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Aufwertung des Kioskumfelds in Flossenbürg startet mit Ausschreibung

Flossenbürg. Nach der Kiosk-Sanierung 2024 wird das Umfeld aufgewertet: WC, Sitzplätze, Grün und ein Weg zur Burgruine; Kosten rund 1,7 Millionen Euro. Ausschreibung startet, Fertigstellung 2027.

Flossenbürg. Nach der Kiosk-Sanierung 2024 wird das Umfeld aufgewertet: WC, Sitzplätze, Grün und ein Weg zur Burgruine; Kosten rund 1,7 Millionen Euro. Ausschreibung startet, Fertigstellung 2027.
In Flossenbürg steht das Umfeld beim Kiosk mit in der Agenda. Bild: Josef Pilfusek

Aufwertung des Kioskumfelds in Flossenbürg startet mit Ausschreibung

Nach der umfangreichen Sanierung des Kiosks im Jahr 2024 kann es im Rahmen der Städtebauförderung nun mit dem Umfeld weitergehen. „Das soll entsprechend aufgewertet werden“, hatte Bürgermeister Thomas Meiler bereits in der Gemeinderatssitzung am 12. September 2025 angekündigt und von einem „zentralen Ort in Flossenbürg, wo man sich trifft“, gesprochen.

Kioskumfeld: Planung, Kosten und Elemente

In der Sitzung am Freitag, 10. April, nannte der Rathauschef Kosten von rund 1,7 Millionen Euro und sagte: „Die Planung liegt vor.“ Erstellt hat die Unterlagen die Juretzka Architekten GmbH, Weiden. Das Ingenieurbüro hatte den Auftrag dazu in der Sitzung am 6. März erhalten.

Laut Meiler beinhaltet das Projekt unter anderem ein öffentliches WC – das derzeitige befindet sich in der Nähe des Feuerwehrhauses – sowie Sitzgelegenheiten mit Sonnenschirmen, Grünflächen und die Errichtung eines Gehwegs in Richtung Aufgang zur Burgruine. Dazu kommen Parkplätze, auch für Behinderte, und E-Ladesäulen. Mit dem Hinweis auf die Erneuerung der Infrastruktur kündigte der Bürgermeister auch die Verlegung neuer Wasserleitungsrohre an.

Ausschreibung startet – Stellungnahme zur Ortsumgehung

„Jetzt können wir die Ausschreibung in Angriff nehmen“, sagte er und sprach von einer „Maßnahme, die sich über zwei Jahre hinziehen wird“. Das heißt, die Fertigstellung ist für 2027 vorgesehen.“

Schnell abgehakt war die Stellungnahme zur geplanten Ortsumgehung von Plößberg. Da Belange der Gemeinde Flossenbürg nicht berührt sind, hatten die Ratsmitglieder keine Einwände.

Denkmalschutz und Hochwasserschutz im Fokus

Zustimmung gab es auch zu einem Antrag nach dem Denkmalschutzgesetz bei einer Maßnahme am Oberen Plattenberg. „Die Änderungen sind berücksichtigt“, ließ Meiler dazu wissen.

Stadtwerke Amberg
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„Der Hochwasserschutz ist in aller Munde“, sagte er in puncto Hochwasserschutz. „Dieser betrifft das gesamte Gemeindegebiet und nicht nur Altenhammer.“ Seinen Worten zufolge sind bereits Absprachen mit dem Markt Floß und dem Wasserwirtschaftsamt Weiden erfolgt. Laut Meiler käme deshalb ein interkommunales Projekt mit einem Fördersatz von 75 Prozent infrage. Als Kosten für ein gemeinsames Gutachten nannte er rund 100.000 €.

In Flossenbürg steht das Umfeld beim Kiosk mit in der Agenda. Bild: Josef Pilfusek

Interkommunale Studie und Jahresrechnung 2025

„Das ist eine große Chance“, war er überzeugt. „Es kann uns mal keiner vorwerfen, nichts gemacht zu haben.“ So sahen das auch Christian Rosner und Laura Frenzel (beide CSU), die von einem wichtigen ersten Schritt sprachen. Und so befürwortete der Gemeinderat auch die Studie im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit.

Erstellt hat Kämmerin Margit Frauenreuther bereits die Jahresrechnung 2025. Sie schließt im Gesamtergebnis bei den Einnahmen und Ausgaben mit 5.099.147,86 € ab. Davon entfallen auf den Verwaltungshaushalt 3.497.882,64 € und auf den Vermögenshaushalt 1.601.265,22 €. Die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt bezifferte Frauenreuther auf 228.394,09 €, die Rücklage auf 2.936.406,95 €.

Sparhaushalt und Bürgerbudget-Idee

„Die Schulden haben sich reduziert“, sagte sie zum Rückgang von 812.416 € auf 763.088 €. Dennoch riet sie, für 2026 einen sparsamen Etat aufzustellen. „Die örtliche Rechnungsprüfung kann beginnen“, kündigte der Bürgermeister an.

Ein Bürgerbudget können sich die Freien Wähler vorstellen. Das heißt für Stefan Erndt, einen bestimmten Betrag im Haushalt einzuplanen. Der FWG-Ratsherr konnte sich zwischen 3.000 und 4.500 € pro Jahr als freiwillige Leistung vorstellen. „Es ist eine Idee, alle Flossenbürger an der Gestaltung des Dorflebens zu beteiligen“, begründete er den Antrag, und war überzeugt: „Es ist einen Versuch wert.“ Und weil die Ideen von den Bürgern kämen, sprach er wie sein Fraktionskollege Karlheinz Grundler von einer Stärkung der Gemeinschaft.

Weiteres Vorgehen und Termine

Margit Frauenreuther befürchtete einen hohen Aufwand für die Verwaltung, den auch Florian Plödt (CSU) vermeiden möchte. „Wir müssen es halt so einfach wie möglich machen“, sagte Christian Rosner (CSU). Mit dem Vorschlag des Bürgermeisters, mit Gemeinden vergleichbarer Größe zu sprechen, einigte sich der Gemeinderat schließlich darauf, die Angelegenheit zunächst im Hauptverwaltungsausschuss zu besprechen.

Die konstituierende Sitzung des Gemeinderats für die Wahlperiode 2026–2032 kündigte Meiler für den 8. Mai an.