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MSR Bertelshofer
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Immaterielles Kulturerbe Krippentradition Tirschenreuth: Heimatminister überreicht Aufnahmeurkunden 

Nürnberg/Tirschenreuth. Heimatminister Albert Füracker hat am 9. Juli zehn Lebendige Traditionen in Bayern ausgezeichnet und die Aufnahmeurkunden ins Landesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes überreicht. Nun umfasst es 103 Einträge.

Immaterielles Kulturerbe Krippentradition Tirschenreuth: Heimatminister überreicht Aufnahmeurkunden 

Foto: StMFH/Christian Blaschka

„Unser immaterielles Kulturerbe ist ein wertvoller Schatz, der unsere Gesellschaft prägt und zusammenhält. Die lebendigen Traditionen und das vielfältige Wissen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, bereichern das gesellschaftliche Leben, wirken identitätsstiftend und machen Bayern einzigartig. Es ist beeindruckend zu sehen, mit wie viel Leidenschaft und Kreativität die Menschen hier ihre Bräuche und Fertigkeiten bewahren und weiterentwickeln. Die Aufnahme in das Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes ist eine Anerkennung für dieses außergewöhnliche Engagement. Wer unsere Traditionen pflegt, trägt aktiv dazu bei, dass unsere Heimat lebendig bleibt und auch künftige Generationen ihre Wurzeln spüren können. Für Ihr herausragendes Engagement verdienen Sie größte Anerkennung und ein herzliches Vergelt’s Gott – Sie sind echte Gestalter unserer Heimat. Es ist mir eine besondere Freude, heute zehn der insgesamt 21 Neuaufnahmen im festlichen Rahmen im Heimatministerium Nürnberg würdigen und persönlich auszeichnen zu dürfen“, betont Finanz- und Heimatminister Albert Füracker bei der Urkundenübergabe am Donnerstag in Nürnberg.

Eine regionaltypische Krippentradition

Auch die „Krippentradition Tirschenreuth“ wurde nach Empfehlung durch das unabhängige Expertengremium neu in das Bayerische Landesverzeichnis aufgenommen. Die geschnitzten Krippen in Tirschenreuth stellen eine spezielle Ausprägung der seit dem frühen 19. Jahrhundert verbreiteten Krippentraditionen dar.

Die regionaltypisch in drei Ebenen gestalteten Krippenberge werden in der Weihnachtszeit in Familien, kirchlichen und städtischen Einrichtungen sowie im städtischen Museumsquartier aufgestellt. Neben der Darstellung biblischer Szenen sind vor allem die lokalen Bezüge bei der Gestaltung der Krippenfiguren und -landschaften hervorzuheben. Zur Tradition gehört das gegenseitige „Krippenschauen“ in der Nachbarschaft.

UNESCO-Kulturerbe in Bayern: Hintergrund und Landesverzeichnis

Seit 2003 stellt die UNESCO immaterielle kulturelle Ausdrucksformen in den Fokus der Öffentlichkeit. Überall auf der Welt sollen überliefertes Wissen und Können, das einen wesentlichen Bestandteil unserer Alltagskulturen ausmacht, als immaterielles Kulturerbe sichtbar gemacht sowie Maßnahmen unterstützt werden, die zur Erhaltung und Weiterentwicklung geeignet sind.

Bis heute sind 185 Staaten dem UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes beigetreten. Deutschland ist seit 2013 Vertragsstaat. Neben dem Bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes gibt es in Bayern ein eigenes Landesverzeichnis, das nun 103 Eintragungen enthält.

Interessiert?

Die nächste Bewerbungsrunde startet voraussichtlich im April 2028. Informationen zum bundesweit einheitlichen Bewerbungsverfahren finden sich im Internet unter www.ike.bayern.de.

Interessierte und Antragsteller können sich bei der Beratungs- und Forschungsstelle Immaterielles Kulturerbe Bayern informieren und beraten lassen (ike@volkskunde.badw.de, Tel.: 089 / 23031-1356).

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