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OTH Amberg-Weiden
OTH Amberg-Weiden

Master Business Innovation and Entrepreneurship startet in Kemnath

Kemnath. Ab Oktober 2026 startet am Campus der OTH Amberg-Weiden der Master Business Innovation and Entrepreneurship. Studiengangsleiter Prof. Dr. Stefan Uebelacker setzt auf Praxis, Gründungskompetenz und regionale Vernetzung.

Kemnath. Ab Oktober 2026 startet am Campus der OTH Amberg-Weiden der Master Business Innovation and Entrepreneurship. Studiengangsleiter Prof. Dr. Stefan Uebelacker setzt auf Praxis, Gründungskompetenz und regionale Vernetzung.
von links nach rechts: Bürgermeister Roman Schäffler, Prof. Dr. Christiane Hellbach, Prof. Dr. Stefan Uebelacker, Linda Wunderlich (Wirtschaftsförderung des Landkreises Tirschenreuth), Andrea Schild-Janker (operative Leitung des Campus Kemnath der OTH Amberg-Weiden). Bild: Carolin Böckl

Master Business Innovation and Entrepreneurship startet in Kemnath

Neuer Masterstudiengang am Campus Kemnath, 7. Mai 2026.

Englischsprachiger Master startet zum Wintersemester 2026

Am Campus Kemnath startet zum Wintersemester im Oktober 2026 der englischsprachige Masterstudiengang „Business Innovation and Entrepreneurship“ der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden.

Das Studienprogramm richtet sich an Absolventinnen und Absolventen unterschiedlicher Fachrichtungen, die Innovationsprozesse gestalten, eigene Geschäftsideen umsetzen oder unternehmerisches Denken in etablierten Unternehmen vorantreiben möchten.

Der Masterstudiengang verbindet Betriebswirtschaft, Innovationsmanagement und Entrepreneurship. Studierende erwerben fundierte Kenntnisse in den Bereichen Innovation & Business Transformation, Start-up & Corporate Entrepreneurship, Entrepreneurial Finance & Investment und Leadership & Change Management.

Projektbasierte Lehrformate, interaktive Seminare und reale Innovationsprojekte fördern analytisches Denken ebenso wie unternehmerische Umsetzungskraft. „Wir möchten Studierende befähigen, Innovationen nicht nur zu verstehen, sondern aktiv zu gestalten – im Rahmen von Gründungen ebenso wie in etablierten Unternehmen“, erläutert Vizepräsidentin der OTH Amberg-Weiden Prof. Dr. Christiane Hellbach. „Das Ziel der OTH Amberg-Weiden ist es, gemeinsam mit der Technischen Hochschule Deggendorf, der Stadt Kemnath und dem Landkreis Tirschenreuth ein Gründungsökosystem aufzubauen.“

Die OTH Amberg-Weiden setzt den Schwerpunkt dabei auf die frühen Phasen der Gründung, zum Beispiel in den Bereichen Gründungssensibilisierung/-Scouting sowie Gründungsberatung und Gründungslehre. Die TH Deggendorf setzt später ein, in der Skalierungsphase eines Unternehmens, wie Prof. Dr. Christiane Hellbach erläutert.

WITRON – Nachmittag der Ausbildung
WITRON – Nachmittag der Ausbildung

Praxisnähe, Internationalität und Zulassungsvoraussetzungen

Erfahrene Professorinnen und Professoren sowie Praxisexperten aus dem Innovations- und Gründungsumfeld begleiten den Studiengang. Der Studiengang ist als Vollzeitstudium konzipiert und wird in englischer Sprache unterrichtet. Absolvierende erwerben den akademischen Grad Master of Arts (M. A.). Für die Zulassung werden unter anderem Sprachkenntnisse auf dem Niveau B2 in Deutsch und Englisch vorausgesetzt. Dadurch sind die Absolventinnen und Absolventen sofort in den Arbeitsmarkt vor Ort integrierbar.

Der Studiengang richtet sich sowohl an deutschsprachige als auch an internationale Studenten, „sodass ein lebhafter Austausch stattfinden kann“, so Prof. Dr. Christiane Hellbach. Die persönliche Betreuung in kleinen, internationalen Studierendengruppen ermöglicht diesen intensiven Austausch und individuelles Feedback.

Auch die Vernetzung mit Projekten, Politik und Unternehmen in der Region ist elementar wichtig. Insgesamt soll der Studiengang sehr praxisorientiert ausgerichtet werden. Dem Masterstudiengang gehen meist betriebswirtschaftliche Studiengänge voraus, möglich sind aber auch andere Fachrichtungen, etwa das Wirtschaftsingenieurwesen.

Karrierewege und regionales Netzwerk

Absolvierenden des Masterstudiengangs eröffnen sich vielfältige Karrierewege, von der Unternehmensgründung über Tätigkeiten im Innovations- und Produktmanagement, im Consulting oder in strategischen Abteilungen nationaler und internationaler Unternehmen.

Am Studienort Kemnath profitieren Studierende von einem innovativen Lernumfeld im ländlichen Raum mit enger Verzahnung von Wissenschaft, Wirtschaft und regionaler Entwicklung. Denn der Studiengang ist eng in ein aktives Innovations- und Gründungsnetzwerk eingebettet, das Studierende während des Studiums begleitet und reale Zugänge zu Praxis, Finanzierung und Kooperation ermöglicht. Der Austausch mit Gründerinnen und Gründern, Unternehmen, Förderinstitutionen und Partnerorganisationen spielt hierbei eine essenzielle Rolle.

