Evangelische Kirchengemeinde St. Johannes Baptista feiert mit 1075-jährigem Markt
Evangelische Kirchengemeinde St. Johannes Baptista feiert mit 1075-jährigem Markt
Floß feiert aus gutem Grund. 1075 Jahre entspricht etwa 35 Generationen. Die erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahr 948 „ad flozzun“ kann auch heißen „An der Floß“ oder auch „bei Floß“. Das ist ein Grund, warum auch die Nachbargemeinde Flossenbürg mit gleichem Recht zu einem Festwochenende zu seiner 1075-Jahr-Feier einlädt.
Älter als die erste urkundliche Erwähnung
1075 Jahre, das sind 35 Generationen, das sind Menschen mit ihren Hoffnungen und Ängsten, mit ihrem Lieben und Leiden, mit ihrem Glück und ihrem Sterben. Und in diesem alltäglichen Leben und Leiden sind sie uns nicht fremd und unbekannt, sondern sehr nahe.
Pfarrer Wilfried Römischer nimmt an, dass die umliegenden Dörfer und Weiler wohl älter sind als die erste urkundliche Erwähnung. Der Markt wurde bewusst als Mittelpunkt angelegt. Hier gab es einen Fluss. Hier hat man sich getroffen und gehandelt. Hier war der Sitz der Verwaltung. Hier in der Talmulde fand man Schutz vor dem rauen böhmischen Wind. Es sind immer Segensgeschichten.
Evangelische Kirche – das älteste noch erhaltene Gebäude
Der Prediger ging auf die Kirchengeschichten ein, erwähnte, dass bereits um 1200 nach Christus eine Pfarrei in Floß existiert hat und die heutige evangelische Kirche damit das älteste noch erhaltene Gebäude in Floß ist.
Jedes Gotteshaus ist wie ein ausgestreckter Zeigefinger, der nach oben weist und sagt: Vergiss es nicht, dein Leben ist vor Gott. Kehr um. Suche die Verbindung. Knüpfe den Kontakt. Intensiviere die Beziehung zu Gott. Er ist in Rufnähe. Die Bindung an Gott verknüpft alle einzelnen Lebensläufe zu einer gemeinsamen Geschichte. Wir sollen Gott die Ehre geben und ihm danken für all den Segen, den er auf Volk und Land in den vergangenen 1075 Jahren gelegt hat.


