Ausgezeichnete Masterarbeit zur Nachverdichtung in Maxhütte-Haidhof

Ausgezeichnete Masterarbeit zur Nachverdichtung in Maxhütte-Haidhof
Im Rathaus Maxhütte-Haidhof stellte die angehende Architektin Franziska Hammerl ihre Masterarbeit mit dem Titel „Rhythmus der Peripherie – Neue Strukturen im Dialog mit dem Bestehenden“ vor. Sie stellte dies anhand der Stadt Maxhütte-Haidhof dar. Anwesend waren Bürgermeister Rudolf Seidl, Bauamtsleiter Christian Cesarz sowie Bauamtsmitarbeiter Ludwig Berg.
Masterarbeit „Rhythmus der Peripherie“ vorgestellt
Die gebürtige Saltendorferin absolvierte nach ihrem Abitur in Burglengenfeld ihr Architekturstudium an der OTH Regensburg, das sie im Februar dieses Jahres erfolgreich mit dem Master abschloss. Schon früh stand für sie fest, einen kreativen Beruf zu ergreifen. Der konkrete Wunsch, Architektin zu werden, entwickelte sich jedoch erst in der Oberstufe, inspiriert durch einen Bericht über den Umbau einer alten Scheune zu Wohnraum. Die Idee, Bestehendes weiterzuentwickeln und neu zu interpretieren, prägt seither ihr architektonisches Denken.
Während ihres Studiums vertiefte Hammerl ihr Verständnis dafür, dass Architektur weit über die reine Gestaltung hinausgeht. Vielmehr beschäftigte sie sich intensiv mit der Wirkung von Räumen auf den Menschen sowie mit der Frage, wie gebaute und unbebaute Umwelt unser Denken, Handeln und Zusammenleben beeinflussen.
Architekturstudium und Motivation
Im Zentrum ihres Interesses stehen dabei nicht die großen Metropolen, sondern vielmehr die oft unscheinbaren Räume im ländlichen und peripheren Kontext. Diese Zwischenräume sieht sie als zentrale Herausforderung der Zukunft. Denn trotz anhaltend großer Nachfrage nach einem Leben auf dem Land gerät das klassische Modell des Einfamilienhauses zunehmend an seine ökologischen, ökonomischen und sozialen Grenzen.
Maxhütte-Haidhof, ein Ort, den Hammerl seit ihrer Kindheit kennt, diente ihr als exemplarisches Untersuchungsgebiet. Wie viele ländlich geprägte Kommunen ist auch er von Zersiedelung betroffen. Vor diesem Hintergrund entwickelte sie in ihrer Masterarbeit mit dem Titel „Rhythmus der Peripherie – Neue Strukturen im Dialog mit dem Bestehenden“ vier konzeptionelle Ansätze zur Nachverdichtung, die sowohl bestehende als auch unbebaute Flächen einbeziehen.
Nachverdichtung für Maxhütte-Haidhof
Ziel der Arbeit ist es, etablierte Wohnbilder kritisch zu hinterfragen und neue Perspektiven für das Zusammenleben zu eröffnen. Ein Untertitel lautet „Utopie oder notwendiger Wandel? Neue Perspektiven für das Leben auf dem Land.“ Dabei spielen alternative Wohnformen ebenso eine Rolle wie ergänzende soziale Angebote, die bestehende, häufig monofunktionale Strukturen erweitern.
Hammerl betont: „Die Entwürfe sind bewusst ohne die Einschränkungen von Bebauungsplänen und Normen entwickelt worden, um die kreative Freiheit des Studiums zu nutzen und neue Ideen entstehen zu lassen.“ Parallel zu ihrem Studium sammelte sie bereits praktische Erfahrungen in einem Regensburger Architekturbüro.
Heimatverbundenheit und Engagement
Auch persönlich ist ihr das Thema ein Anliegen: Trotz ihres Studiums in Regensburg blieb sie ihrer Heimat eng verbunden und engagiert sich in der Dorferneuerungsgruppe Saltendorf, wo sie ihr Wissen aktiv einbringt.
Erster Bürgermeister Rudolf Seidl bedankte sich für die Vorstellung der Arbeit sowie für die Wahl der Stadt Maxhütte-Haidhof als Untersuchungsgebiet. „Es ist sehr interessant, eine weitere fachliche Perspektive auf die Entwicklung des ländlichen Raums kennenzulernen“, so Bürgermeister Seidl. Gleichzeitig sprach er Franziska Hammerl seine Gratulation zur Auszeichnung aus.
Auszeichnung und Ausblick
Für ihre herausragende Masterarbeit wurde Franziska Hammerl von der Hochschule mit dem „Best Practice Student Award 2025/2026“ ausgezeichnet.
Für die junge Architektin markiert die Arbeit jedoch keinen Abschluss, sondern vielmehr einen Ausgangspunkt: Die Auseinandersetzung mit dem ländlichen Raum wird auch künftig eine zentrale Rolle in ihrem beruflichen Wirken spielen.