Mit Unterstützung des RISE (Regional Institute for Start-ups and Entrepreneurship) entstehen durch Innovationsworkshops und Entrepreneurship‑Programme tragfähige Geschäftsideen und es wird gezielt Gründungskompetenz aufgebaut. In der Zusammenarbeit mit Wirtschaftsförderungen, regionalen Partnern und Investoren erhalten Studierende zudem direkten Zugang zu Finanzierung, Netzwerken und Markteintrittsmöglichkeiten.

Bild: Carolin Böckl

Formate und Förderung am Campus Kemnath

Der Campus Kemnath wird gefördert durch den Freistaat Bayern im Rahmen der Hightech-Agenda Bayern und des Teilprogramms „Hightech-Transfer Bayern“. Aufgrund der Ausgestaltung dieser Förderung bietet der Campus auch eine Reihe von Formaten, die frei zugänglich sind, aber auch die Studierenden ansprechen. Diese Veranstaltungsformate des Teams des Campus Kemnath der OTH Amberg-Weiden wie „Ich bin gerne Chefin!“/GründerinnenTALK, die GründerWerkstatt und die „Kemnather Gründungsnacht“, die erstmals im November stattfinden wird, schaffen daher Räume, in denen ein Wissensaustausch zwischen den externen Teilnehmenden und Studierenden durch Netzwerken stattfindet.

Neue Professur für den Studiengang

Für den neuen Studiengang wurde Prof. Dr. Stefan Uebelacker an den Campus Kemnath durch die OTH Amberg-Weiden berufen und damit eine Persönlichkeit gewonnen, die fachliche Kompetenz und regionale Verbundenheit vereint. Prof. Dr. Uebelacker bezeichnet sich als „Oberpfälzer durch und durch“, ist in der Region gut vernetzt und „weiß, wie die Leute hier ticken“.

Der gebürtige Weidener bringt langjährige Erfahrung aus Forschung, Lehre und eigener Gründungstätigkeit mit. Als promovierter Entrepreneurship-Forscher, mehrfach ausgezeichneter Referent, erfahrener Gründer und Hochschuldozent kennt er sowohl die theoretischen Grundlagen als auch die praktischen Herausforderungen unternehmerischen Handelns. Als einer der ersten in Deutschland hat er sich wissenschaftlich mit dem Thema Gründung auseinandergesetzt und sowohl einschlägige Lehrstühle in Deutschland als auch an renommierten Standorten in den USA besucht und analysiert.

„Erfahrungen entstehen nur, wenn wir den Mut haben, Neues zu wagen – auch auf die Gefahr hin, Fehler zu machen“, so Prof. Dr. Stefan Uebelacker. Seine eigenen Praxiserfahrungen bringt er auch in seine neue Tätigkeit mit: „Ich kenne das Thema Unternehmensgründung aus dem Effeff, weil ich es selbst schon mehrfach gemacht habe.“ Von diesen Unternehmen in verschiedenen Geschäftsbereichen sei die Mehrzahl noch am Markt, wie er berichtet.

Auf die neue Aufgabe und den Kontakt in Kemnath freut er sich sehr. „Und ich möchte, dass wir das Thema Entrepreneurship gemeinsam voranbringen und in der Region verankern können.“ Mit seiner Berufung stärkt der Campus Kemnath das Profil des neuen Studienangebots und richtet sich an Studierende, die zukunftsorientiert denken und unternehmerische Kompetenzen entwickeln möchten.

Stärkung für Kemnath als Lebens- und Arbeitsort

Aus Sicht der Stadt Kemnath bedeutet die Ansiedlung eines Studiengangs einen wichtigen Entwicklungsschritt für die Region. Das neue Angebot ergänzt nicht nur die Bildungslandschaft, sondern schafft mittel- und langfristig Perspektiven für junge Menschen, Fachkräfte und nicht zuletzt deren Familien.

„Dass nun ein Studiengang in Kemnath angeboten wird, ist ein großer Gewinn“, sagt Bürgermeister Roman Schäffler. „Wir eröffnen jungen Menschen neue Möglichkeiten vor Ort und stärken zugleich unsere Wirtschaft.“

Mit Blick nach vorn betont Bürgermeister Roman Schäffler: „Kemnath hat viel zu bieten – und mit dem Studienangebot entwickeln wir uns Schritt für Schritt hoffentlich zu einer kleinen Studierendenstadt. Wir freuen uns auf die Studierenden – und heißen alle willkommen, die Kemnath als neue Heimat entdecken.“

Umbau der ehemaligen Realschule im Zeitplan

Pünktlich zum Start des Studiengangs im Herbst soll auch der Umbau des ehemaligen Realschulgebäudes abgeschlossen sein. „Ich bin optimistisch, dass wir im September fertig sind“, sagt Bürgermeister Schäffler. Die Stadt Kemnath investiert in die Maßnahme rund eine Million Euro. Unter anderem wurde ein Teil des Altbaus abgebrochen und in Massivbauweise ein neuer Anbau errichtet. Im Gebäude entstehen zwei Hörsäle, Büros sowie Aufenthalts- und Gruppenräume.

Der Landkreis Tirschenreuth beteiligt sich finanziell über Mietzahlungen, sodass die Räumlichkeiten den Hochschulen in den ersten fünf Jahren miet- und nebenkostenfrei zur Verfügung gestellt werden können. Dazu ist jeder Standort eines Technologietransferzentrums verpflichtet, um die Anlaufphase zu unterstützen. Der Freistaat Bayern finanziert den Campus mit sieben Millionen Euro für fünf Jahre, aus denen unter anderem Personalkosten und Ausstattung bestritten werden.

Bewerbungsphase läuft

Wer sich für den neuen Studiengang interessiert oder sich direkt für einen der Plätze bewerben möchte, findet alle wichtigen Informationen auf der Homepage der OTH Amberg-Weiden. Auch Studiengangsleiter Prof. Dr. Uebelacker steht gerne persönlich für Fragen zur Verfügung.

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