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Eine Halloween-Welle verwandelt Eschenbach in eine Geisterstadt

Eschenbach. Eine Halloween-Welle verwandelte die Altstadt in eine schaurige Geisterkulisse, als beim Gruselspaziergang Dämonen, Zombies und Vampire durch die Gassen huschten und Besucher den Nervenkitzel suchten.

Eine Halloween-Welle verwandelt Eschenbach in eine Geisterstadt

Foto: Claudia Heindl, Stadt Eschenbach

Eine Halloween-Welle verwandelt Eschenbach in eine „Geisterstadt“. Gruselspaziergang nennen die Veranstalter das schaurige Spektakel am Sonntagabend. Die Dämonen und Außerirdischen sind los. Ein Szenario, das ansteckt. Es wimmelt nur so an grausigen und gespenstischen Gestalten.

Gruselspaziergang in Eschenbach

Halloween-Event in Eschenbach. Auf dem Stadtplatz und in den sonst so ruhigen Seitengassen lauerte das „Böse“. Als die Dunkelheit hereinbrach, stand die ehemalige Kreisstadt im Zeichen der Furcht und Panik. Kürbisfratzen, Hunderte von Gespenstern, Zombies, Vampire mit zähnebleckenden Masken und allerlei weitere finstere Gestalten huschten durch die Straßen und Gassen und verbreiteten Angst und Schrecken. Für die Besuchermassen, die sich durch die Altstadt schoben, zum Teil selbst im Grusel-Outfit, war es eine willkommene Abwechslung.

Ein Vampir mit manischem Grinsen springt aus der Dunkelheit hervor und brüllt: „Ich hab dich ja zum Fressen gern.“ Vermeintlich erschreckt ruft eine Besucherin: „Bitte nicht. Ich bin ungenießbar.“ Es sind sich ständig wiederholende Bedrohungslagen, die die Halloween-Enthusiasten begeisterten. Für sie alle gehörte das Erschrecken und erschreckt sein zum Programm. Eine Magie, die sich in Eschenbach wiederholt, wenn sich der Oktober seinem Ende zuneigt. Waren es vor Jahrzehnten nur die Kids, die mit der Drohung „Was Süßes raus, sonst spukt’s im Haus“ die Hausbewohner herausforderten, beeinflusst nun das Halloween auf Amerikanisch, angesteckt vom Wohnquartier der 3.000-Einwohner-Newtown auf dem Netzaberg, zunehmend auch die Old-Germany-Vergnügungskultur.

Foto: Claudia Heindl, Stadt Eschenbach
Foto: Claudia Heindl, Stadt Eschenbach
Foto: Claudia Heindl, Stadt Eschenbach
Foto: Claudia Heindl, Stadt Eschenbach
Foto: Claudia Heindl, Stadt Eschenbach
Foto: Claudia Heindl, Stadt Eschenbach
Foto: Claudia Heindl, Stadt Eschenbach
Foto: Claudia Heindl, Stadt Eschenbach
Foto: Claudia Heindl, Stadt Eschenbach
Foto: Claudia Heindl, Stadt Eschenbach
Foto: Claudia Heindl, Stadt Eschenbach
Foto: Claudia Heindl, Stadt Eschenbach
Foto: Robert Dotzauer
Foto: Robert Dotzauer
Foto: Robert Dotzauer
Foto: Robert Dotzauer
Foto: Robert Dotzauer
Foto: Claudia Heindl, Stadt Eschenbach

Ghost Walk führt in die Geisterhöhlen

Zudem wies der „Ghost Walk“ den Weg in die Geisterhöhlen. Vor dem Rathaus, am alten Vermessungsamt, vor dem Landratsamt und vor einigen Geschäften stauten sich die Neugierigen, um einen Blick in das Totenreich der Dämonen zu werfen. Ein umwerfend skurriles und schräges Entdecken einer geheimnisumwitterten Schattenwelt der Handlanger des Teufels.

