Geschlechterklischees überholt: Berufsorientierung bei Kassecker
Geschlechterklischees überholt: Berufsorientierung bei Kassecker
Rektorin Claudia Strobel-Dietrich weiß gar nicht, womit sie anfangen soll, wenn sie vom Schulprojekt „Tischtennisplatte“ der VK 10a ihrer Mittelschule Waldsassen erzählt, bei dem sieben Schüler gemeinsam mit Kassecker-Auszubildenden das genannte Sportgerät aus Beton bauten und aufstellten.
Intensive Berufsvorbereitung im Zuge der Vorbereitungsklasse
Zum einen geht es um das Schulprogramm „fit for teams“ zur Bewegungsförderung der Schüler – in dessen Zusammenhang bildet die neue Tischtennisplatte einen treffsicheren Baustein, der bei Lehrern und Schülern zugleich gut ankommt. Zum anderen ist es die Vorbereitungsklasse (VK) selbst, die es in dieser Form landkreisweit nur in Waldsassen gibt.
Sie begleitet Mittelschüler nach deren Quali für weitere zwei Jahre auf dem Weg zur Mittleren Reife. Bedingt durch den ausgedehnten Zeitraum von zwei Schuljahren kann die Berufsorientierung noch intensiver gestaltet werden. Genauso entstand zusammen mit dem betreuenden Fachlehrer Technik, Matthias Burger, auch das Projekt, eine Tischtennisplatte nicht einfach nur auf dem Schulhof zu platzieren.
Mädchen in der Überzahl: Umdenken bei der Berufswahl?
Vielmehr durften sieben Schülerinnen und Schüler der genannten VK das Projekt von der Planung über die Herstellung bis zur Montage vor Ort begleiten – Mitdenken und Anpacken inklusive. Das bereitete nicht nur Abwechslung und Praxisnähe im Schulalltag, sondern lieferte den Jugendlichen einen ganz besonderen Einblick in die Berufswelt.

Frauen am Bau: Drei starke Spezialistinnen bei Kassecker
[Advertorial] Waldsassen. Das Bauunternehmen Kassecker gilt als leistungsstarker und geschätzter Partner. Die Firma ist aber auch bei ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern außerordentlich beliebt. Drei Kassecker-Frauen schildern ihre Erfahrungen und wie sie ihre Arbeit erleben.
Und dann wäre da noch die Teilhabe der Mädchen am Bauprojekt: Vier Schülerinnen und drei Schüler waren beteiligt – vielleicht der Beginn eines Umdenkens, weg von Klischees und überholten Rollenbildern bei der Berufswahl? Die Rektorin würde es, ebenso wie Kassecker-Ausbilder Benjamin Riediger, freuen, mehr Frauen im Handwerk und in den klassischen Bauberufen zu sehen.
Für Riediger wäre das kein Neuland. Seit dem Start im Ausbildungszentrum des Waldsassener Bauunternehmens hat er immer wieder junge Frauen beim Einstieg in die Bauwelt begleitet. „Noch“, so Riediger, „sind die Damen am Bau klar in der Unterzahl. Wir tragen als Ausbildungsbetrieb gerne unseren Teil dazu bei, das zu ändern.“ Schräge Blicke oder Probleme, sich zu behaupten, seien laut Riediger nicht zu erwarten: „Die Erfahrung habe eher gezeigt, dass unsere Frauen in den gewerblichen Berufen besonders gut performen.“
Praxisprojekt stärkt Teamgeist und informiert aus erster Hand
Bei mehreren Terminen im Ausbildungszentrum packten alle sieben Jugendlichen kräftig mit an, als es um das Schalen und Betonieren der Tischtennisplatte samt Beinen ging. Zusammen mit den Kassecker-Auszubildenden bauten sie die Schalung samt Bewehrung, gaben Zement, Sand und Wasser in den Betonmischer, betonierten, verdichteten, glätteten. Damit aus der blanken Betonoberfläche eine ebenso ansehnliche wie gut bespielbare Platte entstand, wurde kräftig und in vielen Durchgängen nassgeschliffen. Eine finale Farbbeschichtung schützt die glatte Oberfläche vor Verwitterung.
Beim Aufstellen im Schulhof war erneut Anpacken gefragt: Die über eine Tonne schwere Tischtennisplatte wurde per Radlader entladen und anschließend mit einem Hubwagen und vereinten Kräften an die vorgesehene Stelle geschoben. Um den ebenen Stand zu gewährleisten, entnahmen die Auszubildenden zusammen mit den Mittelschülern einen Teil der Pflasterfläche, setzten Fertigfundamente und schlossen die Fläche mit passend geschnittenen Steinen sowie Fugenkies. Der Austausch zu den Ausbildungsberufen im Bauunternehmen oder was einen nach der Schule erwartet, lief locker, in den Pausen oder auch nebenbei – viele der Schüler und Azubis kennen sich noch aus der Schulzeit beziehungsweise lernten sich im Laufe des Projekts besser kennen. Dazu nochmals Strobel-Dietrich: „Das ist wunderbar, weil keine Hemmschwellen mehr hindern, sich wirklich und aus erster Hand zu informieren. Auch den Teamgeist bei den Kassecker-Azubis mit aufzusaugen, ist eine wertvolle Erfahrung. Dass dieses Gemeinschaftsgefühl eben nicht nach der Schule automatisch endet.“
Interessiert?
Weitere Infos gibt es auf dem Ausbildungsportal von Kassecker.








