunterhaltung. Das galt auch für das Vereinsorchester unter der Leitung von Hermann Mack.
Eingebunden in die Feier waren auch die Jüngsten im Verein sowie die Kinder der musikalischen Früherziehung und der Grundkurse. Gerne nahmen Mädchen und Jungen auch das Angebot „Kinderschminken“ in Anspruch.
Ausblick: Jubiläumsklänge am 25. Juli
Nach dem Motto „Aller guten Dinge sind drei“ heißt es schließlich am Samstag, 25. Juli, „Jubiläumsklänge“. Dabei startet um 10 Uhr eine Musikmesse. Für Unterhaltung sorgen neben dem Vereinsorchester die Gruppe „Atemnot“, „D’Woihauser Straßenmusikanten“, die „Damen-Big-Band“, die Kapelle „Bockl-Blech“, „OWB-Revival“, die „Ukulelas“, die „Rüscherl-Muse“ und „Power Hoch 5“. Dazu kommen ehemalige und aktive Musiker als Gemeinschaftschor sowie die Tanzgruppen „Wild Chixx“ und „Dance Surprise“ mit Einlagen. Den Schlusspunkt setzt um Mitternacht die Gruppe „Public Surprise“ mit einer Feuershow.
Wenn Du OberpfalzECHO als bevorzugte Quelle hinterlegst, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für Dich auf.
Füge jetzt OberpfalzECHO Deinen Quellen hinzu!