Ein Szenario, das die Eschenbacher Altstadt am Sonntag in eine Gruselkulisse verwandelte. Spätestens nach Einbruch der Dunkelheit wartete im schummrigen Licht der Straßenbeleuchtung und im diffusen Schein des Vollmondes Spektakuläres. Marienplatz und Karlsplatz und die sonst so stillen Seitengassen wurden zur Flaniermeile für das Gruselkabinett der Maschkerer und Monster, der Mumien und geheimnisvollen Spinnfrauen, der Hexen und Menschenfresser. Die originellen Einfälle kannten keine Grenzen. Zudem begleiteten viele Totengerippe die Rallye der Neugierigen. Jeden Moment suchten Vampire nach neuen Opfern, Eisenketten schepperten und wilde Schreie zerrissen Dämmerung und Finsternis.

Süßes und Aktionen für Kinder

Verlockend auch die schaurig dekorierten Stände, an denen sich die kleinen Besucher eine süße Belohnung abholen durften. Für gewöhnlich hält man den Nachwuchs vor solcher Abschreckung fern. Doch rasch stellte sich heraus: Auch viele Kids in originellen Kostümen fühlten sich unter all den Totengerippen und Teufeln glückselig. Auf die kleinen Geisterjäger warteten zusätzliche süße Überraschungen der Organisatoren. Wer fleißig Stempel an den Stationen sammelte, erhielt im Rathaus eine besondere Belohnung. Kindertattoos und Schminkstationen ergänzten das Kids-Programm.

Grammer Solar
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Was wäre ein solches Event ohne eine schaurige Kost? „Henkersmahlzeiten“ gab es an vielen Ständen. Vorbildlich kümmerte sich die Vereinswelt um das leibliche Wohl der Besuchermassen. Auch einige Geschäftsinhaber beteiligten sich an dieser „letzten Wegzehrung“. Die Halloween-Anhänger und Sympathisanten hatten die Qual der Wahl.

Über 4.000 Besucher und knapp 800 eingelöste Stempelhefte

Auch bei den Veranstaltern ist die Freude groß. Mehr als 4.000 Menschen kamen zum Gruselspaziergang nach Eschenbach, knapp 800 Stempelhefte wurden im Rathaus gegen eine Belohnung eingetauscht. Und auch das Wetter spielte mit: Ab 16 Uhr blieb es trocken.

„Die Resonanz war einfach super! Unsere Besucher kamen nicht nur aus den umliegenden Städten und Gemeinden, sondern sogar aus Bayreuth, Nürnberg und noch weiter her. Es ist toll, dass wir mit unserem Gruselspaziergang so viele Menschen begeistern können. Besonders schön war es, die Freude der Kinder zu sehen. Das allein ist schon Dank genug für die ganze Arbeit“, freut sich Claudia Heindl von der Stadt Eschenbach.

Eine Fortsetzung ist bereits geplant: Auch im kommenden Jahr soll Eschenbach wieder zur Geisterstadt werden.

Herzhafte und süße Spezialitäten in der Altstadt

Hexenchips und Spinnen-Gebäck, Käsegeister und Kürbissuppe, Fried Oreos, schaurig leckere Crêpes und Gruselgeister gab es neben einer Fülle von Spezialitäten von den Grillständen. Zum Ausschank kamen Getränke aus der Gruselbrauerei des Kommunbiervereins. Weitere Hexendrinks vervollständigten das üppige Flüssigangebot.

Für einige tausend Menschengeister war es ein faszinierendes und ausgelassenes Event an allen Ecken und Enden der Altstadt, das sich nach einigen Stunden in Wohlgefallen auflöste. Das Statement des Geisterteams um die Organisatoren Bürgermeister Marcus Gradl für die Stadt und Michael König und Peter Teschke vom Stadtverband lässt alle „Bösewichter“ und Geisterbeschwörer weiter hoffen. „Das Horrorfest ist auch künftig fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders“, so das Versprechen.

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