Bewerbungsstart für Brautgeschenke der Aussteuer-Stiftung in Burglengenfeld
Bewerbungsstart für Brautgeschenke der Aussteuer-Stiftung in Burglengenfeld

Am 25. März 2027 werden aus den Erträgen der Aussteuer-Stiftung Burglengenfeld Brautgeschenke zu je 1.000 Euro an ledige Bewerberinnen verlost. Aufgrund der derzeit gültigen Stiftungssatzung werden die Brautgeschenke sofort an die Gewinnerinnen ausbezahlt. Für die Auslosung 2027 werden Bewerberinnen zugelassen, die im Jahr 2008 geboren sind.
Voraussetzungen für die Teilnahme
Ferner sind folgende Voraussetzungen für die Gewährung zu beachten: Die Eltern der Bewerberinnen müssen im Bereich der Stadt Burglengenfeld oder zwei Fußwegstunden um die Stadt wohnhaft und gemeldet sein. Die Bewerberinnen müssen kinderreichen Familien (mit drei und mehr Kindern) entstammen. Die Eltern der Bewerberinnen müssen als minderbemittelt im Sinne der Abgabenordnung gelten.
Vorgedruckte Anträge für die Bewerbung zur Zulassung an der Auslosung 2027 sind im Rathaus Burglengenfeld, Zimmer Nr. 23, bei Susanne Karl erhältlich. Die Bewerbungsgesuche mit Einkommens- und Vermögensnachweisen für die Bewerberinnen, deren Eltern und Geschwister sind spätestens bis zum 31. Dezember 2026 bei der Stadt Burglengenfeld einzureichen.
Hintergrund: Die Aussteuer-Stiftung in Burglengenfeld
Die von Laengenfeld-Pfalzheim’sche Aussteuer-Stiftung geht zurück auf Josefine Haas (1783–1846). Die Burglengenfelderin fand, nachdem sie mit zehn Jahren Vollwaise geworden war, Aufnahme als Dienstmädchen bei dem Diplomaten und Malteserritter Franz Graf von Lerchenfeld auf Schloss Köfering. Später nahm er sie mit nach Wien und ging mit ihr eine Ehe „linker Hand“ ein. So kam Josefine Haas zu Wohlstand, gründete nach dem Tode des Grafen mehrere wohltätige Stiftungen, darunter die Aussteuer-Stiftung, und wurde 1845 dafür ihrerseits in den Adelsstand erhoben. Die meisten der Stiftungen von Josefine Haas gibt es nicht mehr; in Burglengenfeld dagegen werden die Brautgeschenke im kommenden Jahr zum 67. Mal seit der Wiederaufnahme des Stiftungszwecks im Jahr 1961 vergeben.
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