Digitale Bodensensoren zeigen freie Behindertenparkplätze in Amberg

Digitale Bodensensoren zeigen freie Behindertenparkplätze in Amberg
In der Amberger Altstadt wurden 20 Behindertenstellplätze mit modernen Bodensensoren ausgestattet. Die Sensoren erfassen, ob ein Parkplatz aktuell frei oder belegt ist, und stellen diese Information künftig in Echtzeit für Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung.
Freie Behindertenparkplätze online finden
Die Belegung jener Stellplätze kann dann voraussichtlich ab dem 1. Mai 2026 bequem über das Internet eingesehen werden: Unter www.amberg.de/parken werden diese Parkplätze auf einer digitalen Karte dargestellt. Dort ist auf einen Blick und mithilfe einer farblichen Kennzeichnung erkennbar, ob ein Behindertenstellplatz frei oder blockiert ist. Vergleichbare Sensoren kommen bereits unter anderem in Städten wie Coburg oder Mannheim zum Einsatz. Die Stadt Amberg nutzt diese erprobte Lösung nun gezielt, um den Menschen zu helfen, die auf zentrumsnahe Behindertenparkplätze zwingend angewiesen sind.
Entlastung für Menschen mit Behinderung
Smart-City-Koordinator Benedikt Benz und die Stabsstelle Mobilität und Verkehr haben das Projekt gemeinsam mit den Stadtwerken Amberg erfolgreich auf den Weg gebracht. Ziel ist es, den Parksuchverkehr für berechtigte Nutzerinnen und Nutzer effektiv zu verringern und den Alltag für Menschen mit Behinderung spürbar zu erleichtern.
Tobias Berz, Inklusionsbeauftragter der Stadt Amberg, betont die Bedeutung des Projekts: „Für Menschen, die auf einen Behindertenparkplatz angewiesen sind, verringert das neue Tool unnötigen Parksuchverkehr und spart dadurch viel Zeit und manchen Ärger bei der manchmal schwierigen Suche nach einem freien Parkplatz. Eine gezielte Anfahrt eines geeigneten und freien Parkplatzes kann also langfristig nur Vorteile mit sich bringen. Gleichzeitig appelliere ich weiterhin an alle Fahrerinnen und Fahrer ohne Parkberechtigung für Behindertenparkplätze: Hier ist das Parken verboten! Weder kurz noch dann, wenn man zeitweise im Auto wartet – schlichtweg gar nicht! Das gilt es unbedingt zu beachten.“
Gerade dieser Appell gewinnt mit der Einführung der neuen Bodensensoren noch an Bedeutung: Auch „kurz“ besetzte Stellplätze werden online genauso als belegt angezeigt wie dauerhaft berechtigt genutzte Parkplätze. Wer also ohne Berechtigung fälschlicherweise „nur schnell“ hält, blockiert damit nicht nur den konkreten Stellplatz vor Ort, sondern verschlechtert zusätzlich die wichtige Informationslage für Menschen, die dringend einen freien Behindertenparkplatz suchen.
Weiterer wertvoller Baustein der Smart-City-Strategie
Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei rund 10.000 Euro. Finanziert wird es vollständig aus dem Smart-City-Budget der Stadt Amberg. Neben dem unmittelbaren Nutzen für Menschen mit Behinderung verspricht sich die Stadt auch zusätzliche Erkenntnisse für die Parkraumüberwachung sowie die Auslastung von Stellplätzen durch den Einsatz dieser Bodensensoren.
Die Information zu freien Stellplätzen stellt einen echten und dauerhaften Mehrwert dar. Das ist ein weiterer kleiner Baustein für eine smarte Stadt Amberg.
Benedikt Benz ordnet das Projekt entsprechend in die Digitalisierungsstrategie der Stadt ein:
Keine automatische Berechtigungsprüfung
Wichtig ist zudem der Hinweis, dass die Sensorik keine automatische Kontrolle der Parkberechtigung ermöglicht. Die Sensoren erkennen ausschließlich, ob ein Stellplatz frei oder belegt ist – nicht, ob das Fahrzeug, das dort steht, auch tatsächlich dazu berechtigt ist. Die Überwachung der ordnungsgemäßen Nutzung bleibt weiterhin Aufgabe des Verkehrsüberwachungsdienstes.
„Mit diesem wertvollen neuen Angebot geht die Stadt Amberg einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung digital unterstützte Mobilität – mit einem klaren Fokus auf mehr Teilhabe und Barrierefreiheit“, unterstreicht Oberbürgermeister Michael Cerny im Rahmen eines gemeinsamen Pressetermins in der Herrnstraße, bei dem den Medienvertretern erstmals einer der neu eingebauten Parksensoren sowohl im Kopfsteinpflaster als auch händisch präsentiert wurde.




