OTH Amberg-Weiden
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Erhöhter Rehwildabschuss erschwert Jagd in Floß

Floß. Wegen starken Wildverbisses hat das Amt den Abschuss für 2025 bis 2027 von 47 auf 72 Rehe erhöht. Der kostenpflichtige Plan setzt den Pächter unter Druck; auch sorgt ein geplanter Windpark im Flosser Forst für Diskussionen.

Floß. Wegen starken Wildverbisses hat das Amt den Abschuss für 2025 bis 2027 von 47 auf 72 Rehe erhöht. Der kostenpflichtige Plan setzt den Pächter unter Druck; auch sorgt ein geplanter Windpark im Flosser Forst für Diskussionen.
Foto: Fred Lehner

Erhöhter Rehwildabschuss erschwert Jagd in Floß

Nach Mitteilung des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Tirschenreuth-Weiden ist der Wildverbiss im Flosser Jagdrevier zu hoch. Deshalb gab es für die Jahre 2025, 2026 und 2027 einen erhöhten Abschuss von bisher 47 auf nunmehr 72 Stück Rehwild. Das scheint auch für den Jagdpächter eine kaum zu erreichende Zahl zu sein. Jedenfalls wird es äußerst schwierig, den Abschussplan einhalten zu können. Nunmehr ist der Abschussplan auch noch kostenpflichtig.

Mitgliederversammlung in Floß: Diskussion über Windpark und Jagdausübung

Mit diesem Problem befasste sich vor kurzem die Jagdgenossenschaft Floß in ihrer ordentlichen Mitgliederversammlung im Familiengasthof Schaller. Und nicht nur das: Jagdpächter Wolfgang Krapf regte ein Gespräch mit dem Markt wegen einer möglichen Windparkanlage im Revierbereich „Flosser Forst“ an. Krapf sieht erhebliche Nachteile in der Jagdausübung. In seinem Jahresbericht hatte der Jagdvorsteher die Details im Jagdjahr 2025 angesprochen. Wildschäden durch Wildschweine wurden nicht gemeldet.

Wegeunterhalt und Finanzen der Jagdgenossenschaft

Der Wegeunterhalt erfolgte in verschiedenen Bereichen in notwendigem Umfang. Zufrieden sei man mit der Hege und Pflege des Jagdreviers durch den neuen Pächter Wolfgang Krapf, der sich zur Unterstützung einige Mitbegeher engagierte. Auf gesundem finanziellen Boden steht die Jagdgenossenschaft, was aus dem Bericht von Kassier Robert Weig zu entnehmen war. Bestätigt hatten ihn Norbert Schönberger und Manfred Venzl.

Bei der Verwendung der Jagdpacht 2025 waren sich die Jagdgenossen einig, einen Teil davon für den Wegeunterhalt zu verwenden. Ebenso sollen die Wassergräben durch Inanspruchnahme eines Geräts des Marktes gesäubert werden. Die Ortsteile Kalmreuth und Niederfloß erhalten einen Anteil von 3,50 Euro für eine Grundstücksfläche von 56 Hektar. Der Mitgliedsbeitrag an den Bayerischen Bauernverband wird aufrechterhalten und bezahlt.

Zufrieden zeigte sich Jagdpächter Wolfgang Krapf mit dem Verhältnis zu den Jagdgenossen. Es könnte nicht besser sein. Schließlich stellten sich die Mitbegeher der Jagd persönlich vor. Es hat sich gut eingeführt, dass nach dem offiziellen Teil der Jagdpächter zu einem Wildessen einlädt.

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