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Auf den Spuren der Operation Cowboy: Friedensstaffellauf verbindet Eslarn und Hostoun

Eslarn. Der 13. Staffellauf „Auf den Spuren der Operation Cowboy“ führt nach Hostoun und steht für Frieden und Freundschaft. Am Mittwoch, 29. April 2026 um 16 Uhr starteten 16 Staffeln über 24 Kilometer.

Auf den Spuren der Operation Cowboy: Friedensstaffellauf verbindet Eslarn und Hostoun

Impressionen vom Friedensstaffellauf 2026. Fotos: Karl Ziegler
Impressionen vom Friedensstaffellauf 2026. Fotos: Karl Ziegler
Impressionen vom Friedensstaffellauf 2026. Fotos: Karl Ziegler
Impressionen vom Friedensstaffellauf 2026. Fotos: Karl Ziegler
Impressionen vom Friedensstaffellauf 2026. Fotos: Karl Ziegler
Impressionen vom Friedensstaffellauf 2026. Fotos: Karl Ziegler
Impressionen vom Friedensstaffellauf 2026. Fotos: Karl Ziegler
Impressionen vom Friedensstaffellauf 2026. Fotos: Karl Ziegler

Der internationale Staffellauf „Auf den Spuren der Operation Cowboy“ von der bayerischen Marktgemeinde Eslarn zur tschechischen Stadt Hostoun hat sich längst zu einer festen Größe im grenzüberschreitenden Veranstaltungskalender entwickelt. Der Lauf erinnert an die historische Rettung der edlen Lipizzaner-Pferde gegen Ende des Zweiten Weltkriegs. Im Rahmen der sogenannten „Operation Cowboy“ gelang es der zweiten US-Kavallerie, die wertvollen Tiere vor der drohenden Zerstörung durch die Nationalsozialisten zu bewahren. Dieses außergewöhnliche Beispiel für Mut, Zusammenarbeit und Menschlichkeit über ehemalige Fronten hinweg steht bis heute symbolisch für Frieden und Völkerverständigung – Werte, die auch der Staffellauf lebendig hält. Die Erinnerung wach hielt auch der beim Lauf anwesende Military-Car-Club aus Plzen (Pilsen) mit einem Jeep und einem Motorrad der US-Armee.

Grenzüberschreitende Freundschaft und Gedenken

Bei der Begrüßung betonten der zweite und designierte erste Bürgermeister von Eslarn, Thomas Kleber, sowie die tschechischen Bürgermeister Libor Picka (Belá nad Radbuzou) und Miroslav Rauch (Hostoun) die Bedeutung der grenzüberschreitenden Freundschaft. Sie wünschten allen Teilnehmern einen unfallfreien Verlauf und sportlichen Erfolg und begrüßten auch Bürgermeisterkollegen Josef Beimler mit Nachfolger Georg Bocka aus Waldthurn und anwesende tschechische Kollegen. Organisator Dipl.-Ing. Bohuslav „Bob“ Balcar von der Erlebnis-Agentur Resonance in Domazlice erinnerte zudem an die Geschichte der Lipizzaner, und sein Sohn, Profifotograf Daniel Balcar, hielt den Ablauf des Staffellaufs in Bildern fest. Der begeisterte Reiseführer „Bob“ Balcar bat um eine Gedenkminute für den am 1. Februar 2025 mit 93 Jahren verstorbenen Dudelsackspieler Antonín Konrády. Die von ihm gegründete Chodenkapelle „Chodovanka“ aus Domažlice hielt mit zahlreichen Auftritten, auch beim Staffellauf, musikalisch sein Andenken in Erinnerung. Aufgrund seiner Auftritte mit dem Ensemble Konrádyhoa dudácká muzika (Konrádys Dudelsackmusik), auch kurz nur Chodovanka genannt, war Konrady auch in Bayern bestens bekannt.

