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Ameisenschutzverein verlegt Nester wegen SüdOstLink in Tirschenreuth

Falkenberg. Der Ameisenschutzverein Landkreis Tirschenreuth erlebte ein intensives Jahr mit Nest-Umsetzungen wegen des SüdOstLinks.

Falkenberg. Der Ameisenschutzverein Landkreis Tirschenreuth erlebte ein intensives Jahr mit Nest-Umsetzungen wegen des SüdOstLinks.
Von links: zweiter Vorsitzender Thomas Döhler, Referentin Claudia Fuchs, Vorsitzender Michael Weiß. Foto: Ute Döhler

Ameisenschutzverein verlegt Nester wegen SüdOstLink in Tirschenreuth

Über ein intensives Vereinsjahr konnte der Vorstand des Ameisenschutzvereins Landkreis Tirschenreuth bei der Mitgliederversammlung im Goldenen Stern in Falkenberg zurückblicken.

Umsiedlungen wegen Stromtrasse und Wasserleitung

Während von Privatgrundstücken sechs Nester umgesiedelt werden mussten, forderte insbesondere der Bau der Gleichstromtrasse die Aktiven. Von der vorgesehenen Trassenführung des SüdOstLinks mussten 37 Nester der kahlrückigen Waldameise (Formica polyctena) an andere Standorte gebracht werden. Der Bau einer Wasserleitung im Gebiet der Kommune Plößberg machte den Einsatz bei sechs Nestern nötig.

Der Vorsitzende Michael Weiß bat für das Jahr 2026 um Unterstützung aller Heger, da die Stromtrasse noch weitere intensive Einsätze nötig machen wird.

Projekt „Wilde Weiden Waldnaabaue“ vorgestellt

Zu einem Vortrag über die „Wilde Weiden Waldnaabaue“ in der Tirschenreuther Teichpfanne konnte Projektleiterin Claudia Fuchs von der Unteren Naturschutzbehörde begrüßt werden. Sie stellte die Entwicklung des Projekts und die weitere Zukunft in einem spannenden Vortrag vor.

Ziel ist eine große, zusammenhängende Weidelandschaft mit ganzjähriger Beweidung, die derzeit mit Wasserbüffeln und dem Roten Höhenvieh realisiert wird. Die Tiere sollen dabei als Landschaftsgestalter aktiv werden, indem sie der Verbuschung entgegenwirken und durch Samenverbreitung mehr Blühpflanzen ermöglichen und somit die Nahrungsquellen für andere Arten erhöhen. Wasserbüffel schaffen Kleingewässer zum Suhlen, das Rote Höhenvieh kommt mit kargen Flächen und rauem Klima hervorragend zurecht.

Projektfläche und Perspektiven

Insgesamt soll die Projektfläche einmal rund 200 Hektar umfassen. Der aktuelle Projektzeitraum läuft bis Ende 2026; eine Verlängerung ist bereits in Vorbereitung. Durch eine wissenschaftliche Begleitung soll die Entwicklung des Projektgebietes überwacht werden. Themen sind dabei die Entwicklung der Flora und Fauna, Veränderungen bei der Biodiversität und die Frage, wie sich eine solche Beweidungsart wirtschaftlich weitestgehend eigenständig tragen kann.

Spedition Wagner
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