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Dammerstammtisch feiert 50 Jahre Freundschaft in Pressath

Pressath. Der Dammerstammtisch feiert 50 Jahre Freundschaft und Zusammenhalt. Vom Start 1976 im Gasthaus Oberndorfer bis zur Heimat im Gasthof Heining: Auftakt war am 8. Juni mit Festgottesdienst, weitere Termine folgen.

Pressath. Der Dammerstammtisch feiert 50 Jahre Freundschaft und Zusammenhalt. Vom Start 1976 im Gasthaus Oberndorfer bis zur Heimat im Gasthof Heining: Auftakt war am 8. Juni mit Festgottesdienst, weitere Termine folgen.
Goldenes Jubiläum: Dammerstammtisch feiert 50 Jahre Freundschaft. Foto: Hubert Schmidt

Dammerstammtisch feiert 50 Jahre Freundschaft in Pressath

Gründung und Entwicklung des Dammerstammtischs

Bereits am 15. Juli 1976 wurde beim „Dammer“, also im Gasthaus Oberndorfer, ein neuer Stammtisch gegründet. Nach einigem Hin und Her entschieden sich die Gründungsmitglieder für den Montag. Der damaligen Wirtin, der „Dammer-Finni“, waren die Jungs bereits wohlbekannt, denn nach Kolping- oder DJK-Stunden traf man sich ja schon immer beim „Dammer“.

Zwölf an der Zahl verewigten sich auf einer Gründungsurkunde, welche fortan im Lokal hinter dem Tisch hing. Gründungsmitglieder waren: Manfred Fischer, Harald Klösel, Eugen Schmidt, Roland Grünberger, Otmar Müller, Bernhard Scharf, Reinhold Kormann, Reinhard Wutzer, Ulrich Girisch, Anton Keilwerth und Josef Keilwerth sowie Martin Raab.

Goldenes Jubiläum: Dammerstammtisch feiert 50 Jahre Freundschaft. Foto: Hubert Schmidt
Barthl und Anton. Foto: Hubert Schmidt
Die Lesung von Reinhold Kormann.Foto: Hubert Schmidt
Das Grab von Familie Gürtler. Foto: Hubert Schmidt
Das Grab von Regina und Josef Keilwerth. Foto: Hubert Schmidt
Das Grab von Otmar Müller. Foto: Hubert Schmidt
Deftige Brotzeit. Foto: Hubert Schmidt
Das Grab von Georg Weber. Foto: Hubert Schmidt

Vom Traditionswirtshaus zur neuen Bleibe

Mittlerweile ist die Anzahl der Stammtischbrüder auf 23 angewachsen. Nach vielen Jahren wurden die Statuten etwas gelockert und sogar Auswärtige aus Kastl und Eschenbach wurden aufgenommen, welche sich freilich vorher erst viele Jahre lang bewähren mussten.

Familie Oberndorfer verkaufte schließlich ihr Anwesen und somit wurde auch das Traditionswirtshaus Dammer geschlossen. Nach Stationen wie dem TSV-Sportheim fanden die Stammtischbrüder schließlich eine neue Bleibe im Gasthof Heining in der Bahnhofstraße.

Zusammenhalt und vielfältige Berufe

Unbedingt bemerkenswert ist der starke Zusammenhalt der Gruppierung. Anfangs wussten noch nicht alle, was sie denn für einen Beruf ausüben wollten. Tatsächlich wurden aus den Dammer-Brüdern: Bauarbeiter, Bankdirektor, Bäckermeister, Dipl.-Ing., Metzger, Postbote, Polizist, Pfarrer, Technischer Zeichner, IT-Fachmann, Professor, Rechtsanwalt, Steuerfachmann, Wasserwart, Elektro- und Fernsehtechniker, Unternehmensberater, Industrieller und Versicherungsfachmann.

Erwähnenswert wäre noch das weit über die Grenzen hinaus bekannt gewordene Dreitagesfest auf der früheren Dammerwiese in Pressath „im Boch“; es war zweifelsohne das alljährliche Highlight. Begann es immer am Freitag mit dem Aufbau, so wurden anfangs die Nächte noch durchgefeiert, und am jeweiligen Sonntagmorgen kamen die eng befreundeten Musiker der Kirchenthumbacher Blaskapelle zum Einsatz. Dazu gab es frische Weißwürste, spendiert vom Metzger und Stammtischmitglied Josef Matz, und die berühmten und immer frisch gebackenen Brezen vom Bäckermeister und Stammtischkollegen Martin Göhl.

Grammer Solar
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Feste, Unterstützung und neue Orte

Später fand sich ein neuer Festplatz „in der Scheibn“ am ehemaligen Bogenschützengelände. Mittlerweile werden die Dammer-Stammtischler dort tatkräftig vom Pressather Burschenverein unterstützt.

Jubiläumsgottesdienst und Gedenken

Das heurige 50-jährige Jubiläum begann nun offiziell am 8. Juni mit einem Festgottesdienst in der Pressather Friedhofskirche. Das Stammtischmitglied, Pfarrer und Diözesanpräses von Regensburg, hatte für seine Stammtischfreunde eigens einen Festgottesdienst vorbereitet.

Dr. med. Konrad Göhl, der Bruder von Martin Göhl, begleitete die Lieder eindrucksvoll auf dem Harmonium der Friedhofskirche. Das Liedgut hatte Karl-Dieter Schmidt eigens für diesen Tag zusammengestellt und ausgeteilt. Der Festgottesdienst wurde mit dem Lied: „Wohin soll ich mich wenden“ angestimmt und die Stammtischler sangen andächtig und melodisch mit.

Bei der Lesung wurde der Geistliche durch Reinhold Kormann unterstützt und die Fürbitten brachte Anton Keilwerth vor. Nach Kommunion und Segnung sangen die Jubilare: „Großer Gott wir loben dich“ und begaben sich im Anschluss zu den Gräbern der bereits verstorbenen Stammtischfreunde, die da waren: Josef Keilwerth, Otmar Müller, Robert Gürtler und Georg Weber. Dort legte Reinhold Kormann im Namen aller feierlich Blumen nieder.

Gemeinsame Brotzeit und kommende Termine

Im Anschluss an den Friedhofsbesuch begaben sich alle zum Stammtischlokal Heining, wo die beiden Wirtinnen Hildegard und Daniela bereits zu einer reichhaltigen Brotzeit aufgedeckt hatten.

Weitere Termine sind am 25. Juli die Rubin-Priesterweihe des Stammtischmitgliedes Karl-Dieter Schmidt, was einem 40-jährigen Priesterjubiläum entspricht. Karl-Dieter, der von seinen Stammtischkollegen immer noch freundschaftlich Barthl gerufen wird, feiert natürlich in seinem Heimatort auch gemeinsam mit seinen Stammtischfreunden.

Von der Stammtischwirtin Hildegard Heining erhielt der Stammtisch eine Einladung zur Bierwoche nach Kulmbach und, um ihre Zusammengehörigkeit zu zeigen, schenkte sie den Teilnehmern auch gleich noch ein T-Shirt mit Stammtisch- und Lokalaufdruck.

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