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MSR Bertelshofer
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Emotionaler Rauswurf für 16 Vorschulkinder und einen Mann

Waldthurn. Einen ganz besonderen „Rauswurf“ erlebten am vergangenen Mittwochnachmittag 16 Vorschulkinder der Kindertagesstätte St. Josef in Waldthurn – und ein Mann, der über Jahre hinweg zum festen Bestandteil der Kita – Familie und zur Grundschule gehörte - Hausmeister Lothar Schön. Foto: Franz Völkl

Emotionaler Rauswurf für 16 Vorschulkinder und einen Mann

Mit dem Spruch „Zuerst die Rechte, dann die Linke – beide Hände winke winke und zum Schluss gibt’s einen Abschiedskuss“ wurden die Kinder einzeln aufgerufen. Mit einem beherzten Sprung über einen großen Kasten landeten sie auf einer großen Weichbodenmatte – symbolisch hinaus aus der Kita und hinein in einen neuen Lebensabschnitt im benachbarten Schulgebäude.Foto: Franz Völkl
Kita – Leiterin Sonja Kick überreicht das „Rentner – T-Shirt“. Foto: Franz Völkl
Unser Alltagsheld… geht in Rente. Foto: Franz Völkl
Die Laudatio von Kita – Leiterin Sonja Kick für Hausmeister Lothar Schön, der in Rente geht. Foto: Franz Völkl
Hausmeister Lothar Schön wird in die Rente befördert. Foto: Franz Völkl
Der nachdenkliche Rentner Lothar Schön. Foto: Franz Völkl
Per Schubkarren wird „Hausi“ Lothar Schön in die Rente befördert. Foto: Franz Völkl
Abschied der 16 Vorschulkinder aus der Kita St. Josef Waldthurn. Foto: Franz Völkl
Abschied der 16 Vorschulkinder aus der Kita St. Josef Waldthurn. Foto: Franz Völkl
Abschiedstanz der Vorschulkinder. Foto: Franz Völkl
Abschied aus der Kita. Foto: Franz Völkl
Dank von Kita – Leiterin Sonja Kick an Karin Kick für ihr Engagement im Kita – Elternbeirat. Foto: Franz Völkl
Der Dank gilt an die Elternbeiratsvorsitzende Claudia Fichtl (rechts). Foto: Franz Völkl

Servus Lothar: 13 Jahre Kita – Hausmeister — 35 Jahre Schul – Hausmeister

Bereits am Vormittag war das Kindergartenjahr mit einem feierlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Sebastian abgeschlossen worden. Am Nachmittag folgte dann der traditionelle Abschied aus der Kita – diesmal jedoch mit einer zusätzlichen, besonders emotionalen Note. Denn neben den künftigen Schulkindern wurde auch „Ihr Lothar – der Hausi“ verabschiedet, der nach 13 Jahren als Hausmeister in der Kita und insgesamt 35 Jahren an der Wolfgang-Caspar-Printz Grundschule in den wohlverdienten Ruhestand tritt.
Was die Erzieherinnen gemeinsam mit den Kindern für diesen Anlass vorbereitet hatten, war mehr als bemerkenswert. Mit viel Herzblut und Kreativität gestalteten sie eine Abschiedsfeier, die den Geehrten sichtlich bewegte. Der überraschte Hausmeister konnte die vielen liebevollen Gesten kaum fassen.

Wenn es klemmte und klapperte… – „Unser Alltagsheld hängt seinen Umhang an den Nagel“.

Ein Höhepunkt war das eigens komponierte Lied „Unser Lothar geht in Rente“, das von Kindern, Erzieherinnen sowie Eltern und Großeltern gemeinsam gesungen wurde. Darin wurde humorvoll und zugleich dankbar beschrieben, wie zuverlässig der Hausmeister stets zur Stelle war, „wenn es klemmte oder klapperte“.
Seine Enkeltochter Mathilda, die ebenfalls von der Kita als Vorschulkind verabschiedet wurde, sang für ihren Opa.
Kita – Leiterin Sonja Kick dankte dem „Hausi“ wie sie ihn nannten mit einer Laudatio, und kürten ihn mit dem Motto: „Unser Alltagsheld hängt seinen Umhang an den Nagel“.
Anschließend stand der Abschied der Vorschulkinder im Mittelpunkt. Mit dem Lied „Ade, du schöne Kindergartenzeit“ und „Wir sind die Schulanfänger“ verabschiedeten sich die Mädchen und Buben aus ihrer vertrauten Umgebung. Jedes Kind erhielt persönlich eine Abschiedsurkunde sowie eine kleine Schultüte als Erinnerung an die gemeinsame Zeit.
Auch von Seiten der Eltern gab es Dankesworte. Ilona Schwemmer überbrachte im Namen der Vorschulkinder-Eltern ihre Anerkennung und überreichte den roten und blauen Gruppen einen großen Sitzsack. Sie betonte, wie sehr Eltern und Kinder die hervorragende Betreuung und das Engagement des gesamten Kita – Teams schätzten.

Den emotionalen Schlusspunkt bildete schließlich der traditionelle „Rauswurf“.

Erzieherin Carolina Nemcová beförderte auch den „Hausi“ symbolisch mit einigen starken „Gehilfen“ in einer Schubkarre in die Rente. Seine Enkeltochter Mathilda sprang ebenso aus der Kita in das kommende Schulleben, wie auch die weiteren 15 Mädchen und Buben, die alle dabei eine erheblich bessere Figur in Sachen Haltungsnoten machten, als der lächelnde Neurentner. Mit dem Spruch „Zuerst die Rechte, dann die Linke – beide Hände winke winke und zum Schluss gibt’s einen Abschiedskuss“ wurden die Kinder einzeln aufgerufen. Mit einem beherzten Sprung über einen großen Kasten landeten sie auf einer großen Weichbodenmatte – symbolisch hinaus aus der Kita und hinein in einen neuen Lebensabschnitt im benachbarten Schulgebäude.
Ein Nachmittag voller Freude, Dankbarkeit und auch ein wenig Wehmut – der allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird.

MSR Bertelshofer
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