Startschuss in Eslarn und spannender Rennverlauf

Am Mittwoch, 29. April 2026, pünktlich um 16 Uhr fiel am Marktplatz in Eslarn durch die Bürgermeister Thomas Kleber und Libor Picka aus der tschechischen Patengemeinde Bela der Startschuss für den 13. Staffellauf. Insgesamt 16 Staffeln mit 64 Läuferinnen und Läufern machten sich bei herrlichem Sonnenschein grenzüberschreitend auf den rund 24 Kilometer langen Weg zur tschechischen Stadt Hostoun. Beim Staffellauf waren auch Vertreter der US-Armee vom zweiten Cavalry Regiment aus Vilseck, der Bundeswehr aus Oberviechtach sowie der tschechischen Streitkräfte und zahlreiche Teams aus den Grenzgebieten „hüben und drüben“ vertreten. Sportlich entwickelte sich auf den vier Etappen ein spannender Wettbewerb mit wechselnden Führungen. Nach den ersten beiden Etappen lag das Team aus Nepomuk vorne, dicht gefolgt von weiteren starken Mannschaften. Beim dritten Wechsel übernahm jedoch das erste Team aus Belá nad Radbuzou die Spitze und verteidigte diese bis ins Ziel, in das die Läufer von tschechischen Reitern in Cowboykluft begleitet wurden. Innerhalb von rund 30 Minuten lief der letzte der Läuferinnen und Läufer ins Ziel.

Ergebnisse und starke Leistungen

Mit einer Zeit von 1:30:31 Stunden sicherten sich Pavel Majer, Radek Petrašek, Marta Kobanová und František Šup den Sieg. Platz zwei ging an Nepomuk (1:30:42), gefolgt von der tschechischen Armee (1:31:03). Die Staffel aus Waldthurn (Daniel Bergmann, Swen Arnold, Philipp Parton, Katharina Völkl) belegte mit 1:31:09 einen starken vierten Platz. Die weiteren Plätze gingen an Stadt AS, das Team CZ-Chodske Strely und Bela III.

Besonders bemerkenswert war der achte Rang des Teams um den 78-jährigen Professor Dr. med. Jan Pirka, der als ältester Teilnehmer großen Respekt erntete. Er ist auch als tschechischer Herzspezialist und ehemaliger Läufer aus Prag bekannt. Weitere Plätze belegten unter anderem die Bundeswehr Oberviechtach, das zweite US-Cavalry Regiment, auch bekannt als „Second Dragoons“ aus Vilseck. Auf Platz 11 kam Stadt Hostoun, 12. Eslarn I. (1:51:56) mit Herbert Biermeier, Andre Biermeier, Josef Rupprecht, Katrin Eismann, 13. Stitary/CZ, 14. Eslarn II. (1:54:20) mit Karl und Jonas Schmid, Kathrin Zinkl und Christian Helm, 15. Hostoun II (2:00:04), 16. Zinkovy (2:07:25).

Sichere Strecke dank guter Organisation

Ein Dank für die Absicherung der Läufer ging an alle aktiv Mitwirkenden. Entlang der Route sorgten Feuerwehren und Polizei für die Sicherheit, während ein Bus den Transport der Läufer übernahm.

WITRON – Nachmittag der Ausbildung
WITRON – Nachmittag der Ausbildung

Im Ziel in Hostoun angekommen, wurden alle Teilnehmer gebührend gefeiert und von zwei Reitern in amerikanischem Outfit begrüßt. Die Siegerehrung fand in geselliger Atmosphäre statt, bei der die besten Teams mit Bierpreisen ausgezeichnet wurden. Jeder Teilnehmer erhielt zudem ein Präsent und von Fotograf Daniel Balcar ein Gruppenfoto, die Damen zusätzlich Blumen. Begleitet von regionalen Spezialitäten klang der Tag in freundschaftlicher Runde aus. Der Staffellauf bleibt damit nicht nur ein sportliches Ereignis, sondern vor allem ein lebendiges Zeichen für Zusammenhalt, Frieden und internationale Freundschaft.