Tradition und Gemeinschaft: Die Ausstellung des Kleintierzuchtvereins Windischeschenbach
Tradition und Gemeinschaft: Die Ausstellung des Kleintierzuchtvereins Windischeschenbach
Die Turnhalle der Grund- und Hauptschule Windischeschenbach ist seit rund vierzig Jahren die Heimat des Kleintierzuchtvereins Windischeschenbach und Umgebung bei Abhaltung seiner Ausstellung zum Ende eines Zuchtjahres. Die „normalen“ Besucher kommen ins Staunen, wenn sie die Vielzahl unterschiedlicher Tauben oder Hühner sehen. Vorsitzender Karl Luber bedauert, dass von den 80 Mitgliedern des Vereins nur noch 15 aktiv Tiere, also Kaninchen, Tauben oder Hühner züchten. So züchten nur noch drei Mitglieder Hasen und Kaninchen. Noch negativer fällt nach den Worten des Vorsitzenden der Anteil der Züchterjugend aus, der aktuell auf dem Nullstand ist.
Es gehört auch zur Tradition des Kleintierzuchtvereins noch am Ende des ersten Ausstellungstages die Vereinsmeister zu ehren. Im Café Baumgärtel trafen sich dazu die Mitglieder, um zu hören, welche Entscheidungen und Bewertungen die Mitglieder der Jury zu den jeweiligen Tieren abgegeben haben.
Starke Gemeinschaft zwischen den Kleintierzuchtvereinen
Vorsitzender Karl Luber zeigt sich erfreut, dass auch Vertreter des Kleintierzuchtvereins Friedenfels anwesend waren. Der Vorsitzende hob das gute Verhältnis zwischen den
beiden Kleintierzuchtvereinen hervor, das mittlerweile seit sechzig Jahren besteht. Er gab sich überzeugt, dass diese Züchterfreundschaft auch weiterhin Bestand haben wird. Vor den
anwesenden Mitgliedern bedauerte Karl Luber nochmals den Rückgang bei den Kaninchenzüchtern. „Keiner will heute mehr einen Hasen halten“, meinte der Vorsitzende und
machte deutlich, dass früher diese Tiere in jedem Haus zu finden waren und letztlich auch zur Ernährung der Menschen beitrugen. Es wäre schon schön, wenn wenigstens mal zehn oder fünfzehn Hasen mehr ausgestellt würden, befand der Vorsitzende.
Bewertung der Tiere
Bei der Bekanntgabe der Entscheidungen und Beurteilungen der Preisrichter fielen Bezeichnungen, die einem Außenstehenden wahrscheinlich nichts sagen. Aber insgesamt befand die Jury, dass alle ausgestellten Tiere hervorragend gezüchtet und gehalten werden. Das zeigte sich besonders bei den Bewertungen der Tauben, wo die Züchter auf den ersten drei Plätzen die gleiche Punktzahl erreicht haben und nur ganz bestimmte Nuancen den kleinen Unterschied in der Platzierung machten.
Ergebnisse der Bewertungen
Bei den Tauben boten sieben Aussteller 120 Tauben der Jury zur Bewertung an. Das Ergebnis: 1. Daniel Müller, 2. Karl-Heinz Rösch, 3. Ludwig Schedl (alle 476 Punkte); den Zuchtpreis erhielt Gerald Mack, den Sonderpreis und den Landesverbandspreis gewann Karl-Heinz Rösch. Beim Geflügel waren 66 Tiere aus sechs Rassen von fünf Züchtern ausgestellt. Das Ergebnis: 1. Karl Luber, 2. Hermann Müller, 3. Peter und Sabine Luber; Zuchtpreis Peter und Sabine Luber. Bei den Kaninchen beherrschte Vorsitzender Karl Luber das Feld und gewann die Vereinsmeisterschaft.
Dank an die Stadt Windischeschenbach
Im Zuge der Preisverleihung dankte Vorsitzender Karl Luber der Stadt Windischeschenbach für die Überlassung der Turnhalle seit 40 Jahren, was nicht als Selbstverständlichkeit
gesehen werden dürfe.
Dritte Bürgermeisterin Brigitte Kreinhöfner lobte die Einsatzbereitschaft der Mitglieder für die Vorbereitung und Abhaltung der Ausstellung. Frank Brüning (Stadtrat, SPD) räumte ein, sich mit den Tieren und den Bewertungen nicht auszukennen, freute sich aber in Übereinstimmung mit der Dritten Bürgermeisterin, dass
es den Kleintierzuchtverein mit seiner Tradition gibt.








