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DGB kommt mit geballter Macht zur Maikundgebung nach Auerbach

Auerbach. Zur Maikundgebung des DGB kamen Gewerkschaften und Vertrauensleute im Kreuzbräu zusammen. Hauptredner Lutz Geydan forderte Solidarität. Er verlangte klare Politik bei Industrie, Mieten, Rente und Gesundheit.

Auerbach. Zur Maikundgebung des DGB kamen Gewerkschaften und Vertrauensleute im Kreuzbräu zusammen. Hauptredner Lutz Geydan forderte Solidarität. Er verlangte klare Politik bei Industrie, Mieten, Rente und Gesundheit.
Auerbach. Zur Maikundgebung des DGB kamen Gewerkschaften und Vertrauensleute im Kreuzbräu zusammen. Hauptredner Lutz Geydan forderte Solidarität. Er verlangte klare Politik bei Industrie, Mieten, Rente und Gesundheit.

DGB kommt mit geballter Macht zur Maikundgebung nach Auerbach

„Es ist nicht selbstverständlich, dass neben der DGB-Region Oberpfalz drei Vertrauensleutekörper aus den Betrieben ZF Auerbach, Cherry und Heim und Haus zur Maikundgebung des DGB im Kreuzbräu eingeladen haben“, lobte der Hauptreferent Lutz Geydan, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Amberg. Dies zeige, wie Zusammenarbeit zwischen den Gewerkschaften funktionieren könne, betonte der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende von ZF, Dieter Deinzer, bei der Begrüßung, der neben dem Hauptreferenten die Grußredner und die zweite Bevollmächtigte der IG Metall Amberg, Sabrina Feige, willkommen hieß.

Gewerkschaften und Betriebe an einem Strang

Innerhalb der DGB-Region Oberpfalz finden vierzehn Maikundgebungen statt, bei denen der DGB die gewerkschaftlichen Forderungen verstärkt in der Öffentlichkeit vorträgt, gab der Regionssekretär Peter Hofmann aus Weiden bekannt. Mit dieser großen Anzahl an Maiveranstaltungen stehe die DGB-Region an der Spitze aller Regionen innerhalb der Bundesrepublik. Die Zusammenarbeit der Mitgliedsgewerkschaften innerhalb des DGB, nicht nur am 1. Mai, sei eminent wichtig, wenn es um die Vertretung der Interessen der Beschäftigten, der Rentner und der Arbeitslosen gehe, konstatierte der DGB-Kreisvorsitzende Amberg-Sulzbach, Wolfgang Berndt.

Die Grüße der Stadt Auerbach überbrachte der zweite Bürgermeister, Norbert Gradl, der als jahrzehntelanges Gewerkschaftsmitglied bekannte, dass er so gut wie jedes Mal an jeder Maikundgebung teilgenommen habe. Für wirtschaftliche Probleme in vielen Firmen, auch in Auerbach und im Umland, seien nicht die Beschäftigten verantwortlich, die Tag und Nacht bei der Arbeit ihr Bestes geben, sondern oftmals Fehler in den Chefetagen. Gleichzeitig sei aber auch die Politik gefragt, die Rahmenbedingungen für die Firmen zu verbessern, zum Beispiel beim Industriestrom.

Regionale Bilanz und politische Botschaften zum 1. Mai

Der 1. Mai sei nicht der Tag der Werktätigen allein, sondern auch der Tag, an dem man auf die Wirtschaft, die Politik und auf die Gesellschaft schaue, machte Lutz Geydan aufmerksam. Niemand glaube, dass alles so bleibt, wie es ist. Aber es gäbe einen Unterschied zwischen „Die Welt verändert sich“ und „Wir lassen uns von ihr verändern.“ Die entscheidende Frage sei, zu welchen Bedingungen die Veränderung komme. Dies betreffe insbesondere die Industriepolitik, die künstliche Intelligenz, China, die Rente und die Gesundheit.

„Lange galt der Satz, der Markt regelt schon alles. Heute sieht man, dass in den vergangenen Jahren über 100.000 Industriearbeitsplätze in den Bereichen Stahl, Chemie, Auto und Maschinenbau verloren gegangen sind. Und im Tunnel ist noch immer kein Licht zu sehen.“ Betrachte man die Situation bei den Mieten, habe auch hier der Markt nicht geregelt. In Bayern gehe in vielen Städten, auch in der Oberpfalz, fast die Hälfte des Einkommens für Wohnen drauf. Das sei für viele Menschen eine entscheidende Frage, die soziale Sprengkraft berge.

Rente, Gesundheit und Daseinsvorsorge im Fokus

Hier sei die Politik gefragt. Gleiches gelte für die gesetzliche Rente, die kein Geschenk sei, sondern das Versprechen und die grundlegende Vereinbarung, dass die Lebensleistung am Ende eines Lebens anerkannt wird. Nach der Stabilisierung des bisherigen Rentenniveaus bis 2031 müsse als nächste Stufe eine Anhebung erfolgen. „Wer immer private Vorsorge predigt, statt für eine sichere Vorsorge für alle zu sorgen, macht Politik für die Versicherungskonzerne statt für Menschen“, kritisierte der Referent.

WITRON – Nachmittag der Ausbildung
WITRON – Nachmittag der Ausbildung

Kritikwürdig sei auch das, was unter dem Etikett der Gesundheitsreform gerade ins Land komme. Dies sei mehr Kürzung als Reform. Wer Kranke unter Druck setzt, gefährdet Gesundheit. Gesundheit ist keine Ware. Geld müsse in bessere Versorgung und gute Arbeitsbedingungen fließen, nicht in die Taschen von Private-Equity-Firmen. Die Alternative sei eine Bürgerversicherung, in die alle einzahlen, auch jetzt privat Versicherte, auch Beamte. Zudem sei eine gerechtere Beteiligung hoher Einkommen und Kapitalerträge nötig. Es müsse Schluss mit der Privatisierung bei der Daseinsvorsorge.